Gniewkowo () war ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Die Ortsstelle liegt im Gebiet der Gmina Górowo Iławeckie (Landgemeinde Landsberg) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein).
Geographische Lage Gniewkowo liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer südwestlich der einstigen Kreisstadt Preußisch Eylau (heute Bagrationowsk) und 32 Kilometer nordwestlich der heutigen Kreisstadt Bartoszyce ().
Geschichte Der ursprünglich Barßlack, vor 1785 Barchlack genannte Ort wurde 1693 gegründet;Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Gottesgnade er war als Vorwerk ein Wohnplatz im Gutsbezirk Groß Steegen (). Er gehörte zum gleichnamigen AmtsbezirkRolf Jehke: Amtsbezirk Groß Steegen / Klein Steegen / Alt Steegen im Kreis Preußisch Eylau im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen.
Am 30. September 1928 wurde das Vorwerk Gottesgnade aus dem Gutsbezirk Groß Steegen in die Landgemeinde Sangnitten (polnisch Sągnity) im Amtsbezirk Wildenhoff (polnisch Dzikowo Iławeckie) umgegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Wildenhoff
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen überstellt wurde, war auch Gottesgnade davon betroffen. Es erhielt die polnische Namensform Gniewkowo und wurde nach Sągnity eingegliedert. Somit gehört die heutige Ortsstelle zum Gebiet der Gmina Górowo Iławeckie (Landgemeinde Landsberg) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn (Allenstein), seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Gniewkowo ist in der Ortschaft Sągnity aufgegangen.
Kirche Bis 1945 war Gottesgnade in das Kirchspiel der evangelischen Kirche in Kanditten () im Kirchenkreis Preußisch EylauWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente. Göttingen 1968, S. 468. in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Pfarrei in Landsberg (Ostpr.) () im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt. Heute orientiert sich die kirchliche Zugehörigkeit an den kirchlichen Verbindungen des Ortes Sągnity.
Verkehr Straße Die Ortsstelle Gniewkowos liegt in der polnischen Grenzregion zur russischen Oblast Kaliningrad (Königsberger Gebiet). Sie liegt abseits des Verkehrsgeschehens an einer Nebenstraße, die Sągnity (Sangnitten) mit Skarbiec (Schatzberg) verbindet.
Schiene Eine direkte Bahnanbindung bestand für Gottesgnade bzw. Gniewkowo nicht. Bis 1991 bzw. 2007 war Sangnitten/Sągnity die nächste Bahnstation an der Bahnstrecke Rothfließ–Zinten ( – Kornewo), die nicht mehr besteht.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1693 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Górowo Iławeckie