Gronowo [] () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Mrągowo (Landgemeinde Sensburg) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg). mini|rechts|Blick auf das frühere Gut Grunau mini|rechts|Das einstige Herrenhaus des Guts Grunau

Geographische Lage Gronowo liegt inmitten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer nördlich der Kreisstadt Mrągowo ().

Geschichte Der vor 1785 Gronowo genannte Ort bestand aus dem Dorf und dem Gut und wurde 1392 gegründetDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Grunau. 1785 wurde es als „adliges Majoratsgut und Dorf mit 27 Feuerstellen“ erwähntGrunau (Landkreis Sensburg) bei GenWiki.

Im Jahre 1874 wurden die Landgemeinde Grunau und der Gutsbezirk Grunau in den neu errichteten Amtsbezirk Bosemb (1938 bis 1945 Bussen, ) eingegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Bosemb/Bussen. Dieser wurde 1938 in „Amtsbezirk Bussen“ umbenannt und bestand bis 1945, zugehörig dem Kreis Sensburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung in den Volksabstimmungen in Ost- und Westpreussen am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Grunau (Dorf und Gut) stimmten 120 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 112 Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Grunau in die Landgemeinde Grunau eingemeindet.

Als im Jahre 1945 in Kriegsfolge das südliche Ostpreußen an Polen überstellt wurde, war auch Grunau davon betroffen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Gronowo“. Es ist heute Sitz eines Schulzenamtes () und als solches eine Ortschaft im Verbund der Gmina Mrągowo (Landgemeinde Sensburg) im Powiat Mrągowski, bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn (Allenstein), seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Einwohnerzahlen Jahr Anzahl 1818 160 1839 195 1867 259 1885 249 1898 218 1905 164 1910 203 1933 308 1939 356 2011 189Wieś Gronowo w liczbach

Kirche Bis 1945 war Grunau in die evangelische Kirche SeehestenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 501 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie – ab 1937 – in die katholische Kirche Wilkendorf im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Gronowo weiterhin zur Pfarrei Wilkowo, jetzt im katholischen Erzbistum Ermland gelegen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Pfarrkirche Mrągowo in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr mini|rechts|Buswartehalle mit Storchennest in Gronowo Gronowo liegt verkehrsgünstig an einer Nebenstraße, die die Woiwodschaftsstraße 591 bei Wilkowo (Wilkendorf) mit der polnischen Landesstraße 59 (einstige deutsche Reichsstraße 140) unweit von Słabowo (Slabowen, 1927 bis 1945 Langenwiese) verbindet. Weblinks

Einzelnachweise

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