Die Burgruine Falkenberg ist der Rest einer mittelalterlichen Höhenburg in der Gemeinde Straß im Straßertale im Bezirk Krems in Niederösterreich. Die Burgruine steht unter .

Lage Die Ruine liegt im Tal des Gscheinzbaches am südlichen Ende des Manhartsberges.

Geschichte Um die Mitte des 12. Jahrhunderts ist ein Rapoto von Valchenberch erwähnt. Seine Nachfahren Hadmar und Rapotto wurden einer dem habsburgischen Landesherrn feindlichen Gesinnung und Wegelagerei beschuldigt. Während Hadmar nach Böhmen floh, verteidigte Rapoto die Burg. Die Belagerung dauerte von Michaelis (29. September) 1299 bis zum Tod Rapotos im März 1300. Der Herzog ließ zwar den Falkenbergern gegenüber Gnade walten und gab ihnen ihren Besitz zurück, die Burg wurde aber geschleift. Eventuell wurde die Kapelle davon ausgenommen, da um 1365 noch ein Pfarrer zu Valchenberg erwähnt wurde. Beim Aussterben der Falkenberger 1355 erhielten die Kapeller und Walseer als ihre Erben die Erlaubnis, die Burg wieder aufzubauen, was aber nicht geschah.

Beschreibung Die Burg liegt am Rand der Marktgemeinde Straß, deren Zentrum sich früher in der Nähe der Burg befand, auf einem Steilhang, der nach drei Seiten eine natürliche Befestigung bietet. Von der ehemals imposanten Burg (Vorhof 60 Meter) ist nur noch ein spärlicher Rest übergeblieben.

Sagen Als 1645 die Schweden kamen, zogen sich viele Leute in die Ruine zurück. Torstenson, der Anführer der Schweden, ließ sich gegenüber der Ruine am Pösingberg nieder, um den Angriff gegen die hierher geflüchtete Bevölkerung zu leiten. Er nahm gerade sein Mittagsmahl ein, als plötzlich an seinem steinernen Tisch Einschläge der Falkenberger Verteidiger aufprallten. Er war darüber derart erschrocken, dass ihm Messer und Gabel aus der Hand fielen. Torstenson konnte sich nicht erklären, woher dieser unverhoffte Angriff kam und gab seinen Männern unverzüglich den Befehl zum Abzug.

Literatur

Georg Binder: Die Niederösterreichischen Burgen und Schlösser. 2 Bände, Wien/Leipzig 1925, II, S. 45. Bertrand Michael Buchmann, Brigitte Fassbinder: Burgen und Schlösser zwischen Gföhl, Ottenstein und Grafenegg. Burgen und Schlösser in Niederösterreich (= Birken-Reihe. Band 17). St. Pölten/Wien 1990, S. 124 ff. Falko Daim, Karin Kühtreiber, Thomas Kühtreiber: Burgen – Waldviertel, Wachau, Mährisches Thayatal. 2. Auflage, Verlag Freytag & Berndt, Wien 2009, ISBN 978-3-7079-1273-9, S. 518 f. Franz Eppel: Das Waldviertel. Verlag St. Peter, Salzburg 1978, S. 45. Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters, Grundrisslexikon. Würzburg 1994, S. 179. Otto Piper, Thomas Kühtreiber (Hrsg.): Die Burgen Niederösterreichs von Otto Piper. Schleinbach, Ed. Winkler-Hermaden, 2012, ISBN 978-3-9503151-0-3, S. 53. Gerhard Reichhalter, Karin und Thomas Kühtreiber: Burgen Waldviertel Wachau. Verlag Schubert & Franzke, St. Pölten 2001, ISBN 3705605305, S. 378 ff.

Gerhard Stenzel: Von Burg zu Burg in Österreich. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1973, ISBN 321800229X, S. 172. Hans Tietze: Die Denkmale des politischen Bezirkes Krems. Österreichische Kunsttopographie I, Wien 1907, S. 121.

Weblinks

Hinweise bei Marktgemeinde Straß, abgefragt 13. Mai 2018 Falkenberg. In: Otto Piper: Österreichische Burgen. Band 6, Hölder, Wien 1908, S. 13–16 (digital beim Münchener Digitalisierungszentrum).

Falkenberg bei Wehrbauten.at

Einzelnachweise

Falkenberg Kategorie:Straß im Straßertale Kategorie:Baudenkmal (Niederösterreich)