Untersteinach ist ein Gemeindeteil des Markts Weidenberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Untersteinach hat eine Fläche von 4,791 km². Sie ist in 745 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6430,46 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Böritzen, Hammer, Kleinmühle, Saas und Wölgada. Im April 2020 gab es in der Gemarkung 400 Einwohner.

Geographie Das Dorf liegt am rechten Ufer der Warmen Steinach. Im Süden erhebt sich der Kühberg (). Die Staatsstraße 2181 führt nach Görschnitz (1,7 km südöstlich) bzw. nach Bayreuth (5,8 km westlich). Die Kreisstraße BT 12 führt an Saas und Kreuzstein vorbei nach Nemmersdorf (2,7 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde 1386 als „Steynach“ erstmals urkundlich erwähnt.

Untersteinach bildete eine Realgemeinde mit Hammer, Kleinmühle, Saas und Wölgada. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Untersteinach mit Hammer, Kleinmühle und Wölgada 33 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Hofkastenamt Bayreuth. Grundherren waren das Hofkastenamt Bayreuth (1 Hof, 1 Mühle, 7 Sölden, 4 Achtelhöfe, 1 Schmiede), die Hofkanzlei Bayreuth (1 Hof, 1 Mühle, 1 Hammerhaus, 1 Haus, 1 Häuslein, 1 Tropfhäuslein), das Amt Weidenberg (2 Güter, 1 geringes Gütlein, 1 Tropfhaus, 1 Wohnhaus), das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Sölde), das Amtsverwaltung Nemmersdorf (3 Söldengüter, 1 Gut mit Zapfenschenke, 1 Tropfhaus) und die Pfarrei Nemmersdorf (1 Gut). Außerdem gab es ein Söldengut, das freieigen war.R. Winkler: Bayreuth, S. 395.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Untersteinach bayerisch. Infolge des Gemeindeedikts wurde 1812 der Steuerdistrikt Untersteinach gebildet. Neben dem Hauptort gehörten zu diesem Böritzen, Döhlau, Görau, Hammer, Hilpertsgraben, Höflas, Kleinmühle, Lankendorf, Saas, Ützdorf und Wölgada.R. Winkler: Bayreuth, S. 495f. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Untersteinach, zu der Böritzen, Hammer, Kleinmühle, Saas und Wölgada gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Weidenberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Ab 1862 gehörte Untersteinach zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Weidenberg (1879 in Amtsgericht Weidenberg umgewandelt), seit 1931 ist das Amtsgericht Bayreuth zuständig.R. Winkler: Bayreuth, S. 485f. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,791 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Untersteinach am 1. Mai 1978 nach Weidenberg eingemeindet.

Baudenkmäler Hauptstraße 23: Wohnhaus

Einwohnerentwicklung Gemeinde Untersteinach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 256 242 284 289 287 285 286 300 304 322 299 317 245 219 244 243 231 215 211 317 322 317 247 280HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 36 39 41 40 40 42 44 52 Quelle

Ort Untersteinach Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 256 232 236 267 194 194 280 215 245 347 400Häuser 36 34 33 36 37 45 86 Quelle

Religion Untersteinach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Nemmersdorf gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Weidenberg) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ersterwähnung 1386 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth