mini|Seitenansicht Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Laurentius () in Luka (Gemeinde Verušičky, deutsch Luck), ist ein barocker Kirchenbau, der im Jahr 1722 errichtet wurde. Seit 1958 ein geschütztes Kulturdenkmal mit dem Patrozinium des Laurentius von Rom.

Geschichte mini|hochkant|Eingangsportal Ein erstes Gotteshaus im Stil der Gotik wurde in Luck in der Mitte des 14. Jahrhunderts auf einer Anhöhe errichtet. Im Jahre 1357 wurde die Kirche erstmals schriftlich erwähnt. Zudem erscheint sie in den Jahren 1384, 1385, 1399 und 1405 im päpstlichen Zehntregister. Während der Reformation war die Pfarrei von 1554 bis 1624 protestantisch und mit einem lutherischen Seelsorger versehen. Angeblich soll die Kirche nach der Schlacht am Weißen Berg von Kaiserlichen Truppen niedergebrannt worden sein. 1650 erhielt der Ort mit Johann Langheim wieder einen katholischen Priester. 1722 ließ der damalige Grundherr Christoph Adalbert Putz von Breitenbach die Kirche im Stil des Barock neu erbauen, wie auch sein Familienwappen über dem Eingangsportal belegt. Die Kirchenweihe fand am Sonntag nach dem Fest des hl. Erzengels Michael statt.SOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 8 1793 ersetzte Franz Anton Graf von Nostitz das Pfarrhaus. Das alte bestand nur aus Holz und einem Stockwerk. 1819 wurde der Friedhof vergrößert.SOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 9 1822 erfolgte eine Renovierung, bei der auch ein neuer Altartisch angeschafft worden war. 1832 ließ der damalige Kirchenpatron Johann Hladrik das Kirchendach mit neuen Schindeln eindecken.SOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 11 Durch ein undichtes Dach drang in neuerlicher Zeit in das Kircheninnere Feuchtigkeit ein, wodurch die Malereien der Holzdecke beschädigt wurden. Nach der Reparatur des Daches wurde das Deckengemälde teilweise instandgesetzt. 2007 erfolgte in einer letzten Phase die Befestigung der Holzdecke, wobei auch der Dachstuhl restauriert wurde. 2011 erhielt die Kirche schließlich ein neues Dach und ein Jahr später einen neuen Turmhelm mit Blitzableiter.

Architektur mini|hochkant|Alter Hauptaltar, heute in der St.-Anna-Kapelle von Luka Die Kirche mit rechteckigen Grundriss mit dreifach geschlossenem Chor. An der Südwand schließt sich achteckiger Glockenturm an. Das sandsteinerne Eingangsportal an der Westfassade ist mit dem Wappen der Herren Putz von Breitenbach versehen. Die hölzerne Kirchendecke mit dem Gemälde Mariä Aufnahme in den Himmel umgeben von Symbolen der Evangelisten bemalt.

Ausstattung Auf Initiative des damaligen Pfarrers Andreas Martin wurden im Jahre 1789 aus zwei aufgehobenen Klöstern ein neuer Hauptaltar aus der Prager Neustadt Corpus-Christi-Kirche, ein Seitenaltar aus der Prager Altstädter Kirche St. Stephan und eine Statue des böhmischen Landesheiligen Wenzel sowie ein Messgewand und zwei Dalmatiken inklusive Zubehör erworben. Der alte Hauptaltar wurde in der St.-Anna-Kapelle in Luck als Hochaltar aufgestellt. 1820 schenkte Maria Gräfin Czernin von Chuderitz, Stiftsdame im Neustädter Kloster und Grundherrin der Pfarrkirche von Luck, ein von ihr selbst gefertigtes Altartuch.SOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 9

Geläut Das sogenannte Wandlungsglöcken, wurde am 12. Juni 1724 im Kirchturm installiert und 1828, da es im Winter der Kälte wegen einen Sprung hatte, durch eine neue dreißig Pfund schwere Glocke ersetzt.SOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 10

Pfarrerliste 1652 Alanus Richter, Karmelit aus dem Kloster in Chiesch 1657 Elnotus Schellenberger, Minorit 1660 Georgius Sebastian Preuer, Weltpriester 1662 Georgius Aloysius Wenorlz, Weltpriester 1664 Malachias Emanuel Leischer, Weltpriester 1671 Johann Augustin Güntter, Weltpriester 1678 Justus Adalbert Sandmann (* 1650; † 26. April 1686), Weltpriester 1686 Johann Christoph Lang († in Pomeißl), Weltpriester 1726 Johann Christoph Eugen Hammerschmid, Weltpriester 1731 Johann Reinwarth (* ca. 1701; † 18. Juni 1742), Weltpriester 1742 Leopold Pollinger († in Chiesch), Weltpriester, vorher Kaplan in Oberleutmannsdorf, Diözese Leitmeritz 1788 Johann Andreas Martin (* 1739 in Tepl; † 7. März 1818), Weltpriester, vorher Pfarrer von HeinrichsgrünSOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 6 1818 Joseph Fichtner (* 1786 in Luditz; † 10. Januar 1821), Weltpriester, Prof. Doktor phil., vorher Lehrer in Leitmeritz und PragSOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 7 1821 Franz Gaipl (* 4. Februar 1793 in Luditz; † 16. Dezember 1846), Weltpriester, vorher Kaplan in Luck 1846 Anton Bernard Tausch (* 19. August 1807 in Sichlau; † 3. August 1867), vorher Kaplan von Buchau 1868 Franz Riedel († 23. August 1873), vorher Kaplan in Luppau 1873 Wenzl Kroner (* 14. Dezember 1812 in Plan; † 16. August 1904), vorher Aushilfspriester von St. Veit in Prag 1905 Vinzenz Vesely (* 6. April 1873 in Zlonitz) 1916 Anton Weber (* 7. September 1876 in Schlackenau), vorher Pfarrer von Neuhammer, ging 1927 in PensionSOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 19 1927 Josef Hamperl, Pfarrer von Reschwitz, Pfarradministrator bis zur Neubesetzung des Benefiziums 1928 1928 Maximilian Wilfer (* 23. Juli 1893 in Konstadt)SOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 20

Bestattungen In den Kirchengrüften wurden bestattet:

1722 Familie der Grafen von Werschowetz, in einem Sarg neu bestattet 1726 Christoph Adalbert Putz von Breitenbach 1740 Johann Ferdinand Wenzel Franz Ignaz Simon Putz von Breitenbach 1742 Anna Maria Putz von Breitenbach, geborene Haas 1742 Franz Anton Putz von Breitenbach 1742 Johann Reinwarth, von 1731 bis 1742 Pfarrer von LuckSOA Plzeň: Gedenkbuch der Pfarre Luk, Folium 6 1747 Wenzel Leopold Putz von Breitenbach 1755 Antonia Theresia Putz von Breitenbach, geborene von Hard

Literatur

Weblinks

Hrady.cz: kostel sv. Vavřince, Luka

Einzelnachweise

Luka Luka Luka Luka Kategorie:Verušičky Kategorie:Erbaut in den 1720er Jahren Luka Kategorie:Kulturdenkmal im Okres Karlovy Vary