Raubershof (fränkisch: RaweaschhufE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 58. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „rāwɘšhūf“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Schwabach (Mittelfranken, Bayern). Raubershof liegt in der Gemarkung Wolkersdorf.

Geographie Nördlich des Weilers grenzt das Flurgebiet „Bäckenfeld“ an, im Westen das Waldgebiet „Waldspitz“. Ein Anliegerweg führt zur Bundesstraße 2 bei Wolkersdorf (0,3 km östlich).

Geschichte 1623 wurde der Ort als „Rewbßdorf“ erstmals urkundlich erwähnt.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 58 = F. Eigler: Schwabach, S. 296. Das Bestimmungswort ist Rauber, der Familienname des Siedlungsgründers.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 58.

1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Raubershof 1 Anwesen, der den Nürnberger Eigenherrn von Fürer als Grundherrn hatte.F. Eigler: Schwabach, S. 297. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Raubershof zur Realgemeinde Wolkersdorf. Der Raubershof bestand weiterhin nur aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Der Ganzhof hatte weiterhin den Nürnberger Eigenherrn von Fürer als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Raubershof die Hausnummer 28 des Ortes Wolkersdorf.F. Eigler: Schwabach, S. 415. 1802 gab es im Ort weiterhin 1 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 431.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Raubershof dem Steuerdistrikt Dietersdorf (II. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Dietersdorf zugeordnet. Am 14. Oktober 1959 wurde die Gemeinde nach Wolkersdorf umbenannt. Am 1. Juli 1972 wurde Raubershof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schwabach eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 469.

In Raubershof war der Krautanbau von großer Bedeutung.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 651.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 17 10 12 13 16 18 14 21 17 18HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 2 3 3 3 3 4Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Dietersdorf) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilige Familie (Nürnberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Weiler in der kreisfreien Stadt Schwabach Kategorie:Ersterwähnung 1623