Oleksandr Iwanowytsch Lysohub (, ; * Februar 1790, Russisches Kaiserreich; † Januar 1839 ebenda) war ein ukrainischer Pianist und Komponist sowie Generalmajor der Kaiserlich Russischen Armee. Er entstammte dem Adelsgeschlecht Lysohub und war einer der Gründer der ukrainischen Klaviermusik.
Leben Oleksandr Lysohub kam im Februar 1790 als Sohn von Iwan Lysohub (; 1761–1819), dem vermögenden Adelsmarschall des Gouvernement Tschernigow zur Welt. Er besuchte die Militärakademie des Pagenkorps in Sankt Petersburg und trat am 19. Dezember 1809 als Kornet in den Dienst des Litauischen 5. Lanzenregiments. 1812 nahm er am Feldzug gegen Napoleon teil und kämpfte in der Schlacht bei Wjasma und der Schlacht bei Wilna.Biografie Oleksandr Lysohub auf biographiya.com; abgerufen am 5. Mai 2018 (russisch) 1812 Am zeichnete er sich bei Schlacht um Smolensk ausEintrag zu Oleksandr Lysohub in napoleonic.ru; abgerufen am 5. Mai 2018 (russisch) und nahm am weiteren Verlauf des Sechsten Koalitionskriegs teil. 1814 wurde zum Stabskapitän befördert.
1815 wurde er in das Orenburger Ulanenregiment versetzt und im folgenden Jahr kehrte er zum Litauischen Lanzenregiment zurück, wo er im August desselben Jahres zum Hauptmann befördert wurde. Zwei Jahre später, 1818, trat er dem sibirischen Ulanenregiment bei, dass 1819 zur Leibgarde kam. Hier wurde er Oberbefehlshaber der 3. Division und 1826 zum Oberst befördert. Nachdem er am zum Kommandeur des Serpuchower Ulanenregiments ernannt worden war, nahm er mit diesem am Feldzug gegen die aufständischen Polen teil. Am 25. Dezember 1833 wurde Oleksandr Lysohub für 25-jährigen makellosen Dienst der Orden des Heiligen Georg 4. Klasse (Nummer 4784 auf der Liste der Ritter des Ordens des Heiligen Georg). Am 13. März 1834 beförderte man ihn zum Generalmajor und ernannte ihn zum Kommandeur der 1. Brigade der ersten Ulanendivision. Ende 1838 wurde er aufgrund Krankheit pensioniert und starb Anfang 1839. Am 24. Januar 1839 war er auf der Liste der Verstorbenen vermerkt.Biografie Oleksandr Lysohub auf last.fm; abgerufen am 5. Mai 2018 (russisch)
Ehrungen 1812 Sankt-Wladimir-Orden 4. Klasse am Band 1812 Orden der Heiligen Anna 4. Klasse 1826 Orden der Heiligen Anna 2. Klasse mit Diamanten 1833 Orden des Heiligen Georg 4. Klasse für 25 Jahre einwandfreien Militärdienst.Das glorreiche Geschlecht Lysohub in der Geschichte der Ukraine auf m.day.kyiv.ua vom 15. Februar 2018; abgerufen am 3. Mai 2018 (ukrainisch)
Werk Neben seinen Werken für Klavier Nocturne und Mazurka, schrieb er Variationen zu ukrainischen Volksliedern Oj u poli krynytschenka (; zu deutsch Im Feld ist ein Brunnen), Ta bula w mene schinka (; zu deutsch Ich hatte eine Frau), Oj ty, diwtschyno (; zu deutsch Oh, du Fräulein) Oj ne chody, Hryzju (; zu deutsch Oh geh nicht, Hryc); Romanzen: Smert na tschuschyni (; zu deutsch Tod in einem fremden Land) und andere.Eintrag zu Oleksandr Lysohub in der Ukrainischen Sowjetenzyklopädie; abgerufen am 5. Mai 2018 (ukrainisch)
Familie Oleksandr Lysohub war der Bruder des liberalen Großgrundbesitzers und Freund Taras Schewtschenkos Andrij Lysohub und des Philanthropen, Komponisten und Pianisten Illja Lysohub (; 1787–1867) sowie Onkel des zukünftigen ukrainischen Regierungschefs Fedir Lysohub und des später hingerichteten Revolutionärs Dmytro Lysohub.Eintrag zu Lysohub in der Enzyklopädie der Geschichte der Ukraine; abgerufen am 3. Mai 2018 (ukrainisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Komponist (Ukraine) Kategorie:Generalmajor (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Person im Novemberaufstand (Russland) Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Georg Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Wladimir Kategorie:Ukrainer Kategorie:Geboren 1790 Kategorie:Gestorben 1839 Kategorie:Mann