Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt im Rahmen der freiwilligen persönlichen Notfallvorsorge, wichtige Dokumente in einer Dokumentenmappe zusammenzustellen, damit sie im Notfall griffbereit sind.

Empfehlungen des BBK im Detail Das BBK empfiehlt festzulegen, welche Dokumente unbedingt erforderlich sind, und nennt folgende Liste wichtiger Dokumente:

als Original: Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden)

im Original oder als beglaubigte Kopie: Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide Qualifizierungs­nachweise: Zeugnisse (Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Nachweise über Zusatzqualifikationen) Verträge und Änderungsverträge, z. B. auch Mietverträge, Leasingverträge etc. Testament, Patientenverfügung und Vollmacht

als einfache Kopie: Personalausweis, Reisepass Führerschein und Fahrzeugpapiere Impfpass Grundbuchauszüge sämtliche Änderungsbescheide für empfangene Leistungen Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung Meldenachweise der Arbeitsämter, Bescheide der Agentur für Arbeit Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegen Mitglieds- oder Beitragsbücher von Verbänden, Vereinen oder sonstigen Organisationen

Das BBK empfiehlt, diese Dokumente zusammen in einer Mappe aufzubewahren, an einem Standort, den alle Familienmitglieder kennen sollten. Das BBK rät zudem, Duplikate wichtiger Dokumente digital zu sichern oder bei Freunden, Verwandten, Notaren, Anwälten oder in einem Bankschließfach aufzubewahren.

Medien sprechen in diesem Zusammenhang oft von einem „Notfallordner“.

Auch manche andere Urkunden sind unersetzlich. Beispielsweise ist eine Urkunde über den Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit dauerhaft und sicher zu verwahren: Das Bundesverwaltungsamt sichert angesichts datenschutzrechtlicher Vorgaben keine Auskünfte oder Bescheinigungen zu früheren Verfahren mehr zu.

Vergleichbare Empfehlungen in anderen Staaten Der österreichische Zivilschutz empfiehlt, eine Dokumentenmappe als Teil des Evakuierungsrucksackes griffbereit gepackt vorzuhalten.

In den Vereinigten Staaten gibt die Federal Emergency Management Agency eine Checkliste zur sicheren Aufbewahrung wichtiger Dokumente und Wertgegenstände für den Katastrophenfall heraus. Diese nennt unter anderem persönliche Nachweise (Urkunden zu Geburt, Heirat, Scheidung, Adoption und Sorgerecht, den Pass, den Führerschein, die Sozialversicherungskarte, Green Card und Nachweise über Haustiere) sowie finanzielle und medizinische Unterlagen, Kontaktinformationen und Wertgegenstände. Sie empfiehlt, digitale Kopien in einem feuer- und wasserfesten Tresor oder verschlüsselt in einer Cloud zu sichern, und betont allgemein die feuer- und wasserfeste Aufbewahrung der Dokumente.

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