DAV (deutsch: "Menschenmenge") war eine tschechoslowakische Zeitschrift, die mit Unterbrechungen von 1924 bis 1937 beziehungsweise 1938Kurt Krolop: Dav. In: Herbert Greiner-Mai (Hrsg.): Kleines Wörterbuch der Weltliteratur. VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1983. S. 74. zunächst in Prag, später in Bratislava erschien. Der Name ist zugleich ein Akronym aus den Vornamen der Herausgeber Daniel Okáli, Andrej Sirácky und Vlado Clementis. An der Gründung war auch der marxistische Literaturkritiker Eduard Urx (1903–1942) beteiligt. Um die Zeitschrift bildete sich eine als Davisten (slowakisch: davisti, tschechisch: davisté) bezeichnete Gruppe von sozialistisch orientierten, der KPTsch nahestehenden Politikern und Kulturschaffenden, zu der u. a. Peter Jilemnický, Ján Robert Poničan und Ladislav Novomeský gehörten.

Wegen ihrer Differenzen mit den dogmatischen KP-Funktionären der Prager KPTch wurden einige der DAV-Aktiven 1954 in dem sog. Prozess mit bürgerlichen Nationalisten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.Jacques Rupnik: Dějiny Komunistické strany Československa. Od počátků do převzetí moci, Academia, Praha 2002, ISBN 80-200-0957-4, S. 143ff.; aus dem Französischen Helena Beguivonová (Originalausgabe: Histoire du parti communiste tchécoslovaque, Paris, Presses de la Fondation nationale des sciences politiques, Paris 1981)Lukáš Cvrček, Jozef Lenárt– příběh dlouhé kariéry, Material des Instituts für das Studium totalitärer Regime ÚSTR, online auf: ustrcr.cz/...

Kontinuität Dem Zwischenkriegs-DAV folgt das DAV-DVA-Projekt. DAV DVA veröffentlicht Originaltexte, Bücher und Kunstwerke von DAV.

Einzelnachweise

Kategorie:Antiquarische Zeitschrift (Tschechien) Kategorie:Moderne Kategorie:Literaturzeitschrift (Tschechien) Kategorie:Medien (Tschechoslowakei) Kategorie:Medien (Prag) Kategorie:Ersterscheinen 1924 Kategorie:Erscheinen eingestellt in den 1930er Jahren Kategorie:Tschechischsprachige Zeitschrift