Das Riedbachtal ist ein mit Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen vom 3. Dezember 1986 ausgewiesenes Naturschutzgebiet auf dem Gebiet der Gemeinde Dormettingen im baden-württembergischen Zollernalbkreis.

Lage Das Naturschutzgebiet befindet sich im Naturraum Südwestliches Albvorland und liegt nordöstlich von Dormettingen. Es ist Teil des FFH-Gebiets Nr. 7718-341 Kleiner Heuberg und Albvorland bei Balingen.

Landschaftscharakter Im Naturschutzgebiet Riedbachtal mündet der Lochgraben in den Riedbach. Beide Täler sind von teils mit Magerrasen bedeckten und mit Obstbäumen und Hecken bestanden Böschungen begrenzt. Die Talhänge werden als Schafweiden genutzt. Die Talböden werden überwiegend ackerbaulich genutzt. Auf dem „Hohes Hölzle“ genannten Rücken zwischen beiden Tälern sind drei Reihen mit teils mächtigen Linden vorhanden. Die Fließgewässer werden von Gehölzbeständen gesäumt.

Schutzzweck Laut Verordnung ist der Schutzzweck die Erhaltung der vielfältigen Streuobst- und Heckenlandschaft als wertvoller Lebensraum zahlreicher vom Aussterben bedrohter Tier‑ und Pflanzenarten, insbesondere stark gefährdeter Vogelarten, die in der sonst ausgeräumten Feldflur der Umgebung nicht mehr vorkommen.

Fauna Das Gebiet besticht durch seinen Reichtum an seltenen Vogelarten wie Wachtel, Wachtelkönig, Raubwürger, Neuntöter und Braunkehlchen. Inklusive der Durchzügler sind im Riedbachtal 110 Vogelarten festgestellt worden.

Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg Liste der Naturschutzgebiete im Zollernalbkreis

Literatur Regierungspräsidium Tübingen (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Tübingen. Thorbecke, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-7995-5175-5.

Weblinks

mit Schutzgebietsverordnung und Karte

Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Naturschutzgebiet im Zollernalbkreis Kategorie:Dormettingen Kategorie:Schutzgebietsgründung 1986