Rydwągi [] () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Mrągowo (Landgemeinde Sensburg) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg).

Geographische Lage Rydwągi liegt nördlich des Rudwanger Sees (), zwölf Kilometer nördlich der Kreisstadt Mrągowo (). mini|rechts|Blick auf den Jezioro Rydwągi (Rudwanger See) Geschichte Das um 1450 Rauwewang, später Rawewang und Ruwewange genannte Dorf wurde 1367 gegründet,Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Rudwangen als Winrich von Kniprode, Hochmeister des Deutschen Ordens, drei mal elf Hufen nach Kulmer Recht verschrieb.Rudwangen bei GenWiki Rudwangen gilt als das älteste Dorf im Kreis Sensburg.

Von 1874 bis 1945 war das Dorf in den Amtsbezirk Seehesten () eingegliedert,Rolf Jehke, Amtsbezirk Seehesten der zum Kreis Sensburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung in den Volksabstimmungen in Ost- und Westpreussen am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Rudwangen stimmten 300 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 115

In Kriegsfolge kam Rudwangen 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Rydwągi“. Heute ist es Sitz eines Schulzenamtes () und als solches eine Ortschaft im Verbund der Gmina Mrągowo (Landgemeinde Sensburg) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn (Allenstein), seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Einwohnerzahlen Jahr Anzahl 1818 192 1839 280 1867 439 1885 401 1898 410 1905 367 1910 329 1933 375 1939 328 2011 353Wieś Rydwągi w liczbach

Kirche Von den 367 Einwohnern Rudwangens im Jahre 1905 waren 350 evangelischer und 17 katholischer Konfession. Das Dorf war bis 1945 in die evangelische Kirche SeehestenWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Domkumente. Göttingen 1968, S. 501 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Pfarrkirche Wilkendorf () im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Rydwągi zur evangelischen Pfarrkirche Mrągowo innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, außerdem zur Pfarrei in Wilkowo, die jetzt dem Erzbistum Ermland in der polnischen katholischen Kirche zugeordnet ist.

Verkehr Rydwągi liegt an der bedeutenden Woiwodschaftsstraße 591, die die Woiwodschaft Ermland-Masuren in Nord-Süd-Richtung durchzieht und die polnisch-russische Grenzregion bei Michałkowo (Langmichels) mit den Gebieten Kętrzyn (Rastenburg) und Mrągowo (Sensburg) verbindet. Außerdem führt eine Nebenstraße von Witomin (Friedrichsberg) nach hier. Eine Anbindung an das Schienennetz besteht nicht.

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Einzelnachweise

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