Eckershof (fränkisch: ÄgaschhufE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 14. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ęgɒšhùf“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Eckershof liegt in der Gemarkung Stein.
Geographie Im Dorf entspringt der Herbstgraben, ein linker Zufluss der Rednitz. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Brackerslohe, 0,5 km westlich das Flurgebiet Straßäcker. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bertelsdorf (0,7 km nordöstlich) bzw. an Göckenhof vorbei nach Nemsdorf zur Kreisstraße RH 11 (2,2 km südlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gutzberg (1,4 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde 1303 als „Öckershof“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname hat als Bestimmungswort den Personennamen des Gründers, wobei unklar ist, ob dieser Otgerjes oder Eckehard hieß.Eckershof auf der Website stadt-stein.deNach E. Wagner: Land- und Stdatkreis Schwabach, S. 15, Erstnennung 1413 als „Ockershof“.
Im Jahre 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Eckershof zwei Anwesen. Der eine Ganzhof unterstand dem Spitalamt Heilig Geist der Reichsstadt Nürnberg und der andere Ganzhof dem Nürnberger Eigenherrn von Stromer.F. Eigler: Schwabach, S. 297. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Bertelsdorf mit Eckershof eine Realgemeinde. In Eckershof gab es drei Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Die grundherrschaftliche Aufteilung war dieselbe wie 1732. Es kam aber zur Zerschlagung des Stromer’schen Hofes in zwei Halbhöfe. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Eckershof die Hausnummern 8 bis 11 des Ortes Bertelsdorf.F. Eigler: Schwabach, S. 388.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Eckershof dem Steuerdistrikt Regelsbach (I. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Regelsbach zugeordnet.F. Eigler: Schwabach, S. 480. 1925 beantragten Bertelsdorf und Eckershof die Umgemeindung nach Stein, was aber von der Gemeinde Regelsbach abgelehnt wurde. Am 1. Januar 1967 wurde Eckershof nach Stein eingegliedert. Mit Stein gehörte Eckershof so von 1967 bis 1972 zum Landkreis Nürnberg.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 34 44 52 57 54 52 47 71 93 97 56HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 5 4 6 6 8 9 19 17Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt, wurde dann im frühen 19. Jahrhundert nach St. Johannes Baptist (Eibach) umgepfarrt, spätestens ab 1950 nach St. Jakobus (Oberweihersbuch). Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Albertus Magnus (Stein) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Ortsteil von Stein (Mittelfranken) Kategorie:Ersterwähnung 1303