Cornelius Andreas Donett, auch Donnet (* 17. September 1683nach älteren, ungenauen Quellen 1682 in Frankfurt am Main; † 13. August 1748, ebenda) war ein deutscher Bildhauer.
Leben und Wirken mini|Frankfurter Dom, Kruzifix von Cornelius Andreas Donett im Hochchor mini|Frankfurter Deutschordenskirche, Orgelempore, St. Georg von Cornelius Andreas Donett In jungen Jahren, ab 1696, ein Schüler von Johann Wolfgang Frölicher († 1700) und des bei ihm beschäftigten Niederländers Michael von Fuhrt, ging er bei Frölichers Tod nach Mainz, wo er bei dem Hofbildhauer Franz Matthias Hiernle lernte.Mainzer Zeitschrift, Verlag des Mainzer Altertumsvereins, 1979, S. 41 u. 42; (Ausschnittscan)
In seiner Heimatstadt Frankfurt betätigte sich Cornelius Andreas Donett später als gefragter Stein- und Holzbildhauer. Er schuf qualitative Skulpturen für Parks und Villen, sowie Bauplastiken, beispielsweise zwei Figuren für die Gasthöfe Zum Römischen Kaiser auf der Zeil und König von England auf der Fahrgasse, die beide jetzt im Historischen Museum Frankfurt sind. Sein Spezialgebiet war aber die religiöse Kunst. Ein beeindruckendes Kruzifix von seiner Hand ziert heute den Chor des Frankfurter Domes. Es stammt vom ehemaligen Hochaltar der nicht mehr existenten Kapuzinerkirche in der Töngesgasse, den er gefertigt hatte. In der Deutschordenskirche in Sachsenhausen befinden sich auf der Orgelempore Holzstatuen der Hl. Elisabeth und des Hl. Georg. Sie stammen vom abgebrochenen Hochaltar des Gotteshauses, dessen Figurenschmuck ebenfalls Donetts Werk war.Frankfurt und seine Bauten, 1886, Reprint: Books on Demand, 2012, ISBN 3-8460-1000-6, Seite 114; (Digitalscan)Webseite zur Deutschordenskirche Frankfurt
In der äußeren Figurengalerie am Neubau des Historischen Museums Frankfurt stehen mehrere barocke Steinskulpturen von Cornelius Andreas Donett.Webseite des Historischen Museums Frankfurt, Figurengruppen 1 und 4 Im Stadtmuseum Düsseldorf stehen die Sandsteinskulpturen „Frühling“Frühling, Cornelius Andreas Donett (1682–1748), Objektnummer: SMD.P 19 und „Sommer“Sommer, Cornelius Andreas Donett (1682–1748), Objektnummer: SMD.P 20 von Donett.Frühling, Herbst, Sommer – Objekte von Cornelius Andreas Donett (der Herbst ist ein „Gesellenwerk“ und fälschlicherweise Donett zugeordnet), auf emuseum.duesseldorf.de
Eine von ihm gefertigte Madonna mit Jesuskind befindet sich heute in der kath. Kirche St. Vitus von Oberhöchstadt,Webseite zur Kirche Oberhöchstadt mit Erwähnung der Marienfigur eine weitere in der Kirche St. Philippus und Jakobus zu Glashütten (Taunus); eine seiner Kreuzigungsgruppen in der Dreifaltigkeitskirche von Fischbach (Taunus).Webseite zur Dreifaltigkeitskirche Fischbach
Donetts Tochter Anna Gertrude heiratete den Frankfurter Weinhändler Nikolaus Chandelle. Über diese Verbindung wurde er der Großvater des Speyerer Bischofs Matthäus Georg von Chandelle (1745–1826)Joachim Heinrich Jäck: Wichtigste Lebensmomente aller königl. Baierischen Civil- und Militär-Bedienstigten dieses Jahrhunderts, Band 4, Augsburg, 1819, S. 46; (Digitalscan) und des Malers Andreas Joseph Chandelle (1743–1820).
Der Frankfurter Maler Peter Donett († 1720) soll ein Bruder oder ein Sohn gewesen sein.
Cornelius Andreas Donett starb 1748 an einem Schlagfluss und wurde im Karmeliterkloster Frankfurt beigesetzt.
Literatur
Philipp Friedrich Gwinner: Kunst und Künstler in Frankfurt am Main, Band 1, S. 249 u. 250, Frankfurt am Main, 1862; (Digitalscan) Johann Gottfried Grohmann: Neues Historisch-biographisches Handwörterbuch, Band 10, Leipzig, 1808, S. 32; (Digitalscan)
Weblinks Zeitungsartikel zu Figuren von Donett am Frankfurter Museum Webseite zu Figuren von Donett am Frankfurter Museum
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Bildhauer (Frankfurt am Main) Kategorie:Geboren 1683 Kategorie:Gestorben 1748 Kategorie:Mann