Die Saison 2018/19 der Österreichischen Eishockeyliga begann am 15. September 2018 und endete am 25. April 2019. Titelverteidiger ist der HCB Südtirol. Meister wurde zum 31. Mal der EC KAC.

Im Vorfeld Teilnehmende Mannschaften Das Teilnehmerfeld blieb verglichen zur Vorsaison unverändert.

Klub Ort Hauptrunde2017/18 Play-offs2017/18 HCB Südtirol Bozen 8. Meister Dornbirn Bulldogs Dornbirn 7. Viertelfinale Graz 99ers Graz 12. – HC Innsbruck Innsbruck 5. Viertelfinale EC KAC Klagenfurt 4. Viertelfinale EHC Black Wings Linz Linz 3. Halbfinale EC Red Bull Salzburg Salzburg 2. Finale Fehérvár AV19 Székesfehérvár 9. – EC VSV Villach 11. – Vienna Capitals Wien 1. Halbfinale KHL Medveščak Zagreb Zagreb 6. Viertelfinale Orli Znojmo Znojmo 10. –

Trainer Mehrere Teams nahmen in der Sommerpause Veränderungen an ihrem Trainerstab vor.

Der EC KAC verpflichtete trotz laufenden Vertrages von Steve Walker den Finnen Petri Matikainen als neuen Cheftrainer, der zuvor bei den Pelicans tätig gewesen war. Matikainen hatte zuvor bereits in den Spielzeiten 1997/98 und 1998/99 76 Spiele für den KAC absolviert und zudem in der 2013/14 bei den Graz 99ers Erfahrung als EBEL-Coach sammeln können, nachdem er dort während der laufenden Saison Mario Richer abgelöst hatte.

Die Vienna Capitals reagierten mit der Verpflichtung von Dave Cameron auf den Abgang von Serge Aubin, der zu den ZSC Lions in die Schweizer National League gewechselt war. Cameron war zuvor langjähriger Chef- und Assistenztrainer bei mehreren NHL-Clubs gewesen, zuletzt der Calgary Flames.

Der EC VSV verpflichtete mit Gerhard Unterluggauer einen gebürtigen Villacher, der lange Jahre bei seinem Heimatverein gespielt und seine aktive Profi-Karriere 2016 auch dort beendet hatte. Nach zwei Jahren als Assistenz- und später Cheftrainer der DEL2-Mannschaft Heilbronner Falken kehrte er Ende Jänner 2018 zum EC VSV zurück und übernahm dort eine Doppelfunktion als Trainer und Sportdirektor.

Beim KHL Medveščak Zagreb hatte zunächst im Sommer 2018 Aaron Fox das Traineramt von Douglas Bradley übernommen. Nachdem der Club aber bereits Ende November in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, trat Fox am 10. Dezember 2018 von seinem Amt zurück. Für ihn übernahm Danijel Kolombo, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits über ein Jahrzehnt im Trainerstab der Bären befunden und zuletzt unter anderem die Zweitmannschaft und die Nachwuchsteams der Organisation betreut hatte., Bericht von ring-hockey.at vom 11. Dezember 2018

Kurz vor den Playoffs ersetzten mit dem EC Red Bull Salzburg (Andreas Brucker für Greg Poss) und dem HC Bozen (Clayton Beddoes für den Meistertrainer der Vorsaison, Kai Suikkanen) zwei weitere Mannschaften ihre Trainer.

Mannschaft Trainer Dornbirn Bulldogs Dave MacQueen EC Red Bull Salzburg Greg Poss (bis 26. Februar 2019) Andreas BruckerSalzburg trennt sich von Coach Greg Poss, Bericht auf laola1.at vom 26. Februar 2019 EHC Black Wings Linz Troy Ward (bis 7. Jänner 2019), Bericht auf der Homepage des EHC Linz vom 7. Januar 2019 Tom Rowe, Bericht auf der Homepage des EHC Linz vom 17. Januar 2019 Fehérvár AV19 Hannu Järvenpää Graz 99ers Doug Mason HCB Südtirol Kai Suikkanen (bis 11. März 2019) Clayton Beddoes (ab Playoff-Start)Bozen-Meistermacher Kai Suikkanen fliegt, Bericht auf laola1.at vom 11. März 2019 HC Innsbruck Rob Pallin EC KAC Petri MatikainenPetri Matikainen wird Head-Coach, Bericht auf kac.at vom 4. Mai 2018. KHL Medveščak Zagreb Aaron FoxNeues Trainer-Team, Bericht auf medvescak.com vom 30. Juli 2018. (bis 10. Dezember 2018) Danijel Kolombo Orli Znojmo Miroslav Fryčer Vienna Capitals Dave CameronDave Cameron neuer Head-Coach der Capitals, Bericht auf der Homepage des Clubs vom 7. Mai 2018. EC VSV Gerhard UnterluggauerUnterluggauer wird VSV-Cheftrainer, Bericht auf orf.at vom 25. Jänner 2018.

Modus Der Modus blieb wie in den vorangegangenen Spielzeiten unverändert. Es wird ein Hauptrunde mit einer doppelten Hin- und Rückrunde und insgesamt 44 Spielen bestritten. Die sechs bestplatzierten Clubs sind automatisch für die Playoffs qualifiziert und spielen in einer Pick Round in einer einfachen Hin- und Rückrunde um das Wahlrecht ihres Gegners für das Viertelfinale. Die sechs schlechtplatziertesten Teams spielen parallel um die beiden verbleibenden Playoff-Plätze. In beiden Gruppen werden Bonuspunkte gemäß der Platzierung in der Hauptrunde vergeben. Im Anschluss folgen Playoffs mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale.

Saisonvorbereitung Wie in den vorangegangenen Saisonen bildete auch in diesem Jahr die Champions Hockey League das wichtigste Turnier zur Saisonvorbereitung. Hierfür sind der amtierende Meister HCB Südtirol Alperia, Vizemeister EC Red Bull Salzburg, sowie der Sieger der Hauptrunde, die Vienna Capitals qualifiziert.

Anmerkung: EBEL-Mannschaften sind fett dargestellt. + Übersicht über alle Vorbereitungsturniere Turnier Teilnehmer Ergebnisse Memoriál Pavla Zábojníka, Slowakei16. bis 18. August EC KACGraz 99ersGKS Tychy (Ekstraliga, Polen)HC 05 Banská Bystrica (Extraliga, Slowakei)HC Košice (Extraliga, Slowakei)HKm Zvolen (Extraliga, Slowakei) 16.08.2018, Graz 99ers – HC 05 Banská Bystrica: 1:2 n. V.16.08.2018, GKS Tychy – HC Košice: 5:316.08.2018, HKm Zvolen – EC KAC: 4:217.08.2018, Graz 99ers – HC Košice: 4:617.08.2018, EC KAC – HC 05 Banská Bystrica: 2:717.08.2018, HKm Zvolen – GKS Tychy: 2:1 n. P.18.08.2018, EC KAC – HC Košice: 1:418.08.2018, GKS Tychy – HC 05 Banská Bystrica: 2:618.08.2018, HKm Zvolen – Graz 99ers: 4:5 n. V.Turniersieger: HC 05 Banská Bystrica Dolomiten-Cup, Südtirol17. bis 19. AugustHC Bozen als vierter Teilnehmer beim Dolomiten-Cup, Bericht auf eishockey-magazin.de vom 17. Mai 2018. HCB SüdtirolDüsseldorfer EG (DEL)Augsburger Panther (DEL)EV Zug (National League) Augsburger Panther – HCB Südtirol Alperia: 3:0HCB Südtirol Alperia – Düsseldorfer EG: 2:0HCB Südtirol Alperia – Düsseldorfer EG: 2:0 (Spiel um Platz 3)Augsburger Panther – EV Zug: 5:1 (Finale)Turniersieger: Augsburger Panther (offizielle Statistiken: sieheDolomitencup-Statistiken bei Powerhockey.it) Mercedes-Benz Rent Cup, Nürnberg24. August bis 26. AugustMercedes-Benz Rent Cup vom 24.–26. August, Bericht auf der offiziellen Website der Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg. Vienna CapitalsThomas Sabo Ice Tigers (DEL)Straubing Tigers (DEL)BK Mladá Boleslav (Tipsport Extraliga) Thomas Sabo Ice Tigers – spusu Vienna Capitals: 5:0Straubing Tigers – BK Mladá Boleslav: 4:6Straubing Tigers – spusu Vienna Capitals: 5:1Thomas Sabo Ice Tigers – BK Mladá Boleslav: 3:4Turniersieger: BK Mladá Boleslav Rudi-Hiti-Sommercup, Bled25. & 26. August 2018Turnierseite des Rudi-Hiti-Sommercups beim slowenischen Eishockeyverband KHL Medveščak ZagrebHDD Jesenice (Alps Hockey League)HK Olimpija (Alps Hockey League)HC Energie Karlovy Vary (1. Liga, Tschechien) KHL Medveščak Zagreb – HC Energie Karlovy Vary: 1:0HDD Jesenice – HK Olimpija: 0:2HDD Jesenice – HC Energie Karlovy Vary: 1:2 n. V. (Spiel um Platz 3)HK Olimpija – KHL Medveščak Zagreb: 2:6 (Finale)Turniersieger: KHL Medveščak Zagreb Tatra-Pokal, Slowakei30. August bis 2. September 2018 Orli ZnojmoDVTK Jegesmedvék (Extraliga, Slowakei)HC Košice (Extraliga, Slowakei)HC Vítkovice Steel (Extraliga, Tschechien)HK Poprad (Extraliga, Slowakei)Gap Hockey Club (Ligue Magnus) 30.08.2018, HK Poprad – DVTK Jegesmedvék: 3:130.08.2018, HC Orli Znojmo – HC Košice: 4:3 n. V.31.08.2018, Gap Hockey Club – HC Orli Znojmo: 2:431.08.2018, DVTK Jegesmedvék – HC Vítkovice Steel: 3:101.09.2018, HC Košice – Gap Hockey Club: 2:301.09.2018, HK Poprad – HC Vítkovice Steel: 5:6 n. P.02.09.2018, HC Vítkovice Steel – HC Košice: 1:2 n. P. (Spiel um Platz 5)02.09.2018, DVTK Jegesmedvék – Gap Hockey Club: 0:3 (Spiel um Platz 3)02.09.2018, HK Poprad – HC Orli Znojmo: 4:1 (Finale)Turniersieger: HK Poprad Energie Steiermark Trophy, Graz7. bis 8. SeptemberEnergie Steiermark Trophy 2018, Bericht auf der offiziellen Website der Graz 99ers Graz 99ersHK Nitra (Extraliga, Slowakei)SC Rapperswil-Jona Lakers (National League)HC Sparta Prag (Extraliga, Tschechien) HK Nitra – SC Rapperswil-Jona Lakers: 1:2Graz 99ers – HC Sparta Prag: 2:4Graz 99ers – HK Nitra: 5:9 (Spiel um Platz 3)SC Rapperswil-Jona Lakers – HC Sparta Prag: 0:4 (Finale)Turniersieger: HC Sparta Prag

Grunddurchgang Hauptrunde Die Vienna Capitals begannen die neue Saison mit einer zwölf Spiele andauernden Siegesserie und setzten sich zunächst souverän an die Tabellenspitze. Nach der ersten Niederlage, einem 2:7 in Klagenfurt, folgte eine kurze Negativserie, ehe sich die Leistungen des Teams wieder stabilisierten. Im Gegenzug startete mit dem EC Red Bull Salzburg einer der Favoriten unerwartet schwach, konnte sich aber sukzessive verbessern, wobei dem Team parallel dazu auch der Aufstieg ins Halbfinale der Champions Hockey League gelang. Der amtierende Meister aus Bozen behauptete sich in der vorderen Tabellenhälfte und profitierte dabei insbesondere von den starken Leistungen des ersten Torwarts Leland Irving und der ersten Sturmreihe rund um Brett Findlay, Daniel Catenacci und Michael Blunden.

Wesentlich besser als erwartet starteten die Graz 99ers, die zwischenzeitlich den ersten Tabellenrang belegten, obwohl mit Robin Rahm der designierte erste Torhüter aufgrund einer Verletzung erst am 30. Oktober sein erstes Spiel bestritt (er wurde zwischenzeitlich durch Linus Lundin ersetzt). Ebenso etablierte sich der EC KAC unter den Topteams, was die Mannschaft insbesondere einer sicheren Defensive um den norwegischen Nationaltorwart Lars Haugen und dem Stürmerneuzugang Nick Petersen verdankte.

Die über die letzten Spielzeiten konstant erfolgreichen Black Wings aus Linz hatten zu Saisonbeginn große Probleme, wobei auch Trainer Troy Ward in die Kritik geriet, konnten sich aber bis zur Halbzeit des Grunddurchgangs in der Tabelle nach vorne arbeiten.

In der unteren Tabellenhälfte hatten mehrere Mannschaften mit zum Teil schlechten Defensivleistungen zu kämpfen. Insbesondere der HC Innsbruck, der über eine herausragende Offensive verfügte, konnte sich hier kaum verbessern, wobei auch zwei Mal der Torwart neben René Swette gewechselt wurde: Luka Gračnar ersetzte Janne Juvonen, der seinerseits Nachfolger des Kurzzeit-Torhüters Matt Climie gewesen war. Auch Fehérvár AV19 hatte Schwierigkeiten im Torwartbereich, da MacMillan Carruth nach der starken Vorsaison nicht überzeugen konnte und das Team auch über keinen ligatauglichen Backup verfügte.

Bei den Bulldogs aus Dornbirn und dem HC Orli Znojmo wechselten gute und schlechte Spiele einander ab, wobei es den Tschechen dank einer starken Phase Ende November gelang, sich ein wenig von den Verfolgern abzusetzen.

Der EC VSV, wo mit Gerhard Unterluggauer eine Ikone des Clubs das Traineramt übernommen hatte, rutschte nach passablem Saisonstart bis auf den letzten Platz ab und verlor aufgrund lang andauernder Niederlagenserien rasch den Anschluss. Mit Corey Trivino wurde auch einer der designierten Schlüsselspieler entlassen, wenngleich auch das Team als Gesamtes nur selten ein Spiel offenhalten konnte und gleichzeitig das Schlusslicht in der Fairplay-Wertung bildete. Dies resultierte etwa zur Weihnachtszeit in einem größeren Umbau auf der Führungsebene des Clubs. Geschäftsführer Ulf Wallisch und sein Team traten zurück, und ein neuer Vorstand übernahm die Leitung des Vereins.VSV formiert sich neu, Ulf Wallisch zieht sich zurück, Bericht auf www.kleinezeitung.at vom 21. Dezember 2018