Brigid Jepcheschir Kosgei, auch Brigid Jepchirchir Kosgei (* 20. Februar 1994 in Kapsowar) ist eine kenianische Langstreckenläuferin, die sich auf Straßenläufe spezialisiert hat.
Werdegang 2015 gewann sie bei ihrer Premiere über 42,195 km den Porto-Marathon in 2:47:59 h.
Im Jahr darauf siegte sie beim Mailand-Marathon in 2:27:45 h und wurde Zweite beim Lissabon-Marathon in 2:24:45 h. Zum Saisonabschluss gewann sie den Honolulu-Marathon und die San Silvestre Vallecana.IAAF: Amlosom and Kosgei enjoy successful farewell to 2016 in Madrid. 1. Januar 2017
2017 siegte sie beim Halbmarathonbewerb des Lago Maggiore Marathons und wurde Achte beim Boston-Marathon. Nach einem Sieg beim Bogotá-Halbmarathon und einem dritten Platz beim Kopenhagen-Halbmarathon steigerte sie sich beim Chicago-Marathon auf 2:20:22 h und musste sich nur Tirunesh Dibaba geschlagen geben. In Honolulu verbesserte sie den elf Jahre alten Streckenrekord von Ljubow Denissowa um mehr als fünf Minuten auf 2:22:15 h.
In die Saison 2018 startete sie mit einem siebten Platz beim RAK-Halbmarathon. Beim London-Marathon wurde sie in 2:20:13 h Zweite hinter Vivian Cheruiyot. Auch beim Bogotá-Halbmarathon und beim Great North Run belegte sie jeweils den zweiten Platz. Im Oktober gewann sie den Chicago-Marathon in neuer persönlicher Bestleistung von 2:18:35 h. Zum Abschluss der Saison siegte sie zum zweiten Mal nach 2016 bei der San Silvestre Vallecana in Madrid und erzielte dabei mit 29:54 min einen neuen Streckenrekord.
Die Saison 2019 eröffnete Kosgei im Januar mit einem Sieg beim Halbmarathonrennen im Rahmen des Houston-Marathons. Ihre Siegerzeit von 1:05:50 h war die bis dahin schnellste jemals auf US-amerikanischem Boden gelaufene Halbmarathonzeit einer Frau. Knapp zwei Monate später konnte sie den erstmals ausgetragenen Bahrain-Halbmarathon in Manama in 1:05:28 h für sich entscheiden. Ende April gewann sie den London-Marathon in Bestzeit von 2:18:20 h mit fast zwei Minuten Vorsprung vor ihrer Landsfrau Vivian Cheruiyot, dabei lief sie nach taktischem Beginn in 1:06:42 h die zweite Hälfte schneller als je eine Marathonläuferin zuvor. Im weiteren Jahresverlauf siegte Kosgei beim Great North Run in 1:04:28 h, auf der nicht rekordtauglichen Strecke lief sie damit 23 Sekunden schneller als Weltrekordhalterin Joyciline Jepkosgei. Am 13. Oktober gewann sie in 2:14:04 h den Chicago-Marathon und brach den über 16 Jahre alten Weltrekord des schnellsten Marathons einer Frau von Paula Radcliffe (2:15:25 h). Tigist Assefa unterbot ihre Marke beim Berlin-Marathon 2023 um gut zwei Minuten (2:11:52 h).
Im Februar 2020 blieb Kosgei beim Halbmarathon in Ra’s al-Chaima mit 1:04:49 h auch über diese Distanz knapp unter der bisherigen Weltrekordzeit (1:04:51 h), unterlag aber nach zuvor elf Siegen in Serie als Zweitplatzierte der Äthiopierin Ababel Yeshaneh, die den Weltrekord auf 1:04:31 h verbesserte. Beim London-Marathon im Oktober verteidigte sie ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich in 2:18:58 h.
2021 trat Kosgei bei den Olympischen Sommerspielen in Sapporo im Marathonlauf an, wo sie in Sapporo nach 2:27:36 h hinter ihrer Landsfrau Peres Jepchirchir zu Silber lief.
Im März 2022 gewann die 28-Jährige den Tokio-Marathon in 2:16:02 h und stellte mit der drittschnellsten je von einer Frau gelaufenen Zeit einen neuen Streckenrekord auf.Eliud Kipchoge and Brigid Kosgei Win Tokyo Marathon (6. März 2022) 2026 war sie erneut beim Tokio-Marathon erfolgreich und konnte den zwischenzeitlich an Sutume Asefa Kebede verlorenen Streckenrekord mit einer Zeit von 2:14:29 h zurückholen.
2026 wollte der türkische Verband Brigid Kosgei einbürgern. World Athletics untersagte der Türkei aber diesen Nationaltransfer.
Persönliche Bestzeiten Halbmarathon: 1:04:49 h, 21. Februar 2020, Ra’s al-Chaima Marathon: 2:14:04 h, ehemaliger WR, 13. Oktober 2019, Chicago
Weblinks
Eintrag bei olympics.com (englisch)
Einzelnachweise
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