Die Average White Band, auch kurz AWB, stammt aus Schottland, und ist eine der wenigen europäischen Soulbands, die mit schwarzer Musik populär wurden. Sie wurde 1972 von Alan Gorrie, Roger Ball, Malcolm „Molly“ Duncan († 2019), Robbie McIntosh († 1974), Hamish Stuart und Onnie McIntyre gegründet. Ihr Name („Durchschnittlich(e) weiße Band“) bezieht sich sowohl darauf, dass alle Gründungsmitglieder Weiße waren, als auch auf die Bemerkung eines Freundes, die Musik sei „zuviel für den durchschnittlichen Weißen“.

Geschichte Im Januar 1973 trat die Average White Band bei Eric Clapton’s Rainbow Concert in London auf. Bonnie Bramlett setzte bald danach auf die musikalische Unterstützung der AWB, um ihre Platte Sweet Bonnie Bramlett in Los Angeles aufzunehmen. Das 1973 erschienene Debüt Show Your Hand, herausgebracht von dem soul-unerfahrenen Label Music Corporation of America (MCA), erhielt nur wenig Aufmerksamkeit. In Atlantic Records sah das Sextett schließlich eine für seine Musik adäquate Firma, fortan stand zudem Produzent Arif Mardin der Band zur Seite. Mit Erfolg: Das 1974 erschienene Nachfolgealbum Average White Band erlangte deutlich mehr Abnehmer. Die ausgekoppelte Single Pick Up the Pieces gilt als Klassiker der Funkmusik. Das Instrumental erreichte in den USA Platz 1 der Popcharts.

Am 23. September 1974 starb McIntosh auf einer Party nach einem Konzert im Club „Troubadour“ in Los Angeles an einer Überdosis Heroin und musste durch Steve Ferrone ersetzt werden.

Rhythmischer Soul-Funk war 1975 auf dem Album Cut the Cake zu hören, das sich sehr gut verkaufte. Es wurde dem verstorbenen Freund und Bruder Robbie McIntosh gewidmet. Die 1976er Alben Soul Searchin’ und Person to Person verkauften sich ebenfalls gut. Mit dem Album Benny and Us (mit Ben E. King) erreichte die Band im Sommer 1977 ihren letzten Höhepunkt. Ende 1982 löste sich die Band auf.

1989 kam es zu einer Wiedervereinigung der AWB durch Gorrie, McIntyre, Ball und Ferrone mit dem neuen, zweiten Sänger neben Gorrie, Eliot Lewis, der auch als Gitarrist, Keyboarder und Bassist agierte. Chaka Khan, Ronnie Laws und die Ohio Players halfen bei der LP Aftershock. Im März 1994 erschien ein Remix von Let’s Go Round Again in der unteren Hälfte der britischen Single-Charts.

Im Juli 2015 gründeten die ehemaligen Bandmitglieder Malcolm Duncan, Hamish Stuart und Steve Ferrone The 360 Band. „Molly“ Duncan erlag am 8. Oktober 2019 in seinem Haus in Bocholt einem Krebsleiden.

Diskografie

Studioalben

Weitere Studioalben 1982: Cupid’s in Fashion 1989: Aftershock 1997: Soul Tattoo 2003: Living in Colour 2018: Inside Out

Livealben

Weitere Livealben 1999: Face to Face 2006: Soul and the City 2011: Live at Montreux 1977 2013: Times Squared 2015: Access All Areas 2016: AWB R&B 2024: Live at the Rainbow Theatre, 1974

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1992: Pickin’ Up the Pieces: The Best of Average White Band 1997: Pick Up the Pieces and Other Hits 2005: Greatest & Latest 2006: The Very Best Of 2009: Pick Up the Pieces (The Very Best Of) 2025: The Essential Selection

Singles

Weitere Singles 1973: Put It Where You Want It 1973: Show Your Hand 1973: This World Has Music 1974: How Can You Go Home 1974: Nothing You Can Do 1975: How Can You Go Home 1975: Twilight Zone 1976: Everybody’s Darling 1977: Goin’ Home 1977: The Message 1977: Imagine 1977: A Star In the Ghetto 1978: One Look Over My Shoulder (Is This Really Goodbye?) 1978: Big City Lights 1979: Atlantic Avenue 1979: Feel No Fret 1980: Into the Night 1982: Easier Said Than Done 1982: Cupid’s in Fashion 1988: The Spirit of Love

Videoalben 2002: Tonight 2011: Live at Montreux 1977

Boxsets 2014: All the Pieces – The Complete Studio Recordings 1971-2003 2024: 50 – A 50th Anniversary Celebration

Quellen

Weblinks

Website der Average White Band Review von Live at Montreux77 von Average White Band

Kategorie:Soulband Kategorie:Britische Band Kategorie:Funkband