Forsthof (fränkisch: FoaschdhufE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 69. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „fǫɘšdhùf“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Schwabach (Mittelfranken, Bayern). Forsthof liegt in der Gemarkung Schwabach.
Geographische Lage Forsthof bildet mit Uigenau im Westen und mit Schwabach im Norden eine geschlossene Siedlung. Unmittelbar südöstlich verläuft die Bundesautobahn 6, dahinter liegt das Waldgebiet „Maisenlach“.
Geschichte Im 13. Jahrhundert bestand der Ort wahrscheinlich aus einem Ganzhof.F. Eigler: Schwabach, S. 246. 1410 wurde er als „Forsthoff“ im Urbar der Burggrafschaft Nürnberg erstmals urkundlich erwähnt.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 69 = F. Eigler: Schwabach, S. 232. Zu dieser Zeit gab es dort nur ein Gut. In der Nachfolge der Burggrafen kam der Ort an das Fürstentum Ansbach. In den Salbüchern von 1434, 1530 und 1623 wurde jeweils nur ein Hof verzeichnet. 1732 gehörte laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter der Ort zur Realgemeinde Uigenau. In Forsthof gab es drei Anwesen (ein Halbhof, zwei Gütlein), die alle dem Kastenamt Schwabach unterstanden.F. Eigler: Schwabach, S. 232 f.
Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Forsthof drei Anwesen (1 Viertelhof mit Zapfenwirtschaft, 1 Gütlein, 1 Leerhaus). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Alle Anwesen hatten das Kastenamt Schwabach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Forsthof die Hausnummern 11 bis 13 des Ortes Uigenau.F. Eigler: Schwabach, S. 389. 1800 gab es im Ort weiterhin 3 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 161.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Forsthof dem Steuerdistrikt Kammerstein und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Kammerstein zugeordnet.F. Eigler: Schwabach, S. 475. Am 15. November 1924 wurde Forsthof nach Schwabach umgegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2019 2020Einwohner 29 33 50 33 63 58 729 619 4800 4794HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 5 8 15 9 170 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Stadtkirche St. Johannes und St. Martin (Schwabach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Schwabach Kategorie:Ersterwähnung 1410