Die Abschiebungshafteinrichtung Eichstätt (offiziell: Justizvollzugsanstalt Eichstätt – Einrichtung für Abschiebungshaft) ist eine Abschiebungshafteinrichtung in Eichstätt in Oberbayern. Bis 2017 war sie eine Justizvollzugsanstalt.

Geschichte

1810 gab es in Eichstätt ein als Amtshaus und Hauptfronfeste bezeichnetes Gebäude. Es hatte 31 Arrestzellen und drei Verhörzimmer. 1891 wurde daraus ein königliches Gefängnis. 1900 wurde die Anstalt geschlossen. Das Gebäude wurde 1970 für ein Fernmeldeamt abgerissen. Der heutige Standort, zuvor eine Kaserne, ist das 1900 eröffnete ehemalige Landgerichtsgefängnis an der damaligen Freiwasserstraße, heute Weißenburger Straße.Umstrittene Abschiebehaftanstalt in Eichstätt eröffnet +++ Fotos, Passauer Neue Presse vom 12. Juni 2017; Zugriff am 14. August 2023Kurzinformation über die Anstalt, Bayerischer Verfassungsgerichtshof vom 31. Dezember 2015; Zugriff am 14. August 2023 Am 29. Februar 2016 wurde die Justizvollzugsanstalt geschlossen.

Im Anschluss daran fand ein Umbau statt, um das Gebäude zukünftig als Abschiebungshafteinrichtung zu nutzen. Diese wurde am 12. Juni 2017 eröffnet. In ihr können 86 Männer und zehn Frauen untergebracht werden. Ein überparteiliches Aktionsbündnis gegen Abschiebehaft Eichstätt organisiert seit dem 14. Mai 2017"Flucht ist kein Verbrechen", Donaukurier vom 14. Mai 2017 Demonstrationen gegen Abschiebungshaft.Fünf Jahre nach der Einrichtung: Demonstrationszug gegen Abschiebehaft in Eichstätt, Donaukurier vom 14. Mai 2023; Zugriff am 30. Juli 2024Eichstätter Abschiebehaftanstalt in Kritik: Demonstrationszug und Redner, Donaukurier vom 13. Mai 2024; Zugriff am 30. Juli 2024

Einzelnachweise

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