Haselnussöl ist ein aus Kernen (Nüssen) bzw. Samen des Haselnussstrauches (Corylus avellana) durch Pressung gewonnenes Pflanzenöl. Dieses ist klar, hellgelb bis gelbbraun und hat einen nussartigen Geruch und Geschmack. Es wird an der Luft etwas konsistenter, ohne auszutrocknen und löst sich in 350 Teilen kaltem Alkohol.

Haselnussöl ist chemisch ein Triglycerid, also ein Triester, der sich von Glycerin ableitet. Haselnussöl besitzt eine Peroxidzahl von max. 10,0 mEq/kg und enthält zusätzlich Vitamin E.

Abzugrenzen ist es von dem Avellanaöl von der Chilenischen Haselnuss (Gevuina avellana), welches eine andere Zusammensetzung aufweist.

Verwendung Es wird als Speiseöl, in der Lebensmittelindustrie als geschmacktragendes Backöl, als Haut- oder Massageöl und Zusatz in vielen Nahrungsmitteln und als Inhaltsstoff diverser Kosmetika verwendet. Früher fand Haselnussöl auch als ArzneimittelVgl. etwa Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 399 (hasselnuszöl: Öl aus den Samen von Corylus avellana L.). Verwendung.

Haselnussöl ist nicht lange haltbar.

Literatur Sabine Krist: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. 2. Auflage, Springer, 2013, ISBN 978-3-7091-1004-1, S. 259–268.

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