Friedrich Honna (* 9. November 1885 als Friedrich Heuer in Deutschland; † 1. Januar 1964 in Wolfsburg) war ein deutscher Sänger, Theaterregisseur und Schauspieler bei Bühne und Film.
Leben Am Theater Über Honnas Herkunft und frühen Jahre ist derzeit nichts bekannt. Nach dem Ersten Weltkrieg ist er an Bühnen in der deutschen Provinz nachzuweisen, so zu Beginn der 1920er Jahre als Schauspieler und Sänger in Kattowitz und gegen Ende desselben Jahrzehnts als Schauspieler und Regisseur in Halberstadt. 1932 folgte Honna einem Ruf von Heinz Hilpert in die Hauptstadt und wurde Ensemblemitglied der Volksbühne Berlin. Bereits in der ersten Spielzeit unmittelbar vor Adolf Hitlers Machtantritt waren renommierte Kollegen wie Käthe Dorsch, Paul Dahlke, Paul Verhoeven und die junge Brigitte Horney seine Spielpartner. Honna blieb bis zur Schließung aller deutschen Bühnen im Sommer 1944 der Volksbühne verbunden und trat dort in so verschiedenartigen Stücken wie Die Kreuzelschreiber, Die Pfingstorgel, Datterich und Die versunkene Glocke auf. Gleich nach Kriegsende verpflichtete Karl Heinz Martin Honna an das von ihm bis zu seinem Tod geleitete Hebbel-Theater. Honna blieb an dieser Berliner Bühne bis 1951. Seitdem band er sich nicht mehr fest an ein Theater, sondern ging stattdessen auf deutschlandweite Tourneen. Das Gros der Nachkriegsjahre residierte Friedrich Honna an Berlins Kottbuser Damm; er starb am Neujahrstag 1964 in der Autostadt Wolfsburg.
Beim Film Seit seiner Ankunft in Berlin 1932 bis zum Jahr 1951 war Friedrich Honna eine häufig besetzte Charge im reichs- wie ostdeutschen Film. Stets spielte er einfache Männer aus dem Volke wie den Elefantenwirt in seinem von Gustaf Gründgens inszenierten Leinwanddebüt Eine Stadt steht kopf. So war Honna in den folgenden zwei Jahrzehnten ein Hausmeister in Liebelei, ein Taxichauffeur in Der Polizeibericht meldet…, an der Seite von Heinz Rühmann ein Koch in Die Finanzen des Großherzogs und ein Bäckermeister in Die Umwege des schönen Karl, ein Sattlermeister in Der Kleinstadtpoet, zwei Chargen in Zarah Leanders Der Weg ins Freie und Damals, ein Lakai in Karneval der Liebe, ein Dienstmann in Rühmanns Inszenierung Der Engel mit dem Saitenspiel sowie bei der DEFA ein Budenbesitzer in Unser täglich Brot und der Otto Lehmke in Falk Harnacks Das Beil von Wandsbek, Honnas letzter Film.
Filmografie 1932: Eine Stadt steht kopf 1933: Liebelei 1933: Die Finanzen des Großherzogs 1934: Der Polizeibericht meldet … 1937: Die Umwege des schönen Karl 1939: Die Hochzeitsreise 1939: Die gute Sieben 1940: Bal paré 1940: Für die Katz 1940: Das leichte Mädchen 1940: Der Kleinstadtpoet 1941: Der Weg ins Freie 1942: Damals 1942: Karneval der Liebe 1944: Seinerzeit zu meiner Zeit 1944: Der Engel mit dem Saitenspiel 1949: Man spielt nicht mit der Liebe 1949: Unser täglich Brot 1949: Der Biberpelz 1950: Das kalte Herz 1951: Das Beil von Wandsbek
Weblinks
Friedrich Honna auf filmportal.de Volksbühne Berlin Spielzeiten 1930–1940
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 710 f.
Kategorie:Sänger Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1885 Kategorie:Gestorben 1964 Kategorie:Mann