Die Gmina Cedry Wielkie ist eine Landgemeinde im Powiat Gdański in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Sie hat eine Fläche von 124,3 km², auf der Menschen leben (). Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf ( Groß Zünder, kaschubisch Wiôldżé Cedrë).
Geographie mini|links|Karte der Landgemeinde Cedry Wielkie liegt in Pommerellen, etwa 15 Kilometer östlich von Pruszcz Gdański (Praust) und 20 Kilometer südöstlich von Danzig. Die Gemeinde grenzt an die Stadt Danzig und die Landgemeinden Ostaszewo (Schöneberg), Pruszcz Gdański (Praust), Stegna (Steegen) und Suchy Dąb (Zugdam).
Die Landgemeinde liegt im Gebiet des Żuławy Wiślane (Weichsel-Nogat-Delta), ihr Gebiet ist von Landgewinnungs- und Trockenlegungsmaßnahmen geprägt. Zum Landschaftsbild gehören Kanäle und Entwässerungsgräben. Die Weichsel bildet die Ostgrenze der Gemeinde, die Tote Weichsel einen Teil der Nordgrenze zur Wyspa Sobieszewska, die zur Stadt Danzig gehört. Ein Teil der Westgrenze wird vom Fluss Motława (Mottlau) gebildet. 82 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, Wald ist nicht vorhanden.
Geschichte Mit der Ersten Polnischen Teilung kam das Gemeindegebiet 1772 zum Königreich Preußen und zur Provinz Westpreußen. Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags fiel das Gebiet nach dem Ersten Weltkrieg 1920 an die Freie Stadt Danzig.
In der Folge des Zweiten Weltkriegs gelangte Westpreußen an Polen. Die ortsansässige Bevölkerung wurde vertrieben.
Von 1975 bis 1998 gehörte die Landgemeinde zur Woiwodschaft Danzig.
Gemeindegliederung Schulzenämter Zur Landgemeinde Cedry Wielkie gehören dreizehn Ortsteile mit jeweils einem Schulzenamt.
polnischer Name deutscher Name (bis 1945) Einw.(2006) Lage BildBłotnik Schmerblock 344 100px|Marina in BłotnikCedry Małe Klein Zünder 927 100px|Entwässerungskanal bei Cedry MałeCedry Wielkie Groß Zünder 1007 100px|Altes Haus in Cedry WielkieDługie Pole Langfelde 584 50px|Heiligenhäuschen in Długie PoleGiemlice Gemlitz 253 100px|Straßenansicht in Cedry WielkieKiezmark Käsemark 370 100px|Weichsel bei KiezmarkKoszwały Gottswalde 828 100px|Holzhaus in KoszwałyLeszkowy Letzkau 273 100px|Altes Haus in LeszkowyMiłocin Herzberg 253 100px|Kulturhaus in MiłocinStanisławowo Schönau 182 100px|Werderlandschaft bei StanisławowoTrutnowy Trutenau 1100 100px|Schule in TrutnowyTrzcinisko Schönrohr 223 100px|Kanal bei TrzciniskoWocławy Wotzlaff 305 100px|Alte Gräber in Wocławy
Weitere Ortschaften mini|Motława Die Landgemeinde umfasst vier weitere Ortschaften ohne Schulzenamt.
polnischer Name deutscher Name (bis 1945)Groß Zünder. In: westpreussen.de, abgerufen am 17. April 2018. Einw.(2006) Lage SchulzenamtMiłocin Drugi Miłocin Zwei 230 KoszwałyOstatni Grosz Neuepfund ? KoszwałySerowo – 370 KiezmarkSzerzawa Breitfelde ? Trzcinisko
Denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten Drei besondere Vorlaubenhäuser in Koszwały (1792), Miłocin (1730) und Trutnowy (1720) stehen unter Denkmalschutz. Pfarrkirche in Cedry Wielkie, 14. Jahrhundert Pfarrkirche in Giemlice, 1840/41 Pfarrkirche in Kiezmark, 1727, Friedhof Kirche (14.–16., 19. Jahrhundert), Kirchhof mit altem Baumbestand in Leszkowy Pfarrkirche in Trutnowy, 14. und 17. Jahrhundert; alte Gräber Pfarrhaus in Trutnowy, 1728 Kirchenruine in Wocławy, 14. Jahrhundert und 1730 Deichmeisterei bei Kiezmark, Holzhaus.Katalog zabytków sztuki. Tom V, Zeszyt 1, Pruszcz Gdański i okolice. Wydawnictwa Artystyczne i Filmowe, Warszawa 1986.
Verkehr Die Schnellstraße S7 führt von Danzig nach Koszwały. Błotnik hat 2012 eine moderne Marina für 120 Boote erhalten.
Persönlichkeiten Amandus Mey (* 1837 in Gemlitz; † nach 1893), Landwirt und Mitglied des Reichstags des Deutschen Kaiserreichs Franz Doerksen (* 1860 in Groß Zünder; † 1930), Mitglied des Deutschen Reichstags Bernhard von Wiecki (* 1884; † 1940 im KZ Stutthof), Priester in Wotzlaff und Gewaltopfer der katholischen Kirche.
Weblinks
Website der Gemeinde
Fußnoten