Bienrode ist ein Ortsteil der Stadt Braunschweig, er liegt im nördlichen Teil der Stadt und gehört zum Stadtbezirk Wabe-Schunter-Beberbach.

Geographie Bienrode liegt am östlichen Ufer der Schunter auf erdneuzeitlichen Sedimenten und war ein historischer Wassermühlenstandort. Nördlich des Ortes fließt der Beberbach von Ost nach West und mündet bei Wenden in die Schunter. Südlich verläuft seit 1934 die Autobahn A2 in Ost-West-Richtung, westlich die Stadtautobahn Braunschweig in Nord-Süd-Richtung. Beide treffen sich am Autobahnkreuz Braunschweig-Nord und bilden einen Zwickel, in dem sich die Schunter in einen alten und neuen Arm sowie den Mühlengraben verzweigt und eine Auenlandschaft gestaltet. Östlich von Bienrode befindet sich in Waggum der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Die Bahnstrecke nach Uelzen durchquert den Ort östlich des historischen Kerns parallel zur Landesstraße L625, die Querum mit dem Papenteich verbindet. Am Nordostrand des Orts liegt das Naherholungsgebiet Bienroder See.

Geschichte Die Ersterwähnung des Ortsteils mit dem Namen Ibanroth fand in der Weiheurkunde der Magnikirche von 1031 des Bischofs Branthag von Halberstadt statt, eine weitere Nennung erfolgt 1232 als Bigenrode. Die Endung -rode deutet darauf hin, dass der Ortsteil durch eine Rodung entstanden ist, wobei das Bedeutungswort in der Regel einen Personennamen repräsentiert. Nach Blume, Casimir, Ohainski wird nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass der Wortstamm Iban aus Eibe oder Fluss abgeleitet wurde, wahrscheinlicher sei jedoch ein Personenname wie Ibo oder Ivo. Der 1232 verwendete Name Bigen kann den Autoren zufolge nicht aus dem Vorgängernamen abgeleitet werden, sondern deutet auf einen weiblichen Vornamen wie Bia hin. Somit hat Bienrode in der Geschichte zwei Namen geführt.

Nach Bornstedt ist der Ort nach 800 entstanden.

In Bienrode steht die evangelische Kirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Die Pfarre des entfernten Nachbarorts Bevenrode, der zur Propstei Königslutter gehört, betreute von 1642 bis 1965 auch die Gemeinde Bienrode. Politisch gehörte Bienrode früher zum Papenteich, das 1708 an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel fiel.

Die Wassermühle wird 1311 im Rahmen einer Schenkung des gesamten Orts seitens der Brüder von Wenden an das Kloster Riddagshausen erwähnt. Sie wurde bis 1960 betrieben.

Seit der Eingemeindung 1974 gehört der Ortsteil zur kreisfreien Stadt Braunschweig. In Bienrode leben etwa 1700 Bürger in rund 900 Haushalten.

Wappen

Infrastruktur In Bienrode gibt es einen Sportverein, die Freiwillige Feuerwehr Bienrode und einen Kindergarten. Die Grundschule liegt am östlichen Ortsrand, sie gehört jedoch bereits zur Nachbargemarkung Waggum.

2027 soll ein Bahnhaltepunkt in Bienrode an der Bahnstrecke Braunschweig-Wieren eingerichtet werden.

Persönlichkeiten Dieter Schidor (1948–1987), Schauspieler

Weblinks

Einzelnachweise Einwohnerstatistik auf braunschweig.de, abgerufen am 29. Juli 2018

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