Der Maimont ist ein aus Buntsandstein aufgebauter Berg im Wasgau (), ein Gebiet dessen französischer Teil dort auch als Nordvogesen bezeichnet wird, der auf der Grenze des Départements Bas-Rhin (deutsch Unterelsass) zum Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz liegt. Der Maimont ist ein Doppelberg; er erreicht mit seinem nur wenige Meter auf französischer Seite gelegenen Hauptgipfel eine Höhe von 515 MeternLandesvermessungsamt Rheinland-Pfalz: Topographische Karte 1:50 000, Ausgabe 1983; Blatt L 6912 Bad Bergzabern (nach IGN-Karte 513 m)https://www.geoportail.gouv.fr/donnees/carte-ign. Der zweite Gipfel auf Pfälzer Seite trägt den Namen Herberg und erreicht eine Höhe von 491 m. Auf ihm steht das „Friedenskreuz“. Beide Gipfel sind durch einen Sattel getrennt.

Lage mini|links|alternativtext=Blick von der Hohen List zum Maimont.JPG|Blick von der Hohen List zum Maimont mini|links|Opferschale im Ringwall Der Maimont liegt auf dem Gebiet der elsässischen Gemeinde Niedersteinbach in der Nähe der Burg Wasigenstein westlich von Wengelsbach und südlich des pfälzischen Gebüg (Ortsteil von Schönau (Pfalz)).

Namensherkunft mini|links|Grenzverlauf im Bereich des Maimont (hier als „Maymond“ bezeichnet) 1463 wurde der Berg als Meygelmont bezeichnet. Dies wurde vom Lateinischen Magnus oder vom Keltischen Mogalos (für: groß) abgeleitet, die Bezeichnung soll demnach „Großer Berg“ bedeuten. Eine weitere Erklärung führt den Namen auf das keltische Mailos mit der Bedeutung „abgeflacht“ zurück, die auf die Form des Bergs Bezug nähmeBernard Robin, Manteau de grès, Dentelles de sapin. Promenades au Pays de Bitche Niederbronn au cœur des Vosges du Nord, Seite 81, 1971 (Editions Serpenoise); Auflage 1992: ISBN 978-2-87692-111-5.

Historische Anmerkungen Auf dem Berg ist ein ca. vier Hektar großer doppelter keltischer Ringwall (Innenareal ca. 350 m West-Ost-Ausdehnung, 120 m Nord-Süd-Ausdehnung) um eine nachgewiesene Höhensiedlung gelegen, zu dem eine Opferschale (möglicherweise aber nur eine geologische Besonderheit) gehört. Der Wall ist im Norden der Anlage noch bis in etwa 2 bis 3 m Höhe verfolgbar. Besiedlungsspuren reichen von der Bronzezeit, der Hallstatt- und Latènezeit, der Spätantike und dem Mittelalter.Rémy Wassong, Clémentine Barbau, Florent Jodry, Muriel Roth-Zehner, Anthony Denaire, Arnaud Fontanille: Der Maimont – alte und neue Forschungen auf einer grenzübergreifenden befestigten Höhensiedlung der Eisen- und Römerzeit, in: Michael Koch (Hrsg.) - Archäologie in der Großregion - Beiträge des internationalen Symposiums zur Archäologie in der Großregion in der Europäischen Akademie Otzenhausen vom 23. - 26. März 2017 für Archäologentage Otzenhausen, Band IV, 2017, Nonnweiler 2028, ISBN 978-3-941509-15-3. S. 65–78

Der Bergrücken und das Felsmassiv am Wasigenstein gelten als Schauplatz des Waltharilieds.

Durch den Zweiten Pariser Frieden war der Maimont im Jahr 1815 an Bayern gekommen; die 1825 durchgeführte Grenzkorrektur gab ihn aber (mit Obersteinbach, Niedersteinbach und Wengelsbach) wieder an Frankreich.

Im Zweiten Weltkrieg fand im Mai 1940 zu Beginn des Westfeldzugs die Schlacht um den Maimont statt.Die Geschichte von Petersbächel Zum Gedenken hieran wurde 1950 das inzwischen mehrmals erneuerte Friedenskreuz errichtet.

Tourismus Über den Maimont verläuft der Fernwanderweg Donnersberg–Donon. Von Obersteinbach führt ein markierter Weg des Vogesenclubs auf den Berg, von Petersbächel ein markierter Weg über den „Zollstock“; außerdem führt der Wasgau-Wanderweg am Maimont vorbei. Nordöstlich des Maimont, auf der Gemarkung der Gemeinde Schönau, liegt zudem die Burg Blumenstein.

Literatur private Website über den Maimont

Einzelnachweise

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