Kostrzyca [] (deutsch: QuirlRozporządzenie Ministrów: Administracji Publicznej i Ziem Odzyskanych z dnia 12 listopada 1946 r. o przywróceniu i ustaleniu urzędowych nazw miejscowości (M.P. z 1946 r. Nr 142, poz. 262)) ist ein Ortsteil der Landgemeinde Mysłakowice in Powiat Jeleniogórski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
Geographie Kostrzyca liegt am Fuße des Riesengebirges im Hirschberger Tal, etwa drei Kilometer südöstlich von Mysłakowice (Zillerthal-Erdmannsdorf), zwölf Kilometer südöstlich von Jelenia Góra (Hirschberg) und 115 Kilometer südwestlich von Breslau.
Nachbarorte sind im Osten Bukowiec (Buchwald), im Südosten Kowary (Schmiedeberg im Riesengebirge) und im Nordwesten Mysłakowice (Zillerthal-Erdmannsdorf).
Geschichte mini|Blick auf den Ort mini|Dorfpartie Einer Legende nach wurde das Dorf 1241 während der Schlacht bei Walstatt gegründet, da es wegen seiner versteckten Lage den fliehenden Menschen Zuflucht bot. Bereits im 14. Jahrhundert existierte hier eine Glashütte, deren Ruinen noch zu finden sind. Zudem gab es eine bekannte Schänke, deren verlassene Gewölbe bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts sichtbar waren. Noch vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges ist das Dorf von seinen Einwohnern verlassen worden, nicht zuletzt wegen der Hochwassergefahr. Der Überlieferung nach gründeten einige von ihnen anschließend (um. 1600) das naheliegende Städtchen Petersdorf. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Ortschaft bereits von Bauern, Gärtnern und Handwerkern wiederbesiedelt.Curt Liebich: Werden und Wachsen von Petersdorf im Riesengebirge, Würzburg 1961
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Quirl mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1818 wurde es dem Landkreis Hirschberg im Riesengebirge eingegliedert. 1830 wurde aus der Landgemeinde Quirl der Amtsbezirk Quirl gebildet.Amtsbezirk 1845 bestand das Dorf aus einer evangelischen Schule und weiteren 127 Häusern. Im gleichen Jahr zählte das Dorf 673 Einwohner, davon 39 katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 522.
1933 lebten in Quirl 1019 Einwohner, 1939 waren es 1044.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Quirl 1945 unter polnische Verwaltung. Es wurde zunächst in Gniewków umbenannt und nachfolgend der Woiwodschaft Schlesien zugeordnet. Im Dezember 1946 erfolgte die Umbenennung in Kostrzyca, auf odyssei.com (poln.) Bis 1946 wurden die Einwohner vertrieben und das Dorf mit Polen neubesiedelt. 1950 kam Kostrzyca zur Woiwodschaft Breslau. Zwischen 1975 und 1998 gehörte das Dorf zur Woiwodschaft Jelenia Góra. Seit 1999 gehört es zum Powiat Jeleniogórski in der Woiwodschaft Niederschlesien.
Historische Namen 1403 Twirl 1491 Quirl 1677 Qirdel 1687 Quierl 1786 Quirl 1945 Gniewków 1946 Kostrzyca
Einwohnerentwicklung
Bauwerke In Kostrzyca befindet sich ein 100 Meter hoher Kamin () eines ehemaligen Heizkraftwerks, der heute als Fernmeldeturm und als Anlage für Bungeespringen genutzt wird.Giant tower, auf dreamjump.pl
In Ort geborene Persönlichkeiten
Karl-Heinz Drescher (1936–2011), deutscher Gebrauchsgrafiker
Blalla W. Hallmann (1941–1997), deutscher Maler und Grafiker
Literatur Joh. Friedr. Wilhelm Haupt: Nachrichten für und über die evangelische Gemeinde Buchwald und Quirl. C.W.I. Kahn, Hirschberg 1842.
Weblinks
Historische und aktuelle Aufnahmen sowie geographische Lage
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Riesengebirge Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien Kategorie:Gmina Mysłakowice Kategorie:Ort in Schlesien