Güsseldorf (fränkisch: GissldoafE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 24. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gísldǫɘf“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Spalt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Güsseldorf liegt in der Gemarkung Mosbach.

Geografische Lage Das Dorf befindet sich am Fuß des Hagenbergs (), der sich südwestlich des Ortes erhebt. Im Nordwesten liegt das Waldgebiet Winkel, im Nordosten Am Bergel und im Südosten Bei den Sieben Brunnen. Die Kreisstraße RH 6 führt nach Spalt zur Staatsstraße 2223 (2,3 km südwestlich) bzw. nach Mosbach (2 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Massendorf zur Kreisstraße RH 39 (1,2 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort wurde 1294 als „Tvostingsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt,F. Eigler: Schwabach, S. 96.E. Wagner: Land- und Landkreis Schwabach, S. 24. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar. als der Eichstätter Bischof Reinboto von Meilenhart vom Regensburger Bischof Heinrich II. von Rotteneck u. a. die Vogtei über dieses Dorf eintauschte. Zuvor hatte die Burggrafschaft Nürnberg diese Orte vom Regensburger Bischof zu Lehen bekommen.F. Eigler: Schwabach, S. 89 f. 1384 wurde der Ort als „Gussingsdorf“ erwähnt, 1669 als „Gißeldorf“.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 392.

Im Salbuch für das Hochstift Eichstätt, das 1407 aufgestellt wurde, gab es in Güsseldorf 9 Anwesen, die eichstättisch waren. Im Jahre 1671 gab es im Ort 7 Anwesen, von denen 4 dem Kastenamt Spalt, 2 dem Spitalamt Heilig Geist der Reichsstadt Nürnberg und 1 Anwesen dem Vogtamt Absberg des Deutschen Ordens unterstanden.F. Eigler: Schwabach, S. 101.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Güsseldorf 7 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das eichstättische Pflegamt Wernfels-Spalt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Spalt. Grundherren waren das Kastenamt Spalt (2 Ganzhöfe, 2 Halbhöfe), das Spitalamt Heilig Geist der Reichsstadt Nürnberg (1 Köblergut) und das Vogtamt Absberg des Deutschen Ordens (1 Gütlein).F. Eigler: Schwabach, S. 393.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Güsseldorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mosbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Mosbach zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Spalt eingemeindet.F. Eigler: Schwabach, S. 477 f.

Baudenkmäler In Güsseldorf gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 1: Wegkreuz Haus Nr. 12: Hopfenbauernhaus mit Scheune Wegkapelle

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015 2023Einwohner 55 68 62 64 89 59 69 82 63 63 63 66 63HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 10 15 15 13 14 13 13 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Emmeram (Spalt) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Christophorus (Spalt) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Spalt Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1294