Benzoate ist die Stoffgruppenbezeichnung für die Salze und die Ester der Benzoesäure.

Salze 150px|mini|rechts|Strukturformel von Natriumbenzoat Die Salze bestehen aus Benzoat-Anionen und einem Kation. Beispiele sind Calciumbenzoat, Natriumbenzoat und Kaliumbenzoat, die als Konservierungsmittel für Lebensmittel verwendet werden. Wird ein Benzoat-Salz mit einer Säure behandelt, entsteht wieder Benzoesäure.

Die Salze der Benzoesäure entstehen bei der Neutralisation der freien Säure mit den entsprechenden Laugen oder bei der Hydrolyse von Benzoesäureestern.Spektrum Lexikon der Chemie: Benzoate, abgerufen am 10. April 2018.

Im auch Methylisopropylphenol und Aluminiumhydroxid enthaltenden Präparat Thylial fand Lithumbenzoat Anwendung bei „Hyperacidität, Sodbrennen, Blähungen und Gallestauungen“.Thylial. In: Münchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. CII (Anzeige der Konstanzer Fabrik pharmazeutischer Präparate Carl Bühler).

Ester 150px|mini|rechts|Strukturformel von Benzoesäuremethylester Die Benzoesäureester erhält man durch Veresterung der Benzoesäure mit Alkoholen. Sie sind meist farblose, fruchtartig riechende Flüssigkeiten, die in der Parfüm- und Aromenindustrie verwendet werden. Einige Benzoesäureester haben krampflösende Eigenschaften und wirken als Expektorans.

Benzoesäureester sind in Wasser schwer, in Alkohol und Ether leicht löslich. Bedeutende Vertreter sind Benzoesäuremethylester (Lösungsmittel und Riechstoffzusatz), Benzoesäureethylester und Benzoesäurebenzylester.

Einzelnachweise

Kategorie:Stoffgruppe Benzoate Benzoate