Die Gmina Suchy Dąb ist eine Landgemeinde im Powiat Gdański in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Sie hat eine Fläche von 85 km², auf der Menschen leben (). Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf ( Zugdam, kaschubisch Sëchi Dãb).
Geographie mini|links|Karte der Landgemeinde mini|Werder-Landschaft Die Landgemeinde liegt in Pommerellen im Gebiet des Żuławy Wiślane (Weichsel-Nogat-Delta) und im Süden der Stadt Danzig. Der Ort Steblewo (Stüblau) gab dem Stüblauer Werder seinen Namen. Die Weichsel bildet die Ostgrenze der Gemeinde, die von Süden nach Norden vom Fluss Motława (Mottlau) durchzogen wird. 85 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, Wald ist nicht vorhanden.
Geschichte Die Deutschordensburg in Herrengrebin entstand in den Jahren 1404–1406. Der Ort ist nach den Besitzern des Deutschen Ordens benannt, Mönchengrebin war dagegen klösterlicher Besitz. Mit der Ersten Polnischen Teilung kam das Gemeindegebiet 1772 zum Königreich Preußen und zur Provinz Westpreußen. Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags fiel das Gebiet nach dem Ersten Weltkrieg 1920 an die Freie Stadt Danzig.
In der Folge des Zweiten Weltkriegs gelangte Westpreußen an Polen. Die ortsansässige Bevölkerung wurde vertrieben.
Von 1975 bis 1998 gehörte die Landgemeinde zur Woiwodschaft Danzig.
Gemeindegliederung Schulzenämter Zur Landgemeinde Suchy Dąb gehören acht Ortsteile mit jeweils einem Schulzenamt.
polnischer Name deutscher Name (bis 1945) Einw.(2006) Lage BildGrabiny-Zameczek Herrengrebin 1106 100px|Reste der Burg in Grabiny-ZameczekKoźliny Güttland 801 100px|Herrenhaus in KoźlinyKrzywe Koło Kriefkohl 529 100px|Ortsansicht von Krzywe KołoOsice Wossitz 343 100px|Kirche und Pfarrhaus in OsiceOstrowite Osterwick 101 Steblewo Stüblau 398 100px|Alte Gräber in SteblewoSuchy Dąb Zugdam 1083 100px|Altes Haus in Suchy DąbWróblewo Sperlingsdorf 132 100px|Schulzenamt in Wróblewo
Weitere Ortschaften mini|Motława in Grabiny-Zameczek Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:Westpreußisches Ortsverzeichnis in: westpreussen.de, abgerufen am 8. April 2018 Grabiny Duchowne (Bodenbruch) Grabiny-Zameczek, Siedlung Grabowo (Grabina Duchowne, Mönchengrebin) Grabowe Pole (Grebinerfeld) Krzywe Koło, Kolonie Ptaszniki (Vogelgreif)
Osterwicker Bruch war ein ehemaliger Wohnplatz von Osterwick im Landkreis Danziger Niederung. Es gehört heute zu Ostrowite.
Denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten mini|Kirchenruine in Steblewo Fünf Vorlaubenhäuser in Krzywe Koło, Osice (1844), Wróblewo (1870) und die Häuser (dom) 23 und 37 in Steblewo stehen unter Denkmalschutz. Von der Ordensburg aus dem 15. Jahrhundert in Herrengrebin sind nur noch einzelne Baureste erhalten. Kirchenruine in Steblewo, 14. und 15. Jahrhundert Kirche in Koźliny, 1353 und 1684–1688 Kirche in Krzywe Koło, 14. Jahrhundert und 1685–1686 Kirche in Osice, 14., 15. und 17. Jahrhundert Kirche in Suchy Dąb, teilweise zerstört, 14. Jahrhundert, 1732, 1978 Pfarrhaus in Osice Herrenhaus in Grabowo Getreidespeicher in Koźliny
Natur Ein Naturdenkmal ist die 700-jährige Eiche von Zugdam, sie wurde in das Wappen des Ortes aufgenommen und gab dem Ort den heutigen Namen trockene Eiche.
Persönlichkeiten Erasmus Rothmaler der Jüngere (1599–1662; † in Güttland), Pfarrer und neulateinischer Dichter daselbst Max Halbe (1865–1944; * in Güttland), Schriftsteller und Ehrenbürger der Stadt Danzig Lothar Rettelsky/Rethel (1895–1981; * in Zugdam), SS-Führer und Politiker (NSDAP) Franz Wessel (1903–1958; * in Stüblau), Jurist und Richter des Bundesverfassungsgerichts Bernd Radig (* 1944 in Güttland), Informatiker und Physiker.
Weblinks
Website der Gemeinde
Einzelnachweise