Die 50. Rennrodel-Weltmeisterschaften sollten vom 5. bis 7. Februar 2021 auf der Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park in Whistler, Kanada, ausgetragen werden. Die von der Fédération Internationale de Luge de Course organisierten interkontinentalen Titelkämpfe wurden nach 2013 zum zweiten Mal an die Olympiabahn von 2010 vergeben. Aufgrund der COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden kanadischen Reisebeschränkungen gab der Rennrodelweltverband Anfang September 2020 bekannt, dass die Weltmeisterschaften nicht in Kanada ausgetragen werden können. Am 15. September 2020 folgte durch die Fédération Internationale de Luge de Course die Bekanntgabe der Verlegung der Weltmeisterschaften nach Königssee bekannt, als neuer Austragungszeitraum wurde der Zeitraum vom 29. bis 31. Januar 2021 bestimmt.

Es fanden Wettbewerbe in den Einsitzern für Männer und Frauen, dem Doppelsitzer, der Disziplin der Teamstaffel sowie im Sprint der Einsitzer für Männer, Frauen und Doppelsitzer geplant. Abgesehen von der Teamstaffel und den Sprintwettbewerben wurden die Rennen jeweils in zwei Entscheidungsläufen ausgetragen.

Vergabe mini|Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park mini|Kunsteisbahn Königssee mini|Kunsteisbahn Königssee mini|Streckenplan der Kunsteisbahn Königssee Für die Ausrichtung der 50. Rennrodel-Weltmeisterschaften hatten sich ursprünglich Calgary und Oberhof beworben.

Auf der Rennrodelbahn Oberhof fanden bereits die Weltmeisterschaften 1973, 1985 und Rennrodel-Weltmeisterschaften 2008 sowie die Rennrodel-Europameisterschaften 1979, 1998, 2004 und 2013 statt. Die Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park war Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1988, der Rennrodel-Weltmeisterschaften 1990, 1993 und 2001, der Rennrodel-Amerika-Pazifikmeisterschaften 2015 und 2017 sowie der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 1996 und 2005. Ebenso fanden auf der Bahn die Skeleton-Weltmeisterschaften 1992, 1996, 2001 und 2005 statt. Bei der Bewerbung gab der kanadische Verband bekannt, dass die Olympiabahn von 1988 ab Frühjahr 2018 für 10 Millionen kanadische Dollar (umgerechnet 6,7 Millionen Euro) modernisiert werden soll.

Auf dem 65. Jahrkongress des Weltverbandes FIL im rumänischen Constanța (Juni 2017) setzte sich Calgary mit 20:15 Stimmen gegenüber Oberhof durch und erhielt somit den Zuschlag für die Ausrichtung der Weltmeisterschaften im Jahr 2021. Nach dem Ende der Saison 2018/19 wurde bekannt, dass es bei der geplanten Modernisierung der Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park zu Finanzierungsproblemen gekommen ist. Calgary hatte geplant, sich um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026 zu bewerben, ein Volksentscheid hatte jedoch zum Abbruch der Bewerbungsbemühungen geführt. Im März 2019 war unklar, ob die Bahn jemals wieder in Betrieb gehen würde. Aus diesem Grund beantragte der kanadische Rennrodelverband Luge Canada im Mai 2019 beim Weltverband FIL die Verlegung der Weltmeisterschaften ins Whistler Sliding Centre. Im Rahmen des 67. Jahrkongresses des Weltverbandes Fédération Internationale de Luge de Course in Ljubljana wurde diese Verlegung bestätigt. Im Rahmen dieses Kongresses erhielt der ursprüngliche Mitbewerber um die Rennrodel-Weltmeisterschaften 2021, Oberhof, einstimmig den Zuschlag als Ausrichter für die Rennrodel-Weltmeisterschaften 2023.

Durch die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden Reisebeschränkungen für Kanada entschied die Exekutive des Internationalen Rennrodelverbands am 2. September 2020 die Weltmeisterschaften nicht in Kanada austragen zu können. Christoph Schweiger, Exekutivdirektor der FIL, bezeichnete die „ordnungsgemäße Durchführung dieser Großveranstaltung, unter den gegebenen Coronavirus-Auflagen und Bestimmungen, [als] nicht möglich“. Mitte September gab der Rennrodelweltverband die Verlegung an den Königssee bekannt. Dort wurden letztmals 2016 Rennrodel-Weltmeisterschaften sowie 2017 Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften ausgetragen.

Titelverteidiger Bei den vergangenen Weltmeisterschaften 2020 im Sliding Center Sanki siegten Jekaterina Katnikowa im Frauen-Einsitzer, Roman Repilow im Männer-Einsitzer sowie das Doppelsitzerpaar Toni Eggert und Sascha Benecken.

In den Sprintwettbewerben siegten bei den vorangegangenen Weltmeisterschaften auf der russischen Bahn Jekaterina Katnikowa im Einsitzer der Frauen, Roman Repilow im Einsitzer der Männer sowie Alexander Denissjew und Wladislaw Antonow im Doppelsitzerrennen.

Im Teamstaffelwettbewerb siegte Deutschland in der Besetzung Julia Taubitz, Johannes Ludwig und Toni Eggert/Sascha Benecken.Für die Teamstaffel nominieren die jeweiligen Cheftrainer in der Regel die bestplatzierte Frau, den bestplatzierten Mann sowie das bestplatzierte Doppelsitzerpaar der jeweiligen Wettbewerbe.

Teilnehmende Nationen Europa (18 Nationen)

Russischer Rennrodelverband

Asien (2 Nationen) Amerika (3 Nationen)

Ergebnisse Sprintwertungen Für die Weltmeisterschaftswertungsrennen im Sprintwettbewerb qualifizierten sich nur die 15 besten Starterinnen bzw. Starter der Qualifikationsrennen, die unmittelbar vor den Wertungsrennen stattfanden.

Sprint der Frauen mini|Anna Berreiter, Julia Taubitz und Dajana Eitberger mini|Julia Taubitz, Weltmeisterin im Sprint der Frauen Platz Sportlerin Endzeit 1 39,101 s 2 39,112 s 3 39,300 s 4 39,321 s 5 Wiktorija Demtschenko 39,322 s 6 Tatjana Iwanowa 39,359 s 7 39,416 s 8 39,550 s 9 39,561 s 10 39,601 s 11 Jekaterina Baturina 39,632 s 12 39,842 s 13 39,931 s 14 Jekaterina Katnikowa 40,101 s 15 40,861 s

Sprint der Männer mini|Semjon Pawlitschenko, Nico Gleirscher und David Gleirscher mini|Nico Gleirscher Platz Sportler Endzeit 1 38,375 s 2 Semjon Pawlitschenko 38,416 s 3 38,417 s 4 38,485 s 5 38,526 s 6 38,674 s 7 Roman Repilow 38,544 s 8 38,674 s 9 38,721 s 10 38,739 s 11 38,938 s 12 39,031 s 13 39,388 s 14 Alexander Gorbazewitsch 40,451 s 15 48,696 s

Sprint der Doppelsitzer mini|Šics/Šics, Wendl/Arlt und Eggert/Benecken mini|Tobias Wendl und Tobias Arlt, Weltmeister im Sprint der Doppelsitzer Platz Sportler Endzeit 1 /Tobias Arlt 39,126 s 2 /Juris Šics 39,140 s 3 /Sascha Benecken 39,161 s 4 /Lorenz Koller 39,225 s 5 /Paul Gubitz 39,240 s 6 /Pēteris Kalniņš 39,256 s 7 /Simon Kainzwaldner 39,320 s 8 /Jakub Kowalewski 39,362 s 9 /Justin Snith 39,362 s 10 /Fabian Malleier 39,397 s 11 /Roberts Plūme 39,420 s 12 Wsewolod Kaschkin/Konstantin Korschunow 39,485 s 13 Dmitri Butschnew/Daniil Kilsejew 39,487 s 14 Alexander Denissjew/Wladislaw Antonow 39,669 s 15 /Armin Frauscher 39,899 s

Einsitzer der Frauen mini|Natalie Geisenberger, Julia Taubitz, Dajana Eitberger mini|Julia Taubitz, Weltmeisterin mini|Natalie Geisenberger, Vize-Weltmeisterin mini|Lisa Schulte (U23-Vize-Weltmeisterin) und Anna Berreiter (U23-Weltmeisterin) Platz Sportlerin 1. Lauf 2. Lauf Gesamtzeit Differenz 1 50,417 s (1) 50,715 s (2) 1:41,1328 Minuten 2 50,629 s (2) 50,818 s (2) 1:41,447 Minuten +0,315 s 3 50,760 s (3) 50,844 s (3) 1:41,604 Minuten +0,472 s 4 (U23) 50,908 s (4) 51,062 s (4) 1:41,970 Minuten +0,838 s 5 Tatjana Iwanowa 50,947 s (5) 51,230 s (7) 1:42,177 Minuten +1,045 s 6 50,965 s (7) 51,318 s (8) 1:42,283 Minuten +1,151 s 7 51,072 s (9) 51,219 s (6) 1:42,291 Minuten +1,159 s 8 51,212 s (13) 51,212 s (5) 1:42,424 Minuten +1,292 s 9 51,131 s (10) 51,334 s (9) 1:42,465 Minuten +1,333 s 10 Jekaterina Katnikowa 51,062 s (8) 51,433 s (11) 1:42,495 Minuten +1,363 s 11 (U23) 51,159 s (11) 51,430 s (10) 1:42,589 Minuten +1,457 s 12 (U23) 51,169 s (12) 51,537 s (14) 1:42,706 Minuten +1,574 s 13 51,265 s (14) 51,443 s (13) 1:42,708 Minuten +1,576 s 14 (U23) 51,297 s (15) 51,434 s (12) 1:42,731 Minuten +1,599 s 15 (U23) 50,950 s (6) 51,959 s (20) 1:42,909 Minuten +1,777 s 16 (U23) 51,368 s (16) 51,552 s (15) 1:42,920 Minuten +1,788 s 17 51,376 s (17) 51,625 s (17) 1:42,920 Minuten +1,869 s 18 Jekaterina Baturina 51,468 s (19) 51,558 s (16) 1:43,026 Minuten +1,894 s 19 (U23) 51,437 s (18) 51,647 s (18) 1:43,084 Minuten +1,952 s 20 (U23) 51,493 s (20) 51,726 s (19) 1:43,219 Minuten +2,087 s 21 (U23) 51,514 s (21) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 22 (U23) 51,624 s (22) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 23 (U23) 51,644 s (23) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 24 51,775 s (24) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 25 51,777 s (25) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 26 (U23) 51,853 s (26) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 27 51,955 s (27) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 28 51,970 s (28) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 29 (U23) 52,001 s (29) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 30 (U23) 52,423 s (30) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 31 (U23) 52,455 s (31) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 32 (U23) 52,540 s (32) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 33 (U23) 52,705 s (33) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 34 (U23) 53,156 s (34) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 35 (U23) 53,247 s (35) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 36 (U23) 53,310 s (36) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 37 (U23) 53,453 s (37) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 38 53,541 s (38) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 39 53,634 s (39) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 40 54,097 s (40) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 41 (U23) 54,864 s (41) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 42 (U23) 55,734 s (42) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. 43 (U23) 56,450 s (43) Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert. DNF Wiktorija Demtschenko DNF (U23)

Einsitzer der Männer mini|Felix Loch, Roman Repilow und David Gleirscher mini|Roman Repilow, Weltmeister mini|Felix Loch, Vize-Weltmeister mini|U23-Podium: Moritz Bollmann, Max Langenhan und Gints Bērziņš