Mateja Koležnik (* 22. Juli 1962 in Metlika) ist eine slowenische Regisseurin.

Leben und Werk Koležnik studierte bis 1999 Theaterregie an der Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen an der Universität Ljubljana. Sie schloss ihr Studium mit einer Inszenierung von Harold Pinters Geburtstagsfeier ab.

Seitdem inszeniert sie vor allem britische und amerikanische Autoren des 20. Jahrhunderts wie Arthur Miller und Edward Albee. Sie inszeniert an allen großen Theatern des ehemaligen Jugoslawiens, etwa am Nationaltheater Maribor, am Theater in Nova Gorica, beim Beogradski Internacionalni Teatarski Festival (BITEF) und am Staats- und Stadttheater Ljubljana. Seit der Arbeit Yvonne, Prinzessin von Burgund am Theater Chemnitz 2012 inszeniert sie auch im deutschsprachigen Raum. Mit dem Stück wurde Koležnik nach Maribor zum 47. Festival Borštnikovo Srečanje, dem slowenischen Theatertreffen, eingeladen. Seitdem werden ihre Arbeiten unter anderem in Wien, Leipzig und vor allem am Residenztheater München gezeigt.

Am Theater in der Josefstadt feierte Koležnik ihr Wien-Debüt mit der Regie zu Die Wildente. Für diese Inszenierung wurde sie 2017 für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie Beste Regie nominiert. Des Weiteren gewann das Stück 2018 beim Theaterfestival von Rijeka Preise in den Kategorien Beste Vorstellung, Beste Regie, Bester Nachwuchs, Bestes Bühnenbild und Bestes Lichtdesign sowie den Publikumspreis.

Theater (Auswahl) 2012: Yvonne, Prinzessin von Burgund, Witold Gombrowicz, Theater Chemnitz 2012: Ein Spiel um Illusion, Pierre Corneille, Theater ChemnitzDas Leben, ein Trauerspiel. In: nachtkritik.de, 1. Dezember 2012, abgerufen am 7. April 2018. 2013: John Gabriel Borkman, Henrik Ibsen, Slowenisches Nationaltheater Maribor 2014: Des Meeres Und Der Liebe Wellen, Franz Grillparzer, Schauspielhaus Leipzig 2015: König Ödipus, Sophokles, Residenztheater MünchenMenetekel der Macht. In: Süddeutsche Zeitung, 18. Oktober 2015, abgerufen am 7. April 2018. 2017: Tartuffe, Molière, Residenztheater München 2017: Nichts von mir, Arne Lygre, Berliner EnsembleNeuanfang ohne den Ballast der Vergangenheit. In: Berliner Morgenpost, 23. September 2017, abgerufen am 3. Dezember 2018. 2017: Die Wildente, Henrik Ibsen, Theater in der JosefstadtDie Wildente: Ibsens Lügenentlarvung als formidabler Treppenwitz. In: Der Standard, 5. Mai 2017, abgerufen am 7. April 2018. 2018: Ein Volksfeind, Henrik Ibsen, Residenztheater MünchenVerseuchte Welt. In: Süddeutsche Zeitung, 25. Februar 2018, abgerufen am 7. April 2018. 2018: Der einsame Weg, Arthur Schnitzler, Theater in der Josefstadt 2018: Medea, Franz Grillparzer, Schauspiel Stuttgart 2019: Der Henker, Maria Lazar, Akademietheater 2020: Falstaff, Oper von Giuseppe Verdi, Bayerische Staatsoper München 2021: Fräulein Julie, August Strindberg, Akademietheater 2022: Kinder der Sonne, Maxim Gorki, Schauspielhaus Bochum 2023: Kasimir und Karoline, Ödön von Horváth, Burgtheater 2026: Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten, Tiago Rodrigues, Schauspielhaus Bochum 2026: Drei Schwestern, Tschechow, Premiere am 23. April 2026 im Berliner EnsembleIven Yorick Fenker: Der Atomschlag ist kein Bluff: Drei Schwestern - Berliner Ensemble, Rezension auf nachtkritik.de, erschienen und abgerufen am 24. April 2026

Preise (Auswahl) 2013: Beste Regie, SNG Drama Maribor Preis für John Gabriel Borkman 2017: Beste Regie, Nestroy-Theaterpreis für Die Wildente

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Jugoslawe Kategorie:Slowene Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Frau Kategorie:Person (Gemeinde Metlika)