Monteliscai ist ein Ortsteil (Fraktion, italienisch frazione) der Stadt Siena in der Provinz Siena, Region Toskana in Italien.

Geografie Der Ort liegt ca. 3,5 Kilometer nordöstlich der Stadtmauern von Siena an der Gemeindegrenze zu Castelnuovo Berardenga auf Im Jahr 2001 hatte er ca. 67 Einwohner. (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Siena, abgerufen am 6. April 2018 (italienisch) 2011 waren es ca. 60.italia.indettaglio.it zu Monteliscai, abgerufen am 6. April (italienisch) Der Ort liegt auf einer Anhöhe zwischen den Flüssen Bolgione und Bozzone, der ca. 500 m nördlich fließt und die Gemeindegrenze zu Castelnuovo Berardenga (Ortsteil Ponte a Bozzone) darstellt.

Geschichte Erstmals erwähnt wurde der Ort 1089, als die Kirche von Monteliscai (auch Monte LiscariEmanuele Repetti: MONTE LISCARI, o MONTELISCAI in Val d’Arbia.) dokumentiert wurde. zur Kirche Chiesa dei Santi Pietro e Paolo a Monteliscai, abgerufen am 6. April 2018 (italienisch) 1119 wird Monteliscai als Burg erwähnt.Riccardo Francovich, Maria Ginatempo: Castelli, storia e archeologia del potere nella Toscana medievale. Volume I. All’insegna del Giglio, Florenz 2000, ISBN 88-7814-167-4, S. 214–216 (Auszüge bei Google Books, abgerufen am 6. April 2018) 1229 wurde diese von Florenz eingenommen und zerstört. Nach dem Wiederaufbau gehörte Monteliscai ab 1318 zu den Besitztümern der Familie Salimbeni, die 1418 Siena und ihre Besitztümer verlassen mussten.Alessandra Carniani: I Salimbeni. Quasi una signoria. Protagon Editori, Siena 1995, ISBN 88-8024-090-0, S. 177 und 279 Im Jahr 1479 wurde der Ort bei einem weiteren Angriff der Florentiner beschädigt. Ab 1777 gehörte Monteliscai zu der Verwaltungsgliederung Masse del Terzo di San Martino, ab 1869 zu Masse di Siena. Nach der Eingemeindung der Masse nach Siena 1904 wurde Monteliscai Ortsteil von Siena.Il Postalista, abgerufen am 6. April 2018

Sehenswürdigkeiten mini|Die Burg von Monteliscai mini|Die Kirche Santi Pietro e Paolo

Castello di Monteliscai, ehemalige Burg und Hauptort, heute als Wohnraum benutzt. Santi Pietro e Paolo, erstmals 1089 erwähnte Kirche, die damals den Kamaldulensern der Badia di San Pietro a Ruoti (heute Gemeindegebiet von Bucine) unterstand. 1734 wurde die Kirche restauriert, in den 1970er Jahren wurde das Dach erneuert.Chiese Italiane: Chiesa dei Santi Pietro e Paolo a Monteliscai <Siena>, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 6. April 2018 (italienisch) Villa Il Serraglio, Villa der Familie del Taja. San Giorgio a Lapi, Kirche, die in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Frauenkloster der Kamaldulenserinnen entstandEmanuele Repetti: LAPI (S. GIORGIO A) nella Val d’Arbia. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Abgerufen am 6. April 2018, (PDF, italienisch)

Verkehr Monteliscai liegt an der Provinzalstraße Via Chiantigiana SP 408, die von Siena nach Gaiole in Chianti und weiter nach Montevarchi führt. Der nächstgelegene Anschluss an den Fernverkehr ist die Anschlussstelle Siena Nord am Raccordo autostradale 3. Diese liegt ca. 4 km westlich, muss aber über Siena angefahren werden (ca. 8 km Gesamtstrecke). Die nächstgelegene Haltestelle des Schienenverkehrs liegt in Siena, ca. 4 km entfernt. Sie liegt an der Bahnlinie Siena-Empoli-Chiusi/Grosseto.

Bilder

Literatur Emanuele Repetti: MONTE LISCARI, o MONTELISCAI in Val d’Arbia. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Onlineausgabe der Universität Siena (PDF, italienisch)

Weblinks

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Einzelnachweise

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