Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) ist eine Oberste Bundesbehörde der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in der Bundesstadt Bonn und Berlin. Seit dem 6. Mai 2025 ist Verena Hubertz (SPD) Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Merz. Ein eigenständiges Bundesbauministerium bestand von 1949 bis 1998 und besteht wieder seit 2021.

Geschichte 1949 wurde zunächst das Bundesministerium für Wiederaufbau gegründet. Dieses wurde 1950 in Bundesministerium für Wohnungsbau umbenannt. 1961 erfolgte eine Umbenennung in Bundesministerium für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1965 in Bundesministerium für Wohnungswesen und Städtebau und 1969 in Bundesministerium für Städtebau und Wohnungswesen. 1972 erhielt es den Namen Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, den es bis zu seiner Auflösung 1998 trug.

Lauritz Lauritzen (SPD) war von Juli bis Dezember 1972 in Personalunion Bau-, Post- und Verkehrsminister; die drei Ministerien blieben jedoch organisatorisch selbstständig. Erste Ministerin war Gerda Hasselfeldt (1990 und 1991).

Im Kabinett Schröder I wurde das Ministerium durch Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 27. Oktober 1998 mit dem Bundesverkehrsministerium zum Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) vereinigt. Dessen erster Leiter wurde Franz Müntefering (SPD).

Von 2013 bis 2018 war der Baubereich dem Bundesumweltministerium (BMUB) angegliedert, von 2018 bis 2021 gehörte er zum Bundesinnenministerium (BMI).

Mit Organisationserlass vom 8. Dezember 2021 hat Bundeskanzler Olaf Scholz noch am Tag seiner Ernennung und mit sofortiger Wirkung angeordnet, dass ein Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gebildet wird. Seitdem besteht das Bauministerium erneut als selbstständiges Bundesministerium. Dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen wurden gemäß dem Erlass aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und für Heimat die Zuständigkeiten für Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten, für Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsprogramme und Wohnen sowie für Raumordnung, Regionalpolitik und Landesplanung übertragen.

Das Bundesministerium hat den Standortwettbewerb für das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation begleitet. Als Standort wurde im Februar 2023 Halle (Saale) ausgewählt.

Namen 1949–1950: Bundesministerium für Wiederaufbau 1950–1961: Bundesministerium für Wohnungsbau 1961–1965: Bundesministerium für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung 1965–1969: Bundesministerium für Wohnungswesen und Städtebau 1969–1972: Bundesministerium für Städtebau und Wohnungswesen 1972–1998: Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau seit 2021: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Aufbau Unter dem für Planung, Koordinierung und Kommunikation zuständigen Leitungsstab gliedert sich das Ministerium in vier Abteilungen:

Abteilung Z (Zentral- und Grundsatzabteilung) Abteilung W (Wohnungswesen und Immobilienwirtschaft) Abteilung S (Stadtentwicklung, Raumordnung) Abteilung B (Baupolitik, Bauwirtschaft, Bundesbau)

Informationsangebote Das BMWSB bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit der Bürgerkommunikation einen Wegweiser zu den Informationsangeboten sowie eine zentrale Anlaufstelle bei Fragen rund um die Aufgabenbereiche und Themen des BMWSB. Telefonisch ist das BMWSB unter der Nummer 030 18 335 0 zu erreichen.

Für allgemeine Fragen zum Wohngeld (030 2017 9050) und für allgemeine Anfragen zum Bau-Turbo (030 2017 9051) hat das BMWSB jeweils ein eigenes Infotelefon geschaltet.Homepage des BMWSB

Zuständige Bundesminister Bundesbauminister 1949–1998 und ab 2021

Nr. Name Lebensdaten Partei Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit Kabinett Bundesminister für Wiederaufbau, ab 1950: Bundesminister für Wohnungsbau 1Eberhard Wildermuth1890–1952FDP20. September 19499. März 1952Adenauer I 2Fritz Neumayer1884–197319. Juli 195220. Oktober 1953 3Victor-Emanuel Preusker1913–1991FDP (bis 1956)20. Oktober 195329. Oktober 1957Adenauer IIFVP (ab 1956) 4Paul Lücke1914–1976CDU29. Oktober 195714. November 1961Adenauer III Bundesminister für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung 4Paul Lücke1914–1976CDU14. November 196126. Oktober 1965Adenauer IVAdenauer VErhard I Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau 5Ewald Bucher1914–1991FDP26. Oktober 196528. Oktober 1966Erhard II 6Bruno Heck1917–1989CDU8. November 196630. November 1966 7Lauritz Lauritzen1910–1980SPD1. Dezember 196621. Oktober 1969Kiesinger Bundesminister für Städtebau und Wohnungswesen 7Lauritz Lauritzen1910–1980SPD22. Oktober 196915. Dezember 1972Brandt I Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau 8Hans-Jochen Vogel1926–2020SPD15. Dezember 197216. Mai 1974Brandt II 9Karl Ravens1927–2017SPD16. Mai 197416. Februar 1978Schmidt ISchmidt II10Dieter Haack* 1934SPD16. Februar 19781. Oktober 1982Schmidt IISchmidt III 11Oscar Schneider1927–2024CSU4. Oktober 198221. April 1989Kohl IKohl IIKohl III 12Gerda Hasselfeldt* 1950CSU21. April 198918. Januar 1991Kohl III 13Irmgard Schwaetzer* 1942FDP18. Januar 199117. November 1994Kohl IV 14Klaus Töpfer1938–2024CDU17. November 199414. Januar 1998Kohl V 15Eduard Oswald* 1947CSU14. Januar 199826. Oktober 1998 Bundesminister für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen 16Klara Geywitz* 1976SPD8. Dezember 20216. Mai 2025Scholz 17Verena Hubertz* 1987SPD6. Mai 2025amtierendMerz

Andere für Bauen zuständige Bundesminister 1998–2021 Name Lebensdaten Partei Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit KabinettBundesminister für Verkehr, Bau- und WohnungswesenFranz Müntefering* 1940SPD27. Oktober 199817. September 1999Schröder IReinhard Klimmt* 1942SPD29. September 199920. November 2000Kurt Bodewig* 1955SPD20. November 200022. Oktober 2002Manfred Stolpe1936–2019SPD22. Oktober 200222. November 2005Schröder IIBundesminister für Verkehr, Bau und StadtentwicklungWolfgang Tiefensee* 1955SPD22. November 200528. Oktober 2009Merkel IPeter Ramsauer* 1954CSU28. Oktober 200917. Dezember 2013Merkel IIBundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitBarbara Hendricks* 1952SPD17. Dezember 201314. März 2018Merkel IIIBundesminister des Innern, für Bau und HeimatHorst Seehofer* 1949CSU14. März 20188. Dezember 2021Merkel IV

Zuständige Staatssekretäre Parlamentarische Staatssekretäre

Beamtete Staatssekretäre

Dienstsitz mini|Dienstsitz des Bundesministeriums in Berlin Der Berliner Dienstsitz des BMWSB liegt in der Krausenstraße 17–18 in Berlin-Mitte. Das Gebäude wurde zuvor vom Bundesinnenministerium genutzt. Da dieses Gebäude derzeit allerdings aufgrund dringender Sanierungsarbeiten nicht genutzt wird, befindet sich der Berliner Dienstsitz des BMWSB seit 2024 in der Rudi-Dutschke-Straße 4.

Der Bonner Dienstsitz des Ministeriums befand sich ab 2021 zunächst in der Graurheindorfer Straße 198 im Stadtteil Castell in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bundesministerium des Innern und für Heimat und wechselte dann an den Robert-Schuman-Platz 3, wo es gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz ein in den 1980er Jahren errichtetes Ministerialgebäude nutzt.

Bis 1998 hatte das Bauministerium seinen Dienstsitz im Schloss Deichmannsaue in Bonn-Rüngsdorf.

Literatur

Weblinks Offizielle Website

Einzelnachweise

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