Die Gmina Konarzyny ist eine Landgemeinde im Powiat Chojnicki (Konitz) der polnischen Woiwodschaft Pommern. Sie hat eine Fläche von 104,3 km², auf der  Menschen leben (). Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (: Groß Konarczyn, kaschubisch Kònarzënë).

Geographische Lage mini|links|hochkant|Karte der Landgemeinde Konarzyny Das Dorf liegt in Hinterpommern im ehemaligen Westpreußen, etwa 23 Kilometer nordwestlich von Chojnice (Konitz) und 40 Kilometer südlich der Stadt Bytów (Bütow) in der westlichsten Ecke des Powiat Chojnicki. Von der Fläche werden 38 % landwirtschaftlich genutzt, 54 % sind Wald.

mini|Brda (Brahe) bei Ciecholewy mini|Jezioro Parszczenica Die Brda (Brahe) durchzieht das Gebiet der Landgemeinde. Ferner gibt es zahlreiche Seen, wie den Jezioro Parszczenica, der allerdings nur an die Landgemeinde grenzt.

Geschichte Die Region gehörte seit dem 15. Jahrhundert zu Polnisch-Preußen. Durch die Erste polnische Teilung von 1772 kam sie zum Königreich Preußen und gehörte später zur Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1920 der nordöstliche Teil des Kreises Schlochau an die Zweite Polnische Republik abgetreten. Die Grenze verlief durch das Gebiet der heutigen Gmina. So kam die preußische Landgemeinde Groß Konarczyn an Polen, während die Gutsbezirke Groß Konarczyn und Zechlau beim Deutschen Reich verblieben.Rolf Jehke: Amtsbezirk Konarczyn. In: Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945. (Stand: 17. Februar 2004) Durch den Überfall auf Polen 1939 kam das Territorium völkerrechtswidrig an das Reichsgebiet und gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wieder an Polen. Soweit deutsche Einwohner nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit vertrieben.

Von 1975 bis 1998 gehörte die Landgemeinde zur Woiwodschaft Słupsk.

Gemeindegliederung Schulzenämter Zur Landgemeinde Konarzyny gehören sechs Ortschaften mit jeweils einem Schulzenamt.

polnischer Name deutscher Name (bis 1920/45) kaschubischer Name Einw.(2011) LageCiecholewy Czechlau, Zechlau Cechòlewë 155 Kiełpin Kelpin Czełpink 32 Konarzyny Groß Konarczyn Kònarzënë 523 Zielona Chocina Grünchotzen Zelonô Chòcënô 77 Zielona Huta Grünhütte Zelonô Hëta 283 Żychce Sichts Żëchce 227

Weitere Ortschaften der Gemeinde Binduga Borne Boryń Duża Kępina Dzięgiel (Dziengel) Jaranty Jonki (Jonken) Kępinka Konarzynki (Klein Konarczyn) Korne Niepszczołąg Nierostowo (Nierostaw) Nowa Karczma Nowa Parszczenica Parszczenica Popielewo Pustkowie Rowista Złota Góra Żychckie Osady

Sehenswürdigkeiten und Natur mini|hochkant|Pfarrkirche in Konarzyny Baudenkmäler Pfarrkirche p.w. śś. Piotra i Pawła in Konarzyny (1731)

Natur und Tourismus Die Seen und die Brda bieten zahlreiche Bademöglichkeiten und Gelegenheit zu Kanutouren.

Weblinks

Offizieller Internetauftritt der Gmina Konarzyny (poln.)

Fußnoten