Bettina Hauenschild (* 16. Juli 1964 in Stade) ist eine deutsche Schauspielerin. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle als Anke Ritter in der Krimiserie Bella Block, die sie von 2000 bis 2004 in insgesamt neun Episoden spielte, sowie Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit von 1998.
Leben Hauenschild wuchs in Stade auf.
Seit 1991 ist Hauenschild als Film- und Theaterschauspielerin tätig. Von 2009 bis 2013 absolvierte Hauenschild eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und betrieb von 2014 bis 2018 eine eigene Naturheilkundepraxis in München. Ihr Interesse für die Heilpflanzen entwickelte sich bereits früh in ihrer Kindheit auf dem großelterlichen Bauernhof in der Nähe von Bad Hersfeld. Nachdem Hauenschild in München lebte bezog sie seit dem 1. Mai 2018 mit dem Regisseur Otto Kukla das Wasserschloss Nassenerfurth bei Borken.
Theaterschauspielerin 1991 spielte sie in Werner Schwabs Welturaufführung Volksvernichtung am Werkraumtheater der Münchner Kammerspiele unter Regie von Christian Stückl. In Robert Wilsons Der Mond im Gras stelle sie 1994 ein Marionettenkind an den Münchner Kammerspielen dar. 1996 stand sie mit Bruno Ganz in Botho Strauß’ Ithaka als eine der „drei fragmentarischen Frauen“ auf der Bühne der Münchner Kammerspiele. Regie führte Dieter Dorn. In Roland Schimmelpfennigs Stück Vor langer Zeit im Mai, bearbeitet von Dieter Dorn, spielte sie 2001 am Theater im Münchner Haus der Kunst. 2002 gab sie am Münchner Residenztheater die Rodogune in einer Inszenierung von Elmar Goerden nach Pierre Corneille. 2016 spielte sie am Theater in der Josefstadt in Elmar Goerdens Inszenierung Die Verdammten nach dem Kinoklassiker von Luchino Visconti die Rolle der Freifrau Raphael von Bargen. 2017 und 2018 war sie bei den Bad Hersfelder Festspielen engagiert. Sie wirkte 2017 in Dieter Wedels Luther-Uraufführung mit und spielte 2018 in dem Theaterstück Shakespeare in Love.
Synchronsprecherin, Moderatorin, Drehbuchautorin und Kamerafrau
Hauenschild ist zudem als Synchronsprecherin, Radiomoderatorin, Drehbuchautorin und Kamerafrau tätig.
Sie publiziert als Bloggerin und Autorin und unterhält den Blog krautundueben.
Veröffentlichungen
2017: Die Sprache der Pflanzen und ihre Heilwirkung.
Filmografie (Auswahl) 1991: I Know the Way to the Hofbrauhaus 1993: Ein Sommertagstraum 1993: Ich bin da, ich bin da 1995: Unter Druck 1996: Happy Video 1997: Die Stunden vor dem Morgengrauen 1997: Und plötzlich war alles anders 1998: Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit 1998: Eine ungehorsame Frau 1998: Weißblaue Wintergeschichten 1999: Der Elefant in meinem Bett 2000: Die Kommissarin – Herzschuss 2000: Zwei vom Blitz getroffen 2000–2004: Bella Block 2001: Mein Papa mit der kalten Schnauze 2002: Im Namen des Gesetzes 2002–2005: Nikola 2003: In aller Freundschaft 2005: Mathilde liebt 2005: Der Bergpfarrer 2 – Heimweh nach Hohenau 2005: Der Bulle von Tölz – Ein erstklassiges Begräbnis 2006: Tatort – Der schwedische Freund 2006: Unter den Linden – Das Haus Gravenhorst 2007: Die Familienanwältin 2007: Rumpelstilzchen 2009: SOKO München 2010: Mit Herz und Handschellen 2010: Rosannas Tochter 2011: Ausgerechnet Sex! 2012: Der Alte – Blinder Hass 2012–2013: Die Rosenheim-Cops 2013: Alles Klara 2013: Unter Verdacht – Türkische Früchtchen 2015: München 7 2016: Lena Lorenz 2017: MorbiD 2018: SOKO Stuttgart (Späte Rache , 1. Teil)
Auszeichnungen 1991 erhielt Hauenschild den Bayerischen Fernsehpreis als beste Nachwuchsschauspielerin.
Literatur Vanessa von Lengerken in: Extra Tip Kassel: Offen für eine Auszeit vom 22. September 2018
Weblinks
krautundueben.net
Einzelnachweise
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