Schönbrunn ist ein Gemeindeteil des Marktes Allersberg im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Schönbrunn liegt in der Gemarkung Lampersdorf.

Geografie Der Weiler liegt drei Kilometer südlich des historischen Allersberger Stadtkernes. In Norden befinden sich die südlichsten Ausläufer des Reichswaldes und der Sandachse Frankens, vier Kilometer südlich die Scheitelhaltung des Main-Donau-Kanales. Der Ort liegt nahe an der Europäischen Hauptwasserscheide. Der vier Kilometer westlich befindliche Rothsee entwässert zur Nordsee hin, die drei Kilometer östlich fließende Schwarzach ins Schwarze Meer. Im Norden fließt der Teufelsgraben gemeinsam mit dem Silbergraben zum Schönbrunner Bach zusammen. Dieser speist eine Reihe von Weihern bei Eulenhof, welche über einen namenlosen Bach in den nahen Rothsee entwässern.

Die Bayerische Uraufnahme zeigt Schönbrunn in den 1810er Jahren als einen Weiler mit sechs Höfen und einem Weiher westlich.

Geschichte Schönbrunn wurde in einer Urkunde vom 25. Januar 1279 des Heinrich von Stein das erste Mal genannt, als er den Meierhof Schönbrunns dem Bischof Hildebrand von Eichstätt für von diesem zu bestimmende Kirchen zur Verfügung stellt.

Im 16. Jahrhundert bestand der Ort aus 6 Anwesen.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 38.Schönbrunn auf der Website allersberg.de Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schönbrunn 7 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das pfalz-neuburgische Pflegamt Hilpoltstein aus. Grundherren waren das Kastenamt Hilpoltstein (1 Anwesen), die Pfarrkirche Hilpoltstein (1 Anwesen), das Chorstift Hilpoltstein (1 Anwesen), das Kloster Seligenporten (1 Anwesen), die Spitalstiftung Freystadt (1 Anwesen) und die Protestantische Kultusstiftung Nürnberg (2 Anwesen).W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 233.

Im Rahmen der Gemeindeedikte von 1808 und 1818 wurde Schönbrunn dem Steuerdistrikt Ebenried und der Ruralgemeinde Lampersdorf zugewiesen.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 254. Am 1. Januar 1972 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Eingemeindung nach Allersberg.

Bau- und Bodendenkmäler Haus Nr. 9: Katholische Ortskapelle Nordwestlich befindet sich ein Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 20182025Einwohner 46 48 43 40 57 54 56 52 35 41 44 5651HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 8 8 8 8 8 7 7 9 Quelle

Religion Schönbrunn ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Allersberg) gepfarrt. Seit dem 16. Juli 1931 ist die Expositur St. Georg (Göggelsbuch) zuständig, die ursprünglich zur Pfarrei St. Johannes der Täufer (Hilpoltstein) gehörte und jetzt zur Pfarrei Allersberg. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Ebenried gepfarrt.

Verkehr Die Kreisstraße RH 8 führt nach Göggelsbuch (2,2 km westlich) bzw. an Heblesricht vorbei nach Ebenried (2,8 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße bei Uttenhofen (1,2 km südlich).

Der ÖPNV bedient den Ort an der Bushaltestelle Abzw. Schönbrunn (b. Allersbg) mit den beiden VGN Buslinien 527 u. 608 fahrplanmäßig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Allersberg) Kategorie:Weiler im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1279