Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) ist seit 2008 der zentrale IT-Dienstleistungsbetrieb für die sächsische Landesverwaltung mit Standorten in Dresden, Radebeul und Kamenz.

Der SID ist eine nachgeordnete Behörde der Sächsischen Staatskanzlei. Deren Referat 43 hat die Fachaufsicht über den SID. des Grundgesetzes unterstellt den Unternehmensbereich Landesrechenzentrum Steuern als Oberbehörde dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen.

Aufgaben Der Staatsbetrieb SID erbringt gemäß Verwaltungsvorschrift SID vom 5. April 2019 IT-Leistungen im Auftrag der Staatskanzlei, der Staatsministerien und deren Geschäftsbereiche auf der Grundlage von Leistungsvereinbarungen.

Zuständigkeitsbereiche: IT-Beratung Vergabe von IT-Leistungen Planung, Test, Betrieb, Wartung und Pflege der IT-Infrastruktur Entwicklung, Test, Betrieb und Betreuung von IT-Verfahren Computer Emergency Response Team des Freistaates Sachsen (SAX.CERT) Sächsisches Verwaltungsnetz (SVN) Scan- und Druckdienstleistungen

Geschichte Gegründet wurde der SID auf Grundlage einer gemeinsamen Verwaltungsvorschrift sächsischer Ministerien und der Staatskanzlei vom 27. November 2007. Zum 1. Januar 2008 erfolgte die Migration der Rechenzentren des Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft in Lichtenwalde, des Statistischen Landesamtes in Kamenz, der Steuerverwaltung sowie wesentlicher Teile des IuK-Systemzentrums der damaligen Landespolizeidirektion Zentrale Dienste in Dresden in den SID. Mit dem zusätzlichen Aufbau einer Zentrale in Dresden wurde die Betriebsfähigkeit als Staatsbetrieb hergestellt.

Am 1. September 2012 übernahm Sebastian Kiebusch die Geschäftsführung des Staatsbetriebes.

Vorerst existierten die ehemaligen IT-Abteilungen als Niederlassungen mit jeweils eigener Organisationsstruktur unter der Zentrale weiter. Im Jahr 2012 erstellte der SID zusammen mit dem verantwortlichen Staatsministerium der Justiz ein Konzept zur Neuausrichtung des Staatsbetriebes, das anschließend schrittweise umgesetzt wurde.

Am 1. Dezember 2015 wurden die Kabinettsvorlage „SID 2025“, die eine Neufassung der VwV SID beinhaltete, und eine Vorlage zum zentralen Rechenzentrum des Freistaats beschlossen. Das zentrale Rechenzentrum sowie der dazugehörige Backup-Standort sollen durch den SID betrieben werden. Auf dieser Grundlage erfolgte im Dezember 2015 die Überführung des Fachbereichs Betrieb und Verfahren Polizei in das zwischenzeitlich neu entstandene Polizeiverwaltungsamt. Zum 1. Mai 2018 wurden die Ressourcen des SID-Standortes Lichtenwalde in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft überführt. Auf Beschluss der Staatsregierung wurde zum 1. August 2018 die Zuständigkeit für „Verwaltungsmodernisierung und IT“ und damit auch für „E-Government“ vom Innenministerium auf die Staatskanzlei übertragen. Damit wird seitdem auch die Dienst- und Fachaufsicht über den SID durch die Staatskanzlei ausgeübt. Am 2. Mai 2019 wurde eine neue Verwaltungsvorschrift für das SID veröffentlicht.

Weblinks Website des Staatsbetriebes Sächsische Informatik Dienste

Einzelnachweise

Kategorie:Landesbetrieb (Sachsen) Kategorie:Organisation (Informationstechnik) Kategorie:Behörde (Dresden) Kategorie:Finanzbehörde (Deutschland) Kategorie:Behördengründung 2008