Diese Listen beinhalten Stile von Kleidermoden nach Name und nach Epoche. Ein Kleidungsstil gilt als Mode, wenn er von einer größeren Gruppe einer Gesellschaft angenommen worden ist.

In dieser Liste ist keine Mode nach Geschlecht, nach Altersgruppe (zum Beispiel Jugendmode), Konfektionsgröße und Ort bzw. Institution (z. B. Schul- oder Polizeimode) enthalten. Einzelne Kleidungsstücke sind darin nicht vertreten.

Liste nach Epochen

+NameBildEntstehung und HintergrundBeschreibungKleidung in der Ur- und Frühgeschichtezentriert|rahmenlosKleidung, die in der Ur- und Frühgeschichte getragen wurde.Kleidung in der Antikezentriert|rahmenlosMode, die von den Römern, Griechen, Ägyptern oder anderen antiken Hochkulturen getragen wurde.Kleidung im Mittelalterzentriert|rahmenlosMode, die im Mittelalter getragen wurde.Kleidermode der Renaissance und der Reformationzentriert|rahmenlosDas 16. Jahrhundert, das Zeitalter der Renaissance und der Reformation und Zeit des geistigen Umschwungs, brachte auch eine Umgestaltung in der Tracht.Das Kostüm sollte den Körper nicht mehr eng umhüllen, sondern eine bequeme Bewegung gestatten und im Gegensatz zur früheren Zeit frei und würdevoll zugleich erscheinen. Das Vorbild bot die Tracht der Landsknechte mit ihrem Merkmal der Schlitzung und Fütterung. Kleidermode des Barockzentriert|rahmenlosAm Ende der Renaissance verbreitete sich in Europa die Spanische Kleidermode, in den 1620er Jahren durch die Kleidermode zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges abgelöst. Seit den 1660er Jahren verbreitete sich die Französische Kleidermode in Europa.Kleidermode des Rokokozentriert|rahmenlosHauptausgangspunkt der Modeentwicklung war bis um 1760 der französische Königshof in Versailles, an dem sich die Mode in ganz Europa orientierte.Kleidermode der Revolutions-, der Directoire und der Empirezeitzentriert|rahmenlos|130pxNachfolgemoden des Rokoko. Die Revolutionsmode dauerte von 1789 bis 1795, das Directoire umfasste die Zeitspanne von 1796 bis 1804 und wurde dann von der Empiremode abgelöst, die 1820 zu Ende ging.Diese Kleidungsepochen waren wie die Politik dieser Zeit außergewöhnlich kurz und schnelllebig, gingen nicht fließend ineinander über und endeten teilweise abrupt von einem Jahr zum anderen.Kleidermode der Restauration und des Biedermeierszentriert|rahmenlos|160pxIn der Zeit der Restauration änderte sich auch die Damenmode, und es setzte ab etwa 1820 eine Rückbesinnung auf alte Formen ein.Kleidermode der Gründerzeit bis 1900zentriert|rahmenlos|130pxIn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verringerte sich insgesamt gesehen der modische Aufwand. Dafür setzte in der Gründerzeit nach dem Deutsch-Französischen Krieg1870–1871 ein schneller Wandel ein.Weite und enge, lange und kurze Röcke, hohe und niedrige Frisuren, große und kleine Hüte kamen und gingen.Mode im Nationalsozialismuszentriert|rahmenlos|130pxModestil für Männer und Frauen im Nationalsozialismus.

Liste nach Name des Modestils +NameBildEntstehung und HintergrundBeschreibungBesondere MerkmaleAndrogyniezentriert|rahmenlos|120pxIm Rahmen von Frauenbewegungen seit dem 19. Jahrhundert entstanden.Männliche und weibliche Merkmale werden in der Mode vereinigend.Altdeutsche Trachtzentriert|rahmenlos|120pxZwischen 1813 und 1815 in Deutschland aufgekommene Kleidermode, die während der Befreiungskriege als Ausdruck des antifranzösischen deutschen Nationalgefühls großen Anklang bei Frauen und Männern verschiedener Gesellschaftsschichten fand. Diese Mode galt als so provokativ und aufrührerisch, dass sie von den Behörden während der Demagogenverfolgungen teilweise verboten wurde, etwa in den Karlsbader Beschlüssen.Diese neue Mode sollte sich gegen den noch vorherrschenden Empire-Stil durchsetzen, der als „französische Modetorheit“ bezeichnet wurde. Die neue Mode baute auf den Elementen der Zeitmode auf und ergänzte sie durch Reminiszenzen an das 16. Jahrhundert, das Zeitalter der Reformation und Martin Luthers, das als typisch deutsch empfunden wurde.geschlitzte und gepuffte Ärmel, Halskrausen für Damen, für Herren langer, eng anliegender Rock, weit geschnittene Hosen, großes, samtenes Barett, Schwarze Kleidung, Uniformfarben von Freikorps während der Befreiungskriege, ungepflegte Haar- und Barttracht.Blueserszenezentriert|rahmenlos|90pxIn den 1960er Jahren erlangte der Blues in der DDR zunehmend offiziell Anerkennung. Neben traditionellen Jazzliebhabern begannen sich auch rockbegeisterte Jugendliche für den Blues zu interessieren. Ihren Höhepunkt erreichte die Blueser- oder Kundenszene zum Ende der 1970er Jahre.DDR-spezifische Jugendkultur bzw. eine Gegenströmung zur „offiziellen“ Jugendkultur in der DDR. Ihr Leitsatz waren die Ideale aus der westlichen Hippie-Bewegung wie Freiheit, Authentizität und Nonkonformismus. Der Szene gehörten mehrheitlich junge Facharbeiter, aber auch Oberschüler und Studenten an. lange Haare, Vollbart, Jeanshose und -jacke, Parka, langer wallender Rock oder Kleid, gebatikte T-Shirts, gefärbte historische Unterkleider, Nachthemden und Latzhosen, Fleischerhemd, Jesuslatschen, Tramperschuhe, selbst genähte Hirschbeutel, Nickelbrille.Boho-Chiczentriert|rahmenlos|120pxBasiert auf Einflüssen der Hippies und der Bohème, ab den frühen 1990er Jahren, Höhepunkt 2005 in England und USA, auch bobo chic, Beispiele sind Sienna Miller, Kate Moss und Mary-Kate Olsen im genannten Zeitraum.weit geschnittene, meist lange und weiße Röcke, Pelzjacken, bestickte Tuniken, kurz geschnittene Jacken, große Gürtel, Stiefel aus Schafleder und Cowboystiefel, aufgebauschte Cardigans und „hobo bags“ genannte Handtaschen.Büro- und Geschäftskleidungzentriert|rahmenlos|120pxKleidungsstil, der in Büros und im Geschäftsbereich getragen wird, insbesondere Anzüge, Hosenanzüge und Kostüme.Clubwearzentriert|rahmenlos|120pxSpezifische Kleidungsstile, die speziell von Disco- oder Clubgängern getragen wurden, gibt es seit der Disco-Welle der 1970er-Jahre (z. B. Saturday-Nightfever). Eine eigenständige Techno-Mode und -Ästhetik entwickelte sich seit Ende der 1980er-Jahre. Mit dem Aufschwung der Technoszene fanden diese Stilrichtungen Anfang der 1990er-Jahre zunehmende Verbreitung.Englisch-sprachiger Begriff für Club- und Discomode. Es entwickelten sich eigene Disco- und Clubkulturen mit eigenen Kleidungsstilen bzw. üblichen Dresscodes.Cyberpunkzentriert|rahmenlos|90pxModelstil, der sich futurischen Themen bzw. dem Cyberspace widmet.Emozentriert|rahmenlos|140pxJugendkultur und Modeerscheinung der 2000er und 2010er JahreLebenseinstellung, in der Gefühle, Weltschmerz und Freundschaft eine große Rolle spielten und nicht versteckt wurden.Emo wurde modisch insbesondere mit schwarzen Haaren und schwarzer Kleidung, Skinny-Jeans, Karomuster und Nietengürteln in Verbindung gebracht.Ethical Fashionzentriert|rahmenlos|140pxSeit Ende der 1980er Jahre bis Anfang der 1990er JahreBegriffsneuschöpfung, die ein Konzept ethisch und ökologisch korrekter industrieller Kleidungsfertigung bezeichnet. Ähnlich wie social fashion, eco fashion oder Öko-Modeversucht ethical fashion eine Symbiose von Mode mit humaner Fertigung und Umweltverträglichkeit.Flapperzentriert|rahmenlos|100pxDie Flapper entstand in der Zeit der amerikanischen Prohibition. In den 1920er Jahren bezeichnete der Ausdruck Flapper (engl.: jemand, der flattert) junge Frauen, die kurze Röcke und kurzes Haar trugen, Jazz hörten selbstbewusst auftraten, sich schminkten, hochprozentigen Alkohol tranken und rauchten. Die Kleider waren glatt und hingen lose am Körper, die Arme blieben unbedeckt, und die Gürtellinie rückte auf Hüfthöhe. Gothic-Modezentriert|rahmenlos|120pxGing Anfang der 1980er Jahre aus dem Punk- und New-Wave-Umfeld hervor und hat sich aus mehreren Splitterkulturen zusammensetzt. Sie existierte in den 1980er und 1990er Jahren im Rahmen der Dark-Wave-Bewegung und bildete bis zur Jahrtausendwende den Knotenpunkt der sogenannten Schwarzen Szene.Blass geschminkte Gesichtsfarbe, schwarze Kleidung, Kleidungsstücke, wie Strumpfhosen oder Netzhemden, werden absichtlich mit Rissen oder Löchern versehen.Gangurozentriert|rahmenlos|60pxGanguro ist ein Trend bei japanischen Frauen der aus Shibuya, einem Jugendviertel in Tokio, stammt.Der Begriff stammt von den japanischen Worten gan (Gesicht) und kuro (schwarz), weitere Bezeichnungen sind Orange Girls nach dem orangen Hautton durch übermäßigen Gebrauch von Selbstbräuner oder Egg Girls nach dem japanischen Mädchenmagazin Egg.stark gebräunte Haut, helles Augenmakeup und pastellfarben geschminkte Lippen, hell gebleichte Haare.Girliezentriert|rahmenlos|80pxDer Girlie-Stil entwickelte sich in den 1990er Jahren.europäische Jugend- und Subkultur der 1990er Jahre bzw. der Generation YKleidung und Schuhe, die viel Bewegungsfreiheit erlaubten. Gyaruzentriert|rahmenlos|120pxDas Wort breitete sich in den 1970er Jahren aus.Gyaru bezeichnet modebewusste junge Frauen, ein Stilvariante ist Kogal.auffälliges Make-up und FrisurHippiezentriert|rahmenlos|140pxEntstand in den 1960er Jahren in den USA und lehnt sich an den vorher bekannten Hipster-Stil an.Gegenkulturelle Jugendbewegung der 1960er Jahre.Durch Eigenproduktion mittels Nähen, Färben und Stricken setzte man sich von der Konsumgesellschaft ab.Hip-Hop oder Street fashionzentriert|rahmenlos|90 pxHat Ursprünge in den afroamerikanischen Ghettos New York Citys der 1970er-Jahre, mittlerweile weltweit verbreitetSehr weite, tiefhängende Hosen (Baggy Pants), starkes Markenbewusstsein, helle, farbenfrohe Kleidung, weiße Sneaker, Übergrößen (T-Shirts bis zu 9XL), Schlüsselband, außen getragene Ketten, auffällige funkelnde Ohrstecker, Bandana, Kappen, auffällige RingeHipsterzentriert|rahmenlos|140pxin den 2010er Jahren aufgekommene Bezeichnung, die der gleichnamigen avantgardistischen Subkultur des mittleren 20. Jahrhunderts entlehnt ist. Junge Erwachsene der urbanenMittelschicht.Incroyables et merveilleuseszentriert|rahmenlos|100pxDie Freiheiten nach der Französischen Revolution wurden von einer Klasse von Neureichen genutzt, die sich selbst Incroyables et les Merveilleuses nannten.Sie übertrieben ihre Mode und ihre Aussprache so sehr, dass satirische Schrifte, Liedern und Karikature entstanden.besonders auffällige Kleidung, blonde Perücken, die bisher verboten waren. Krinolinenmodezentriert|rahmenlos|100pxdurchgehende Epoche von 1842 bis etwa 1870KrinolineUnterrock aus mit Rosshaar verstärktem Gewebe. Der Rock erhielt dadurch eine Kuppelform, die die Mode bis in die 1860er Jahre bestimmte.Lolita-Modezentriert|rahmenlos|100pxaus Japan stammend, basiert auf dem viktorianischen Stil sowie Kleidung aus dem Rokokobauschige, durch Petticoats unterstützte knielangen Röcke oder Kleider, oft mit Rüschen und Spitze verziertMary Jane-Spangenschuhe, Plateauschuhe, Ponyschnitt, Headpieces (spitzenbesetzte Bänder), Bonnets (Häubchen), Schleifen, Blumen oder absichtlich schief sitzende Mini-Zylinder, mit Spitze oder Rüschen besetzte Regen- oder Sonnenschirme, kleine Handtaschen, Puppen, seltener Fächer oder Plüschtiere.Mode à la grecquezentriert|rahmenlos|120pxVon 1794 bis 1811 in der Zeit des Directoire und EmpireBezeichnet man in der Mode des Directoire und Empire eine sich an antike Vorbilder stark anlehnende Frauenmode.