Der Sanpoil River (auch San Poil geschrieben) ist ein Nebenfluss des Columbia River im US-Bundesstaat Washington.

Name Der Name Sanpoil ist von dem Okanagan-Begriff [snpʕʷílx] abgeleitet, was „Leute aus dem grauen Land“ bedeutet, oder „grau, soweit man sehen kann“.

Verlauf mini|rechts|Ein Hügel südlich von Republic (Washington) im Sanpoil River Valley an der Washington State Route 21 Der Sanpoil River entspringt nahe der Stadt Republic im Okanagan Highland, östlich des Okanogan River. Er fließt südwärts durch den Colville National Forest, den Okanogan National Forest und die Colville Indian Reservation. Nach Eintritt in die Reservation nimmt der Fluss seinen Hauptzufluss, den West Fork Sanpoil River, auf. Danach fließen weitere kleine Gewässer zu wie der Twentyone Mile Creek, der Twentythree Mile Creek und der Thirty Mile Creek.

Der Sanpoil River mündet in den Franklin D. Roosevelt Lake (FDR Lake), den aufgestauten Columbia River oberhalb des Grand Coulee Dam. Der Damm staut auch die letzten Meilen des Sanpoil River. Dieser Teil des FDR Lake wird Sanpoil Arm genannt. Wie viele Zuflüsse des Columbia River, war der Sanpoil River ein wichtiger Wanderweg für Lachse, bevor der Fluss gestaut wurde.

Eine relativ kleine Zahl von adfluvialen wilden Regenbogenforellen und der Gefangenschaft entkommene Rotlachse wandern zwischen dem Sanpoil River und dem Lake Roosevelt. Schwarzbarsch und Glasaugenbarsch, zwei nicht-indigene Raubfische, die sich während der Wander-Saison der Jungfische am Übergang von Fluss und See aufhalten, werden verdächtigt, große Mengen dieser Arten zu fressen. Um den Prozentsatz der gefressenen Jungfische zu bestimmen, benutzten Stroud et al. (2010, 2011) bioenergetische Modelle, die mit den geschätzten Populationen verknüpft waren. Sie schätzten, dass die Räuber 105 (95-%-Konfidenzintervall zwischen 86 und 162) Prozent der halbjährigen Rotlachse, 39 (33–68) Prozent der anderthalbjährigen Rotlachse, 74 (60–118) Prozent der einjährigen Regenbogenforellen und 53 (44–92) Prozent der zwei- und dreijährigen Regenbogenforellen innerhalb von 113 Tagen fressen.

Lebensräume Bergflüsse Mischwälder Feuchtgebiete Süßwasser-Marschen

Vögel Eistaucher Spatelente Steinadler und Weißkopfseeadler Kalifornienzwergkauz Schwarzkinnkolibri, Sternelfe und Rotrücken-Zimtelfe Blutgesichtspecht und Helmspecht Rotnacken-Saftlecker Tannenschnäppertyrann, Buschland-Schnäppertyrann und Ufertyrann Cassinvireo Zwergkleiber Blaukehl-Hüttensänger Uferwaldsänger

Siehe auch Liste der Flüsse in Washington

Literatur Atwater, Brian F.: Pleistocene Glacial-Lake Deposits of the Sanpoil River Valley, Northeastern Washington. U.S. Geological Survey bulletin, 1661. Washington: G.P.O., 1986. Atwater, Brian F.: Guidebook for 1983 Friends of the Pleistocene Field Trip to the Sanpoil River Valley, Northeastern Washington. U.S. Geological Survey open-file report, 83–456. Menlo Park, CA: U.S. Geological Survey, 1983. Geological Survey (U.S.), and L. L. Bryan. Plan and Profile of Hall Creek, Mouth to Mile 4 and Dam Sites on Sanpoil River, Washington. [Washington, D.C.]: Dept. of the Interior, U.S. Geological Survey, 1930. Juul, Steve Thorvald Julius et al. Nonpoint Pollution at the Headwaters of the Sanpoil River in Ferry County, Washington. Pullman, Wash: State of Washington Water Research Center, 1993. Pacific Northwest River Basins Commission: River Mile Index: Moses Coulee, Crab & Foster Creeks, Okanogan (Okanagan), Sanpoil, Colville & Kettle Rivers. [S.l.]: The Committee, 1968. Trotter, Patrick C.: Genetic and Phenotype Catalog of Native Resident Trout of the Interior Columbia River Basin: FY-99 Report: Populations of the Pend Oreille, Kettle, and Sanpoil River Basins of Colville National Forest. Portland, OR: Bonneville Power Administration, 2001.

Weblinks

Vogelbeobachtung am Sanpoil River Trail () – Angaben zu Quell- und Mündungskoordinaten (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Fluss in Nordamerika Kategorie:Fluss in Washington