Die Gmina Sztutowo [] ist eine Landgemeinde im Powiat Nowodworski der Woiwodschaft Pommern in Polen. Sie hat eine Fläche von 107,5 km², auf der Menschen leben (). Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf ( Stutthof).
Geografie mini|links|Karte der Landgemeinde Die Landgemeinde liegt in Pommerellen im Gebiet des Żuławy Wiślane (Weichsel-Nogat-Delta) am Fuß der Mierzeja Wiślana (Frische Nehrung). Die Landschaft südlich von Nehrung und Ostseeküste wird durch die Landschaft der Kampen bestimmt, eine Vielzahl kleiner Inseln, die im Delta der Königsberger und Elbinger Weichsel liegen. Im Westen liegen die Kleinstädte Nowy Dwór Gdański (Tiegenhof), der Sitz des Powiats und Nowy Staw (Neuteich). 32 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 17 % sind Wald, ein Teil des Zalew Wiślany (Frisches Haff) ist Gemeindegebiet. Der östlich anschließende Teil der Nehrung gehört bis zur russischen Grenze zur Stadt Krynica Morska (Kahlberg).
Geschichte Bis zur Ersten Polnischen Teilung gehörte das Gemeindegebiet zur Stadt Danzig. 1773 kam Stutthof zum Königreich Preußen und zur Provinz Westpreußen. Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags kam das Gebiet nach dem Ersten Weltkrieg 1920 an die Freie Stadt Danzig (Landkreis Danziger Niederung).
Schon vor dem Überfall auf Polen wurde bei Stutthof das spätere Konzentrationslager Stutthof angelegt. Im Zweiten Weltkrieg fanden hier die letzten Kampfhandlungen statt, Stutthof wurde erst nach der Kapitulation durch die Rote Armee eingenommen und fiel in der Folge an Polen.
Von 1975 bis 1998 gehörte die Landgemeinde zur Woiwodschaft Elbing. Ursprünglich reichte das Gemeindegebiet bis zur russischen Grenze. Am 1. April 1991 wurde der östliche Teil mit Krynica Morska eine eigene Stadtgemeinde.
Es gibt Pläne bei Skowronki (Vogelsang) einen Kanal durch die Nehrung zu bauen.
Gemeindegliederung Schulzenämter Zur Landgemeinde gehören die in der Tabelle aufgeführten acht Ortschaften mit jeweils einem Schulzenamt.
polnischer Name deutscher Name (bis 1945) Einw.(2011) Lage BildGrochowo Pierwsze zu Neukrügerskampe 127 100px|Haus in Grochowo PierwszeGrochowo Trzecie Neukrügerskampe ? Groszkowo Groschkenkampe 150 Kąty Rybackie Bodenwinkel 707 100px|Hafen in Kąty RybackieKobyla Kępa Kobbelkampe 90 100px|Königsberger Weichsel in Kobyla KępaŁaszka Laschke 310 100px|Bei ŁaszkaPłonina Grenzdorf B 45 100px|Bei PłoninaSztutowo Stutthof 2988 100px|Fachwerkhaus in Sztutowo
Weitere Ortschaften mini|Skowronki Dublewo (Dubbashaken) – gehört zu Płonina Graniczna (Blockhauskampe) – gehört zu Płonina Grochowo Drugie (Störbuderkampe) – gehört zu Sztutowo Groszkowo (osada), Siedlung – gehört zu Groszkowo Przyłap (Kirrhaken) – gehört zu Kobyla Kępa Skowronki (Vogelsang) – gehört zu Kąty Rybackie Sztutowska Kępa (Stutthöferkampe) – gehört zu Łaszka Wydmina (Norderhaken) – gehört zu Łaszka
Die Preußische Kampe (poln. Doły) war ein Wohnplatz, der früher zur Grenzdorf B und heute zu Płonina gehört. Der Große Weidenhaken war ein Wohnplatz, der früher zur Stutthöferkampe und heute zu Grochowo Trzecie gehört.Großer Weidenhaken bei westpreussen.de
Sehenswürdigkeiten mini|Eingangstor zum KZ Stutthof Einziges denkmalgeschütztes Objekt ist das Konzentrationslager.
Baudenkmal und Museum KZ Stutthof
Museum Muzeum Zalewu Wislanego (Haff- und Fischereimuseum) in Kąty Rybackie
Kirchen Kirche św. Wojciecha in Sztutowo (1860–1878) Kirche św. Marka Ewangelisty (1990–1995) mit dem Gnadenbild der Maria Knotenlöserin in Kąty Rybackie
Sonstiges Klappbrücke in Sztutowo Pumpstation in Grochowo Pierwsze
Natur Strand an der Ostsee Königsberger Weichsel Frisches Haff Naturschutzgebiet bei Kąty Rybackie Waldgebiet der Frischen Nehrung
Literatur John Muhl: Die Geschichte von Stutthof, Danziger Verlag-Gesellschaft m.b.H., 1928.
Weblinks
Offizieller Internetauftritt der Gmina Sztutowo (polnisch)
Fußnoten