Dieses Glossar der Sexualität und Pornografie ist ein Glossar mit Bezeichnungen zur Sexualität des Menschen und zur Pornografie sowie zu Sexualpraktiken – nicht gelistet sind sexualmedizinische und spezifische Bezeichnungen der LGBT-Gemeinschaft (siehe auch Liste von Abkürzungen in der Sexarbeit, Liste von untypischen sexuellen Interessen und Sexualsprache).
Sexuelle Beschaffenheit und Orientierung Sexuelle Orientierung
Sexuelle Präferenzen, Fetische und pornografische Einteilung nach Merkmalen Präferenzen oder Fetische von Körperteilen und -merkmalen, wie der Fußfetischismus, Body worship, Amelotatismus, Feeding, (Scham-)Behaarung (vgl. Trichophilie), Brust-, Vulva- oder Penisgröße Präferenzen oder Fetische von Kleidung wie der Schuhfetischismus, Gummifetischismus, Transvestitischer Fetischismus, Cosplay, Reizwäsche, Latexkleidung, Lackkleidung oder Lederkleidung. Ist nur der Mann nicht bekleidet wird von „Clothed female, naked male“ (abgekürzt CFNM) gesprochen und umgekehrt von „Clothed male, naked female“ (abgekürzt CMNF). Präferenzen und Fetische gegenüber einzelnen Körperreizen, Ausscheidung oder Beschmutzung, wie der Geruchsfetischismus, Klismaphilie, Saliromanie, Rauchfetischismus, Melken oder Koprophilie Präferenzen gegenüber bestimmten Ethnien und Menschengruppen (zum Beispiel Asiaten, Amerikaner, Europäer, Afroamerikanern, Südländern, Muslimen, Latinos, Menschen mit Behinderung usw.) Präferenzen gegenüber bestimmten Altersgruppen, zum Beispiel Teens (junge Erwachsene in Pornos), Milfs (Frauen mittleren Alters) oder Gilfs (Frauen im Rentneralter), Mature als Ausdruck für reife Sexualpartner oder Pädophilie Präferenzen oder Fetische gegenüber Orten, wie Outdoor-Sex oder Abortfetischismus Präferenzen oder Fetische gegenüber Objekten wie Agalmatophilie
Siehe auch: Liste von Paraphilie
Geschlechter/Gender
Sexualpraktiken
Name Bild BeschreibungAgeplay200x200px|zentriertRollenspiele, bei denen die Teilnehmer so agieren, als hätten sie ein anderes Lebensalter, beispielsweise beim bekannten „Vater-Mutter-Kind“-Spiel von Kindern. Grundsätzlich kann das Alter der angenommenen Rolle über oder unter dem tatsächlichen Alter des Beteiligten liegen.AnaldehnungSammelbegriff für Übungstechniken mit dem Ziel, die Schließmuskeln des menschlichen Anus zu dehnen.Anale Masturbation200x200px|zentriertautosexuell herbeigeführte anale Penetration oder durch anorektale Einführung von Gegenständen (Dildos / Vibratoren / Analplugs) beabsichtigte Stimulation von zusätzlichen extragenital lokalisierten erogenen Zonen (G-Punkt / P-Punkt) mit der Intention hierdurch die Orgasmusstärke zu potenzieren.Analverkehr200x200px|zentriertEinführen des erigierten männlichen Penis in den Anus des Sexualpartners.Barebackingungeschützter GeschlechtsverkehrBlümchensexDeutsche Bezeichnung für eine sanfte, auf Zärtlichkeit ausgerichtete Sexualität, die sowohl Petting als auch – wenn auch nicht zwingend – Geschlechtsverkehr umfasst; auch als Kuschelsex bezeichnet.Casual Sex (auch Gelegenheitssex oder Casual Dating)Verschiedene Arten von sexuellen Aktivitäten außerhalb des Bereiches romantischer Beziehungen.Brustwarzenstimulation200x200px|zentriertVerbreitete sexuelle Praktik, die oft in Verbindung mit anderen Praktiken, aber auch alleine ausgeübt wird.Bukkake200x200px|zentriertGruppensexpraktik, bei der mehrere Männer auf eine weitere Person ejakulieren. Dies geschieht meist in Form der Ejakulation ins Gesicht, des Facial, einer Form der Gesichtsbesamung (auch Cumshot genannt).Chem-SexSexualverkehr unter dem Einfluss von synthetischen Drogen.Coitus interruptusVeraltete und sehr unsichere Methode der natürlichen Empfängnisverhütung, bei der der Geschlechtsverkehr so unterbrochen wird, dass die Ejakulation des Mannes außerhalb der Vagina und Vulva erfolgt, um das Vordringen der Spermien zur Eizelle im Eileiter der Frau zu verhindern.Cuckold200x200px|zentriertBezeichnet einen Mann, der in einer festen Partnerschaft oder Liebesbeziehung durch den intimen Kontakt seiner Partnerin mit anderen Männern (Fremdgehen) sexuellen Lustgewinn erlangt. Dabei kann der Cuckold dominantes, voyeuristisches, masochistisches und/oder devotes Verhalten bevorzugen.Cybersex200x200px|zentriertVerschiedene Formen der virtuellen Erotik, sexueller Interaktion und Pornografie wie zum Beispiel Camsex, Sexsimulationen oder Sexting.Daoistische Sexualpraktiken200x200px|zentriertArt Sex zu praktizieren, die dem Daoismus entstammt, jedoch nicht von allen Daoisten, die teilweise auch Mönche waren, ausgeführt wurden.Deepthroating oder auch Gagging200x200px|zentriertVariante des Oralverkehrs, bei welcher ein Penis oder Dildo gänzlich im Rachen aufgenommen wird.Dirty TalkDas Benutzen von erotisierenden oder sehr anschaulichen und direkten Wörtern vor oder während des Geschlechtsverkehrs zur Erhöhung der sexuellen Stimulation.Dogging (Sexualpraktik)200x200px|zentriertSpielart von Exhibitionismus, bei der sich Menschen zum Sex an öffentlichen Plätzen, etwa im Wald oder auf Parkplätzen, treffen.Doktorspiele und KlinikerotikUnter Erwachsenen finden sich den Doktorspielen angelehnte Sexualpraktiken manchmal im BDSM-Kontext wieder (sexuelles Rollenspiel). Man nennt diese erotische Spielart auch Klinikerotik, Kliniksex oder, in Anlehnung an die weiße Kleidung von Ärzten und Pflegepersonal, weiße Erotik.Erotische Elektrostimulation200x200px|zentriertSexualpraktik, bei der Gleichstrom oder niederfrequente Wechselströme zur sexuellen Stimulation eingesetzt werdenErotische Laktation200x200px|zentriertStillen eines erwachsenen Partners beziehungsweise eine Relaktation primär aus erotischen Gründen.Erotisches Rollenspiel200x200px|zentriertHierbei nehmen zwei oder mehr Sexualpartner teil, wobei jeder eine bestimmte Rolle übernimmt und sich dieser Rolle entsprechend verhält und gegebenenfalls kleidet oder verkleidet, um sich und/oder dem Partner Lust zu verschaffen.Exhibitionismus200x200px|zentriertSexualpräferenz, bei der die betreffende Person es als lustvoll erlebt, von anderen (meist fremden) Personen nackt oder bei sexuellen Aktivitäten beobachtet zu werden. Er stellt damit das Gegenstück zum Voyeurismus dar.Facesitting200x200px|zentriertSexualpraktik, bei der ein Sexualpartner sich mit seinem Geschlechtsteil und/oder seinem Gesäß auf das Gesicht des anderen setzt. Dies kann sowohl nackt als auch angekleidet geschehen.FelchingSexualpraktik bei der eine Person nach der Ejakulation Samen (meist eigenen) aus der Vagina oder dem Anus des Partners saugt, unter Umständen mit Hilfsmitteln wie Strohhalmen.Femdom200x200px|zentriertAbkürzung für Female dominance (engl. für „weibliche Dominanz“) und bezeichnet Varianten des BDSM, in denen eine Frau die dominante Rolle einnimmt. Der Ausdruck kann auch die dominante Frau selbst bezeichnen. In Anlehnung dazu nennt man die von Männern ausgeübte Dominanz oder den männlichen Dominanten Maledom (engl. male „Mann“ oder „männlich“).Fingern200x200px|zentriertSexuelles Befriedigen der Vulva, Vagina oder des Afters mit den Fingern oder der Hand. „Sich selbst fingern“ ist synonym für die weibliche Masturbation. Es ist das weibliche Äquivalent zum männlichen Handjob (die manuelle Stimulation des Penis) und mag als penetrativer oder nichtpenetrativer sexueller Akt durchgeführt werden. Abzugrenzen bleibt es vom Fisting oder ähnlichen sexuellen Praktiken.Fisting200x200px|zentriertSexuelle Praktik bei der mehrere Finger bis hin zu einer oder mehreren Händen in die Vagina (brachiovaginal) oder den Anus (brachioproktisch) eingeführt werden.Flotter Dreier200x200px|zentriertUmgangssprachliche Bezeichnung für die Ausübung von Geschlechtsverkehr zwischen drei Personen und stellt damit die kleinstmögliche Variante von Gruppensex dar.Frotteur200x200px|zentriertMensch, der dadurch sexuell stimuliert wird, dass er sich an anderen Menschen reibt.Geschlechtsverkehr200x200px|zentriertTraditionelles Verständnis ist die heterosexuelle Vereinigung zweier Sexualpartner, bei der der Mann den erigierten Penis in die Vagina der Frau einführt – den Vaginalverkehr.Griff der Kleopatra200x200px|zentriertBeim Griff der Kleopatra kontrahieren die Vaginalmuskeln um den eingeführten Penis und massieren ihn. Der Mann liegt bei der Stellung flach auf dem Rücken. Beide Partner verhalten sich still, ohne ihre Hüften zu bewegen und ohne rhythmischen Stöße. Die auf allen vieren über dem Mann kniende Frau zieht den erigierten Penis durch An- und Entspannen ihrer Vaginalmuskeln in sich hinein. Die Frau benötigt für die Praktik starke Vaginalmuskulatur und Übung. Das Anspannen der Beckenbodenmuskulatur wirkt für sie lustfördernd. Die Technik ist im Tantra als Pompoir (Tamil) bekannt. Weitere Begriffe sind Bhaga Asana (Sanskrit) und Playing the flute (englisch).GruppenmasturbationSexualpraktik, bei der eine Gruppe von meist männlichen Personen einen Kreis bildet und sich selbst oder gegenseitig masturbiert.Gruppensex200x200px|zentriertSexualpraktik, an der mehr als zwei Personen beteiligt sind. Haben drei Personen Sex miteinander, nennt man dies eine Triole oder umgangssprachlich auch einen „flotten Dreier“.