Friedrichsgmünd (fränkisch: GmindE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 21.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Georgensgmünd im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Er ist mittlerweile räumlich mit Georgensgmünd verschmolzen und als eigener Ort nicht mehr erkennbar und auch nicht ausgeschildert. In Friedrichsgmünd befinden sich Marktplatz, Rathaus und Schulen der Gemeinde Georgensgmünd. Friedrichsgmünd liegt in der Gemarkung Georgensgmünd.
Geografische Lage Das ehemalige Dorf liegt an der Fränkischen Rezat, die sich 0,2 km weiter östlich mit der Schwäbischen Rezat zur Rednitz vereinigt, und ist von Flurgebieten umgeben: Im Nordwesten grenzt die „Radwiesen“ an, im Südosten die „Lehbihl“, im Osten die „Lehbihlwiesen“ und im Norden der gemeindliche Espan.
Geschichte Ursprünglich bestand der Ort Friedrichsgmünd nur aus einem Jagdschlösschen, das der Ansbacher Markgraf Albrecht II. im Jahr 1666 für sich errichten ließ.F. Eigler: Schwabach, S. 177. Der Ort wurde nach seinem Sohn Johann Friedrich benannt.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 21 f.Friedrichsgmünd auf der Website georgensgmuend.de In den Oberamtsbeschreibungen des Jahres 1732 von Johann Georg Vetter gab es in Friedrichsgmünd 10 Anwesen, darunter ein Brauhaus mit Tafernwirtschaft, einen Eisenhammer, eine Eisenschmelze, an deren Stelle im Folgejahr die Untere Papiermühle errichtet wurde, und eine Ziegelhütte. Zu dieser Zeit wurde auch das Verwalterämtlein Friedrichsgmünd gegründet.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Friedrichsgmünd mit Hammerschmiede, Obere und Untere Papiermühle eine Realgemeinde. In Friedrichsgmünd gab es 25 Anwesen (4 Häuser, 14 Halbhäuser, 6 Viertelhäuser, 1 Tafernwirtschaft). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Verwalterämtlein Friedrichsgmünd inne.F. Eigler: Schwabach, S. 389 f. 1800 soll es im Ort 19 Untertansfamilien gegeben haben.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 223.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Friedrichsgmünd dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Georgensgmünd und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Georgensgmünd zugeordnet.F. Eigler: Schwabach, S. 472. Nach 1973 wurde der Ort nicht mehr in den amtlichen Ortsverzeichnissen aufgelistet.
Baudenkmäler In Friedrichsgmünd gibt es 17 Baudenkmäler: Kriegerdenkmäler Wohnhäuser Villen Bahnhof
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970Einwohner 186 210 280 350 485 518 697 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1925 als Wohngebäude. 40 26 75 94 106 Quelle
Religion Friedrichsgmünd ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Georgensgmünd) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Wunibald (Georgensgmünd) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Georgensgmünd) Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1666