mini|hochkant|Bettina Brokemper (2023) Bettina Brokemper (* 1971 in Köln) ist eine deutsche Filmproduzentin.

Leben Bettina Brokemper studierte von 1993 bis 1997 Produktion und Medienwirtschaft an der HFF München. Nach dieser Zeit war sie für zwei Jahre in Los Angeles im Rahmen eines Förderstipendiums (GWFF) tätig. Seit 2001 leitet sie das Kölner Büro der dänischen Filmfirma Zentropa.Sie macht es möglich bei taz.de 2003 gründete sie die Produktionsgesellschaft Heimatfilm.

Zu ihren größten Erfolgen gehören Falscher Bekenner (Premiere in der Sektion „Un Certain Regard“, Festival de Cannes 2005), Bal – Honig (u. a. Goldener Bär 2010), Dreileben – Eine Minute Dunkel (u. a. Grimme-Preis 2012), Hannah Arendt (u. a. Deutscher Filmpreis in Silber 2013) und Wild (u. a. Deutscher Filmpreis in Bronze 2017). Nur ein Tag wurde mit dem Preis der deutschen Filmkritik als Bester Kinderfilm 2017 ausgezeichnet.

Bis 2019 war Brokemper außerdem Dozentin an der Kunsthochschule für Medien Köln.

2020 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin berufen.Berlinale 2020: Internationale Jury. In: berlinale.de, 4. Februar 2020 (abgerufen am 4. Februar 2020). Im November 2021 wurde Brokemper im Rahmen des 70. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, zudem mit einer Hommage „als eine der prägnantesten Stimmen innerhalb der europäischen Filmbranche geehrt“.

Bettina Brokemper ist Mitglied der European Film Academy, bei der sie auch Vorstandsmitglied war, und der Deutschen Filmakademie und wurde 2008 für herausragende europäische Koproduktionen mit dem „Prix Eurimages“ ausgezeichnet. 2014 erhielt sie die Auszeichnung des Kölner Kulturrats „Kulturmanagerin des Jahres 2013“. Zudem war sie von 2010 bis 2016 Verwaltungsratsmitglied des Rendez-vous franco-allemands du cinéma. Brokemper war außerdem Teilnehmerin des ACE Network und EAVE+ und ist Teil des EWA Mentoring Programs.

Die Fachzeitschrift The Hollywood Reporter nannte Brokemper 2023 eine der "40 Most Influential Women in International Film".

Filmografie (Auswahl) 2002: Oysters van Nam Kee 2003: Falling Into Paradise 2003: Dogville 2004: Die syrische Braut (Ha-Kala Ha-Surit) 2004: 2nd and a 2005: Dear Wendy 2005: Manderlay 2005: Falscher Bekenner 2006: Sweet Mud – Im Himmel gefangen (Adama Meshuga’at) 2006: WWW – What A Wonderful World 2007: Insel der verlorenen Seelen (De fortabte sjæles ø) 2007: Gegenüber 2008: Lemon Tree 2008: Süt – Milch (Süt – Milk) 2008: Entführt – Ich hol dich da raus 2008: Der Brief für den König (De brief voor de Koning) 2009: Zwölf Winter 2009: Sturm (Storm) 2009: Antichrist 2010: Bal – Honig (Bal) 2010: Die Frau des Schläfers 2010: Unter dir die Stadt 2011: Dreileben – Eine Minute Dunkel 2011: Melancholia 2011: Death for Sale 2011: Das bessere Leben 2012: Drachenmädchen 2012: The most fun you can have dying 2012: Hannah Arendt 2013: Giraffada 2013: Sonnenwende 2013: Naked Opera 2013: Qissa 2013: Giraffada 2013: Nymphomaniac 2014: Shattering Shadows 2014: Die Lügen der Sieger 2014: Mein Herz tanzt (Dancing Arabs) 2015: Ephraim und das Lamm 2016: Wild 2017: Nur ein Tag 2017: Die Spur (Pokot) 2017: Jetzt. Nicht. 2017: Forget About Nick 2017: Unser Kind 2017: Aus nächster Distanz 2017: Grain 2018: The Happy Prince 2018: The House That Jack Built 2018: Wintermärchen 2021: Töchter 2022: Daughter of Rage (La hija de todas las rabias) 2022: Die Gewerkschafterin (La Syndicaliste) 2023: Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste 2023: Bis ans Ende der Nacht 2024: Des Teufels Bad 2026: The Education of Jane Cumming

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