Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1931 begannen am 24. März 1931 und endeten am 14. April 1931 mit dem 3:2-Sieg der Canadiens de Montréal gegen die Chicago Black Hawks. Die Canadiens gewannen somit ihren insgesamt vierten Titel und wurden zugleich zum zweiten NHL-Team nach den Ottawa Senators (1920 & 1921), das den Stanley Cup verteidigen konnte. Im Vorjahr hatte sich Montréal mit 2:0 gegen die Boston Bruins durchgesetzt. Eben jene Bruins waren es auch, die in diesem Jahr mit Cooney Weiland den Topscorer stellten, obwohl dieser mit seiner Mannschaft bereits im Halbfinale an den Canadiens gescheitert war. Die Black Hawks hingegen bestritten ihr erstes Stanley-Cup-Endspiel überhaupt.

Modus Für die Playoffs qualifizierten sich die jeweils drei besten Teams der beiden Divisionen. Die beiden Divisionssieger spielten in einem ersten Halbfinale direkt einen der beiden Finalteilnehmer aus. Die vier übrigen Teams standen sich in zwei Viertelfinals gegenüber, wobei die beiden Divisionszweiten sowie die beiden Divisionsdritten aufeinandertrafen. Die Viertelfinals mündeten schließlich im zweiten Halbfinale, das den zweiten Finalteilnehmer ermittelte. Dabei wurde das erste Halbfinale sowie das Stanley-Cup-Finale im Best-of-Five-Modus ausgetragen, während in der zweiten Halbfinalserie und den beiden Viertelfinalserien grundsätzlich zwei Spiele ausgetragen wurden. In diesen wurde nur die Tordifferenz zum Weiterkommen berücksichtigt, sodass auch Unentschieden möglich waren.

In Serien mit Best-of-Five-Modus hatte das niedriger gesetzte Team in den ersten beiden Spielen Heimrecht, bevor die höher gesetzte Mannschaft drei Heimspiele in Folge bestritt. In Serien mit nur zwei Partien richtete jedes Team ein Heimspiel aus. Anzumerken ist jedoch, dass von der dargestellten Verteilung des Heimrechts aus verschiedenen Gründen regelmäßig abgewichen wurde.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime. Sie endete durch das erste erzielte Tor (Sudden Death). Von dieser Regelung ausgenommen waren die Viertelfinalspiele sowie das zweite Halbfinale, die allesamt Unentschieden enden konnten und nur in die Overtime gingen, sofern die Tordifferenz am Ende des zweiten Spiels keinen Sieger hervorgebracht hatte.

Qualifizierte Teams Canadian Division (C1) (C2) (C3) American Division (A1) (A2) (A3)

Playoff-Baum

Viertelfinale (C2) Toronto Maple Leafs – (A2) Chicago Black Hawks

(A3) New York Rangers – (C3) Montreal Maroons

Halbfinale (A1) Boston Bruins – (C1) Canadiens de Montréal

(A2) Chicago Black Hawks – (A3) New York Rangers

Stanley-Cup-Finale (C1) Canadiens de Montréal – (A2) Chicago Black Hawks

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger100px|Logo der Montréal CanadiensCanadiens de Montréal Torhüter: George Hainsworth

Verteidiger: Marty Burke, Albert Leduc, Art Lesieur, Georges Mantha, Sylvio Mantha (C), Jean Pusie

Angreifer: Johnny Gagnon, Aurèle Joliat, Armand Mondou, Wildor Larochelle, Pit Lépine, Howie Morenz, Gus Rivers, Nick Wasnie Cheftrainer: Cecil Hart  General Manager: Léo Dandurand

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts PIM Cooney Weiland Boston 5 6 3 9 2 Johnny Gagnon Montréal Canad. 10 6 2 8 10 Georges Mantha Montréal Canad. 10 5 1 6 4 Pit Lépine Montréal Canad. 10 4 2 6 6 Johnny Gottselig Chicago 9 3 3 6 2 Stewart Adams Chicago 9 3 3 6 8 Dit Clapper Boston 5 2 4 6 4 George Owen Boston 5 2 3 5 13 Howie Morenz Montréal Canad. 10 1 4 5 10 Mush March Chicago 9 3 1 4 11 Nick Wasnie Montréal Canad. 10 3 1 4 8 Aurèle Joliat von den Canadiens de Montréal erzielte ebenfalls vier Assists.

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die drei besten Torhüter in der Kategorie Gegentorschnitt sowie den jeweils Führenden in Shutouts und Siegen.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, GA = Gegentore, SO = Shutouts, GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 120 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L T GA SO GAA John Ross Roach NY Rangers 4 240:00 2 2 0 4 1 1,00 Chuck Gardiner Chicago 9 638:00 5 3 1 14 2 1,32 Lorne Chabot Toronto 2 139:20 0 1 1 4 0 1,72 George Hainsworth Montréal Canad. 10 721:46 6 4 0 21 2 1,75

Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1931 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs auf bigmouthsports.com (PDF-Dokument, 727 kB)

#1931 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1931