Das Double 1977/78 – Eine Zeitreise mit dem 1. FC Köln ist ein Dokumentarfilm von Frank Steffan aus dem Jahr 2017. Der Film behandelt die dokumentarische Aufbereitung der sportlich erfolgreichsten Spielzeit des 1. FC Köln, die am Saisonende 1978 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sowie wie mit dem Sieg im DFB-Pokal endete. Zum damals erst dritten Mal gelang, nach Schalke 04 und Bayern München, einem Verein das sogenannte Double.

Hintergrund und Handlung

Der Dokumentarfilm Das Double 1977/78 – Eine Zeitreise mit dem 1. FC Köln zeichnet die Saison 1977/78 in ca. 90 Minuten nach. In dieser Saison gelang dem 1. FC Köln unter Führung des legendären Trainers Hennes Weisweiler sein bisher größter sportlicher Erfolg: Der Gewinn des DFB-Pokals und gleichzeitig der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in einer Spielzeit. Die teilweise hoch dramatischen Ereignisse werden durch zahlreiche Originalspielszenen noch einmal lebendig. Die wichtigsten Zeitzeugen dieser ungewöhnlichen Epoche kommen aus aktueller Sicht zu Wort. Mehr als 30 Zeitzeugen wurden interviewt, u. a. die damals aktiven FC-Spieler Toni Schumacher, Harald Konopka, Dieter Müller, Wolfgang Weber oder Herbert Zimmermann. Auch der damalige Manager des Clubs, Karl-Heinz Thielen erinnert sich genauso wie der damalige Vizepräsident, Klaus Hartmann. Ebenso eingebunden war der damals noch junge Kaderspieler des 1. FC Köln, Preben Elkjaer Larsen. Der spätere Star der dänischen Nationalmannschaft schildert seine Zeit in Köln auf amüsante Art und Weise.

Die Originalaufnahmen aus der Zeit in Verbindung mit den persönlichen Erinnerungen ergeben eine höchst unterhaltsame und spannende Mischung. Ähnlich wie bei Frank Steffans von der Kritik positiv aufgenommenen Vorgängerfilm Heinz Flohe – Der mit dem Ball tanzte wird insbesondere der Fußball der 70er Jahre wieder in den Fokus gerückt, der mehr Raum für große Techniker bot und in der Gegenwart durch seine nicht kommerzielle Ausrichtung das Gefühl der Fußball-Romantik hervorruft.

Nicht nur sportliche Aspekte spielen im Film eine Rolle. 1977/78 war auch aus anderen Gründen eine besondere Epoche. Die Stadt Köln war genau in dieser Zeit die europäische Kunstmetropole, auf Augenhöhe mit New York. Köln war darüber hinaus die Partystadt schlechthin. Die Stadt pulsierte, man sprach von „Swinging Cologne“. Die Jahre 1977 und 1978 waren zudem eine lang nachwirkende Zeitenwende. Die Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer im September 1977, in unmittelbarer Nähe des Müngersdorfer Stadions, markierte einen politischen Bruch in ganz Deutschland in diesem „Deutschen Herbst“. Es waren bewegte Zeiten, in jeder Hinsicht und der Film machte es sich zur Aufgabe, neben der sportlichen Seite, auch diese gesellschaftlichen und politischen Perspektiven zu integrieren.

Am 17. September 2017 fand die Premiere des Films unter großer Medienbeachtung im Kölner Residenz Kino statt.

Auszeichnungen Regisseur Frank Steffan holt mit dem Double 1977/78 – eine Zeitreise mit dem 1. FC Köln den 11mm Publikumspreis. Die zweite 1. FC Köln-Dokumentation des Filmteams um Frank Steffan begeisterte die Zuschauer in dem völlig überfüllten Kino Babylon – darunter der ehemalige Kölner Spieler und Deutsche Meister Karl-Heinz Thielen. Der VfL Wolfsburg-Profi Maximilian Arnold überreichte am Abschlussabend dem Filmemacher die Goldene 11 – den Publikumspreis des 11 mm Fußballfilmfestivals.

Kritiken

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2017 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Fußballfilm Kategorie:1. FC Köln