Rubidiumozonid ist eine chemische Verbindung des Rubidiums aus der Gruppe der Ozonide.

Gewinnung und Darstellung Rubidiumozonid lässt sich aus dem Produktgemisch der Umsetzung von Ozon mit Rubidiumhydroxid in flüssigem Ammoniak extrahieren. 6 RbOH + 4 O3 -> 4 RbO3 + 2 RbOH * H2O + O2

Es kann auch durch Reaktion von Rubidiumhyperoxid und ozonisiertem Sauerstoff erhalten werden.I. I. Vol'nov, M. S. Dobrolyubova, A. B. Tsentsiper: Synthesis of rubidium ozonide via rubidium superoxide. In: Bulletin of the Academy of Sciences, USSR Division of Chemical Science. 15, 1966, S. 1611, . RbO2 + O3 -> RbO3 + O2

Eigenschaften Rubidiumozonid ist ein dunkelroter, bei Raumtemperatur zersetzlicher Feststoff. Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der (a = 645,2, b = 602,2, c = 876,3 pm, β = 122,34°, −20 °C). Hinsichtlich der Packung von Kationen und Anionen besteht eine enge Beziehung zur Caesiumchlorid-Struktur.W. Schnick, M. Jansen: Über Rubidiumozonid. Reindarstellung und Kristallstruktur. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 532, 1986, S. 37, . Bei niedrigen Temperaturen existiert auch noch eine weitere Form (α-RbO3, , a = 436,3, b = 595,3, c = 548,7 pm, β = 99,680°).Annette Sans, Hanne Nuss, Shrikant Mohitkar, Martin Jansen: α-RbO3, a Low Temperature Polymorph of Rubidium Ozonide. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 643, 2017, S. 357, . Bei Erhitzung zersetzt sich die Verbindung zu Rubidiumhyperoxid.

Einzelnachweise

Kategorie:Rubidiumverbindung Kategorie:Ozonid