Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1934 begannen am 20. März 1934 und endeten am 10. April 1934 mit dem 3:1-Erfolg der Chicago Black Hawks gegen die Detroit Red Wings. Die Black Hawks errangen damit ihren ersten Titel der Franchise-Geschichte, nachdem sie 1931 bereits einmal das Endspiel erreicht hatten und dort an den Canadiens de Montréal gescheitert waren. Für die Red Wings, die in Person von Larry Aurie den besten Scorer dieser Playoffs stellten, war es das erste Stanley-Cup-Finale überhaupt; sie sollten ihren ersten Erfolg zwei Jahre später feiern.
Modus Für die Playoffs qualifizierten sich die jeweils drei besten Teams der beiden Divisionen. Die beiden Divisionssieger spielten in einem ersten Halbfinale direkt einen der beiden Finalteilnehmer aus. Die vier übrigen Teams standen sich in zwei Viertelfinals gegenüber, wobei die beiden Divisionszweiten sowie die beiden Divisionsdritten aufeinandertrafen. Die Viertelfinals mündeten schließlich im zweiten Halbfinale, das den zweiten Finalteilnehmer ermittelte. Dabei wurde das erste Halbfinale sowie das Stanley-Cup-Finale im Best-of-Five-Modus ausgetragen, während in der zweiten Halbfinalserie und den beiden Viertelfinalserien grundsätzlich zwei Spiele ausgetragen wurden. In diesen wurde nur die Tordifferenz zum Weiterkommen berücksichtigt, sodass auch Unentschieden möglich waren.
In Serien mit Best-of-Five-Modus hatte das niedriger gesetzte Team in den ersten beiden Spielen Heimrecht, bevor die höher gesetzte Mannschaft drei Heimspiele in Folge bestritt. In Serien mit nur zwei Partien richtete jedes Team ein Heimspiel aus. Anzumerken ist jedoch, dass von der dargestellten Verteilung des Heimrechts aus verschiedenen Gründen regelmäßig abgewichen wurde.
Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime. Sie endete durch das erste erzielte Tor (Sudden Death). Von dieser Regelung ausgenommen waren die Viertelfinalspiele sowie das zweite Halbfinale, die allesamt Unentschieden enden konnten und nur in die Overtime gingen, sofern die Tordifferenz am Ende des zweiten Spiels keinen Sieger hervorgebracht hatte.
Qualifizierte Teams Canadian Division (C1) (C2) (C3) American Division (A1) (A2) (A3)
Playoff-Baum
Viertelfinale (A2) Chicago Black Hawks – (C2) Canadiens de Montréal
(A3) New York Rangers – (C3) Montreal Maroons
Halbfinale (C1) Toronto Maple Leafs – (A1) Detroit Red Wings
(A2) Chicago Black Hawks – (C3) Montreal Maroons
Stanley-Cup-Finale (A1) Detroit Red Wings – (A2) Chicago Black Hawks
Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-SiegerChicago Black HawksTorhüter: Chuck Gardiner (C)
Verteidiger: Taffy Abel, Lionel Conacher, Art Coulter, Roger Jenkins
Angreifer: Tom Cook, Rosario Couture, Leroy Goldsworthy, Johnny Gottselig, Bill Kendall, Jack Leswick, Mush March, Don McFadyen, Elwin Romnes, Johnny Sheppard, Paul Thompson, Louis Trudel Cheftrainer: Tommy Gorman General Manager: Frederic McLaughlin
Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts PIM Larry Aurie Detroit 9 3 7 10 2 Elwin Romnes Chicago 8 2 7 9 0 Herbie Lewis Detroit 9 6 2 8 2 Paul Thompson Chicago 8 4 3 7 4 Johnny Gottselig Chicago 8 4 3 7 4 Ebbie Goodfellow Detroit 9 4 3 7 12 Joe Primeau Toronto 5 2 4 6 6 Charlie Conacher Toronto 5 3 2 5 0 Ken Doraty Toronto 5 2 2 4 0 Don McFadyen Chicago 8 2 2 4 7 Mush March Chicago 8 2 2 4 6 Cooney Weiland Detroit 9 2 2 4 6
Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die drei besten Torhüter in der Kategorie Gegentorschnitt sowie den jeweils Führenden in Shutouts und Siegen.
Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, GA = Gegentore, SO = Shutouts, GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 120 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L T GA SO GAA Andy Aitkenhead NY Rangers 2 120:00 0 1 1 2 1 1,00 Chuck Gardiner Chicago 8 542:20 6 1 1 12 2 1,33 Dave Kerr Montreal Mar. 4 240:00 1 2 1 7 1 1,75
Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1934 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs auf bigmouthsports.com (PDF-Dokument, 800 kB)
#1934 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1934