Der Aschbach ist ein 13 km langer Bach im Main-Tauber-Kreis im nördlichen Baden-Württemberg, der nach einem etwas nach Osten ausholenden Lauf insgesamt in Richtung Norden an der Stadtgrenze zwischen dem Dorf Elpersheim von Weikersheim und dem Dorf Markelsheim von Bad Mergentheim von links in die mittlere Tauber mündet.
Geographie Verlauf Der Aschbach entspringt über 2,5 km südwestlich der Ortsmitte des Stadtteils Adolzhausen der Kleinstadt Niederstetten in der Gemarkung des Dorfes. Die oberste Quelle liegt im Wald in der Gettersklinge auf etwa , weniger als hundert Meter vom Abschnitt der auch Kaiserstraße genannten B 290 zwischen Riedbach und Herbsthausen entfernt, zwischen den Abgängen der beide in Richtung Adolzhausen führenden K 2854 und K 2853. Der Bach fließt anfangs mit langsamen kleinen Richtungswechseln in nordnordwestliche bis vor allem nordnordöstliche Richtungen.
Zunächst führt sein Weg noch im Wald der Gettersklinge an einer Lichtung vorbei. Er durchfließt den Dauersee eines ersten Hochwasserrückhaltebeckens, verlässt dann unter der K 2853 hindurch den Wald, um dann gleich bei der Ortswüstung Dunkenrot die Anstauung eines zweiten Rückhaltebeckens zu durchlaufen. Nachdem er auf etwa seinen ersten größeren Zufluss Hainbach von Westen aufgenommen hat, entwickelt sich die Bachmulde zu einem Tal mit teils langen Waldstücken an beiden Hängen. Die Verbindungsstraße vom ferneren Adolzhausen im Südosten nach Schönbühl im Nordwesten quert das Tal auf dem Damm des dritten Rückhaltebeckens am Lauf, das gewöhnlich uneingestaut ist. Nachdem der Aschbach den Ort Schönbühl auf dem linken Hang passiert hat, fließt aus dem Südsüdosten der Adolzhäuser Bach zu, der an seinem Mittellauf den namengebenden Ort passiert hat.
Wenig später fließt der Aschbach in das Hochwasserrückhaltebecken Herrenzimmern ein, das die größte Fläche aller Seen im Einzugsgebiet hat. Darin münden kurz nacheinander der Bach aus der Branzenklinge, der zuvor Adolzhausen an der Gegenseite zum Adolzhäuser Bach berührt, sowie über eine lange Mündungsbucht des Sees der Greifenbrunnenbach aus zuletzt dem Osten. Danach läuft das inzwischen stark eingetiefte Kerbtal im Muschelkalk fast bis zur Mündung in nordnordwestlicher Richtung, der Bach pendelt darin recht naturbelassen in kleinen Schlingen zwischen beiden Hangfüßen.
Den Ort Herrenzimmern erreicht der Bach erst nach einer Strecke zwischen Waldhängen von gut einem Kilometer nach dem Damm des nach ihm benannten Rückhaltebeckens. Das Dorf ist der erste und größte Talort und liegt am Zulauf eines Seitentals von Osten her, aus dem der Pfitzinger Bach den Aschbach verstärkt, der letzte seiner größeren Zuflüsse. Wenig nach dem Dorf folgt die Untere Mühle am rechten Ufer und nach wiederum etwas über einem Kilometer durchfließt der Bach das kleinere Taldorf Rüsselhausen, das ebenfalls noch zu Niederstetten gehört.
Der Bach wechselt nun, anfangs wieder zwischen Waldhängen, für seine letzten gut 3 Kilometer über in die Gemarkung Markelsheim der Nachbarstadt Bad Mergentheim und passiert nach der Hälfte dieser Strecke den Markelsheimer Siedlungsplatz Schneidmühle links am Ufer. Die ab dort offenen Höhen links und rechts des Tals fallen stark zum Taubertal hin ein und der Bach unterquert die Straße von Elpersheim nach Markelsheim.
Der Aschbach mündet schließlich auf zwischen Weikersheim-Elpersheim und Bad Mergentheim-Markelsheim an der Stadtgrenze von links und Süden in die mittlere Tauber, etwa 212 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle und nach einem 13 km langen Weg mit mittlerem Sohlgefälle von etwa 16 ‰.
Einzugsgebiet Der Aschbach hat ein 26,9 km² großes Einzugsgebiet, das sich vom Mönchswald etwas nördlich des Mulfinger Weilers Staigerbach etwa 10 km weit nordwärts bis zur Mündung erstreckt und quer dazu maximal etwa 4 km breit ist. Der höchste Punkt an der Südostecke im Stockholz beim Niederstettener Weiler Ermershausen erreicht etwa . Weil die größeren Zuflüsse von rechts zulaufen, ist das Einzugsgebiet im oberen Teil stark rechtslastig. Ein knappes Drittel ist von Wald bedeckt, der in vor allem größeren Inseln auftritt. Das Offenland dazwischen steht auf der Hochebene überwiegend unterm Pflug, während auf dem Talgrund meist Wiesen liegen und auf den Hängen des Aschbachs und seiner größeren Nebentäler zahlreiche Steinriegel den Hang herablaufen.
Naturräumlich gesehen gehört der südliche Teil zum Unterraum Bartenstein-Langenburger Platten der Kocher-Jagst-Ebenen, der Rest verteilt sich fast ganz auf die Unterräume des Tauberlands Umpfer-Wachbach-Riedel im Westen bis an den rechten Talhang und Südliche Tauberplatten im östlichen Anschluss daran. Ein nur kleiner Mündungszwickel zuletzt rechnet zu dessen Unterraum Mittleren Taubertal ganz im Norden.
Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an: an der Nordostseite von der Mündung aufwärts bis nahe Pfitzingen konkurriert auf der andern Seite der merklich kleinere Dürrbach, der kurz vor dem Aschbach in die Tauber mündet; jenseits der östlichen Wasserscheide fließt sehr nahe der größere Vorbach ebenfalls nordwärts zur Tauber, dem an der Südostseite der Schöntalbach über den Frickentalbach den Abfluss der anderen Seite zuführt; der südliche Abschnitt der Gesamtwasserscheide ist ihr topographisch und hydrologisch bedeutsamster Abschnitt, da sie hier ihre größten Höhen erreicht und hier das Großeinzugsgebiet des Main-Zuflusses Tauber diesseits an das des Neckar-Zuflusses Jagst jenseits stößt; die unmittelbaren Konkurrenten sind die Jagst-Zuflüsse Ette im östlichen und Rißbach im westlichen Teilabschnitt; an der Südwestecke scheidet die Einzugsgebietsgrenze auf nur kurzem Abschnitt vom Entwässerungsgebiet des Wachbachs, der wieder der Tauber zuläuft; längs der langen Westseite grenzt das Entwässerungsgebiet des wenig kleineren nächsten linken Tauber-Zuflusses Lochbach an.
Über drei Viertel des Einzugsgebietes liegen im Stadtgebiet von Niederstetten, sie verteilen sich auf die Stadtteilgemarkungen von Adolzhausen im Süden, Herrenzimmern im mittleren Westen, Pfitzingen im mittleren Osten und Rüsselhausen im mittleren Norden. Der schon enge Mündungskeil ganz im Norden rechnet größtenteils zur Markelsheimer Stadtteilgemarkung von Bad Mergentheim, ein schmaler Randstreifen im Südwesten zu dessen Stadtteilgemarkungen Herbsthausen und Rot (Schönbühler Stadtteil-Exklave). Noch kleinere Randzwickel gehören an der Südwestecke zur Gemeinde Mulfingen im Hohenlohekreis und am Nordostrand und am mündungsnahen Ostrand zu zwei Stadtteilgemarkungen von Weikersheim.
Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Quelle des Aschbachs auf etwa im Wald um die obere Gettersklinge nördlich neben der B 290 zwischen den in Richtung Niederstetten-Adolzhausen abgehenden Kreisstraßen K 2854 und K 2853. Der Bach fließt in mäßigen und langen Bögen durchweg etwa nordwärts.
10px Durchfließt noch im Wald vor der K 2853 auf etwa ein Hochwasserrückhaltebecken mit Dauereinstau und Vorbecken, zusammen 0,4 ha. 10px Durchfließt in der Flur kurz nach der K 2853 auf etwa den Unteren See, ein Hochwasserrückhaltebecken mit Dauereinstau, 0,5 ha. Hainbach, von links und Südwesten auf etwa , 0,9 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa an der B 290. Ist überwiegend Feldweggraben in natürlicher Mulde zwischen den Gewannen Morgen und Birkenbusch. (Zufluss), von links und Westsüdwesten auf etwa am Einfluss in den Oberen See, ca. 0,5 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa an der B 290. Ist lange Feldweggraben in natürlicher Mulde zwischen den Gewannen Birkenbusch und Süßer Weg. 10px Durchfließt auf etwa einen See, etwas über 0,1 ha. 10px Durchfließt auf etwa den angestauten Oberen See an der Stadtgrenze von Bad Mergentheim zu Niederstetten, 0,6 ha. (Zufluss), von links und Westen auf etwa im Oberen See, ca. 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa an der B 290. Ist anfangs Feldweggraben in natürlicher Mulde zwischen den Gewannen Süßer Weg und Saurer Weg. 10px Passiert auf etwa einen Teich am rechten Ufer, knapp 0,1 ha. Lindlebach, von rechts und Ostsüdosten auf im Wald Lindle westlich von Niederstetten-Adolzhausen, 0,4 km und über 0,1 km². Entsteht auf etwa nahe dem Ostrand des Waldes. Durchfließt auf etwa ein Hochwasserrückhaltebecken ohne Dauereinstau, über dessen Damm die Straße Adolzhausen–Schönbühl läuft. Adolzhäuser Bach, von rechts und Südsüdosten auf nordwestlich von Adolzhausen, 2,4 km und 3,1 km². Entsteht auf etwa südlich von Adolzhausen aus zwei unter einen halben Kilometer langen Entwässerungsgräben, die hinter einem Wegdamm zusammenlaufen. 10px Im oberen Einzugsgebiet des linken Quellgrabens liegt auf etwa am Flurrand im Wald Kahlen ein Stauteich, 0,3 ha. 10px Passiert auf etwa einen Teich rechts am Ufer unter Adolzhausen auf dem Hang, unter 0,1 ha. mini|Blick nach Südwesten die Einflussbucht des Aschbachs aufwärts über den Aschbachsee, auch Herrenzimmerer See genannt 10px Durchfließt auf das Hochwasserrückhaltebecken Herrenzimmern mit Dauereinstau, 1,3 ha, auch Aschbachsee genannt. (Bach aus der Branzenklinge), von rechts und Südsüdosten auf im Herrenzimmern Hochwasserrückhaltebecken, 2,2 km und ca. 1,3 km². Beginnt auf etwa als Feldweggraben an einer Feldweggabel vor dem Eichholz wenig südöstlich von Adolzhausen. Greifenbrunnenbach, von rechts und Südosten auf im Hochwasserrückhaltebecken über eine lange östliche Nebenbucht, 2,8 km und 2,6 km². Läuft erst als wegbegleitender Graben in natürlicher Mulde nordwärts, dann westwärts durch ein sich eintiefendes Kerbtal. 10px Entsteht im Entwässerungsbereich eines Teichs am Schöntaler Hölzle auf etwa , unter 0,2 ha. Trockental Webersklinge, von links und Südosten auf rund etwa 0,3 km vor dem Einfluss ins Rückhaltebecken. → (Abgang des Mühlkanals nach Herrenzimmern), nach rechts auf etwa nach einem kurzen Abschnitt mit Wald an den Hängen. ← (Rücklauf des Mühlkanals nach Herrenzimmern), von rechts auf unter in Herrenzimmern, 0,7 km. mini|Blick den untersten Pfitzinger Bach hinab zur Mündung in den Aschbach in Herrenzimmern Pfitzinger Bach, von rechts und Osten auf etwa in Herrenzimmern, 2,1 km und 4,4 km². Entsteht auf etwa am Westrand von Pfitzingen. Schmähbach, von links und Südosten auf etwa wenig nach Pfitzingen, 0,7 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwa südlich von Pfitzingen vor der Schindklinge im Heiligenholz. Baindgraben, von rechts und Nordosten auf etwa , 1,2 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf etwa nördlich von Pfitzingen an der K 2843. → (Abgang des Mühlkanals zur Unteren Mühle), nach rechts weniger als hundert Meter nach dem Zufluss des Pfitzinger Bachs in Herrenzimmern. (Bach aus dem Schlupf), von links und Westsüdwesten auf etwa etwa hundert Meter vor der Unteren Mühle gegenüber, ca. 0,7 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa am Waldrand im Schlupf. Unbeständig. ← (Rücklauf des Mühlkanals zur Unteren Mühle), von rechts auf etwa an der Unteren Mühle. (Bach entlang dem Höllweg), von rechts und Ostnordosten auf etwa weniger als einen halben Kilometer vor Rüsselshausen, ca. 0,8 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa . Unbeständiger Klingenbach. 10px Passiert eine Teichgruppe innerhalb einer rechten Bachschlinge auf etwa an der Straße Elpersheim–Markelsheim, zusammen 0,3 ha.
Mündung des Aschbachs von links und Süden auf zwischen Weikersheim-Elpersheim und Bad Mergentheim-Markelsheim in die mittlere Tauber. Der Aschbach ist 13 km lang und hat ein 26,9 km² großes Einzugsgebiet.
Hochwasserrückhaltebecken