Hydrophoria () waren Feste im antiken Griechenland. Überliefert sind Begehungen für die Stadt Athen und die Insel Ägina.

Das Fest in Athen wird in der Suda unter Bezug auf Apollonios von Acharnai als Totenfeier vorgestellt, seine Entstehung wird hier wie auch im Etymologicum magnumEtymologicum magnum s. v. auf die Deukalionische Flut zurückgeführt. Da der letzte Tag der Anthesteria, des Opferfestes der Chytren, ebenfalls aitiologisch auf die Deukalionische Flut zurückgeführt wird, wurde angenommen, dass die Hydrophoria entweder im Zuge der Chytren oder kurz darauf in Form eines Wasseropfers an die Toten begangen wurde.Ludwig Deubner: Attische Feste. Heinrich Keller, Berlin 1932 (unveränderter Nachdruck: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt/Akademie Verlag, Berlin 1956), S. 93–123. Als Datum des Festes wurde daher der 13. Anthesterion angenommen, was nach Felix Jacoby, der die Hydrophoria von den Chytren trennte, nicht der Fall gewesen sein kann.Felix Jacoby: Die Fragmente der griechischen Historiker (FGrHist). Teil 3 B: Kommentar zu Nr. 297–607. Text – Noten. Brill, Leiden 1955, S. 127 f. Erika Simon sieht die Darbringung eines Wasseropfers durch Darstellungen auf mehreren spätarchaischen Hydrien aus Athen bestätigt, die eine Prozession Hydrien tragender Mädchen zeigen.Erika Simon: Festivals of Attica. An archaeological commentary. University of Wisconsin Press, Madison WI 1983, ISBN 0-299-09180-5, S. 99.

Die in einem Scholion zu Pindar bezeugten Hydrophoria in ÄginaScholion zu Pindar, Nemeen 5, 81. werden mit dem im Monat Delphinion gefeierten Agon Amphorites () gleichgesetzt,Martin Persson Nilsson: Griechische Feste von religiöser Bedeutung mit Ausschluss der Attischen. Teubner, Leipzig 1906, S. 172f. (Digitalisat); bei denen die Agonisten mit Wasserkrügen auf den Schultern um die Wette liefen.Etymologicum magnum s. v.

Literatur

Anmerkungen

Kategorie:Feste und Brauchtum (antikes Griechenland) Kategorie:Athen in der Antike