Peggy Brown, bürgerlich Margit Lorenz (* 1930 im Sudetenland, Tschechoslowakei) ist eine deutsche Schlagersängerin der 1960er Jahre.

Leben Margit Lorenz wuchs im Sudetenland auf und kam durch die Vertreibung 1946 in die damalige sowjetische Besatzungszone. In Erfurt besuchte sie die Musikhochschule, wo sie verschiedene Instrumente und Gesang studierte. Sie sang zuerst in Gera bei einer Band.

1949 kam sie nach Nienburg/Weser. Von hier aus tingelte sie durch die Lande. Neben Jazz sang sie aber auch Schlager. Später heiratete sie den Posaunisten Schumann, mit dem sie 1950 nach München zog. Hier spielte sie in diversen amerikanischen Clubs. In jenen Jahren produzierte der Bayerische Rundfunk mehrere Aufnahmen mit ihr und der Willi Bösel-Band unter Leitung von Herbert Beckh. Nach Auflösung der Willi Bösel-Band gründete Margit Schumann eine eigene Band, bei der sie sang sowie Gitarre und Akkordeon spielte.

Mitte der 1950er Jahre bekam Margit ihren ersten Schallplattenvertrag bei der Firma Tempo. Dort sang sie Coverversionen deutscher Schlager und Duette mit Fred Bertelmann und Claus Herwig. 1960 wurde sie von der Plattenfirma Telefunken unter Vertrag genommen. Der Produzent Wolf Kabitzky verpasste ihr schließlich 1960 den Künstlernamen Peggy Brown und produzierte mit ihr zunächst zwei Titel. Der 3. Titel Denn sie fahren hinaus auf das Meer wurde schließlich zum Hit, konnte sich fünf Monate in den Charts halten und erreichte den siebten Platz. Dadurch wurde sie bekannt und erhielt mehrere Auszeichnungen. Sie hatte mehrere Engagements in Rundfunk und Fernsehen und ab 1961 auch im Film.

1962 nahm Peggy Brown bei den Deutschen Schlager-Festspielen in Baden-Baden teil. Ihr Titel Das Lexikon d’amour erreichte aber nur Platz 6.

Bis 1965 nahm Peggy Brown weitere Titel auf, doch konnte sie nicht mehr an ihren Erfolg von 1960 anknüpfen. Einer ihrer Partner auf einer Single war Claus Herwig (Duo „Peggy und Jack“), der schon als Teddy Parker eine Solokarriere machte.

Sie wirkte Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre auch musikalisch bei den erfolgreichen Räuber Hotzenplotz-Hörspielen von Egon L. Frauenberger mit (noch heute auf 6 CD/MC erhältlich).

Als ihr Plattenvertrag auslief, gründete sie den Peggy-Brown-Chor, einen Backgroundchor, der an Aufnahmen zahlreicher Künstler, wie Siw Malmkvist und Vico Torriani, mitwirkte. In den 1970er Jahren gab sie auch das Chorsingen auf und zog sich mit ihrem zweiten Ehemann aus dem Showgeschäft zurück.

Diskografie 1960–1965

(A/B-Seite, Veröffentlichung, Label) Lieber Jonny, komm doch wieder / Honeymoon mit dir allein7/1960TelefunkenSingen, swingen / Ein Mann wie du7/1960TelefunkenDenn sie fahren hinaus auf das Meer / Zähle jede Stunde12/1960TelefunkenDu bist meine Welt / Gegen Liebe gibt es keine Medizin4/1961TelefunkenJeden Sonntag eine Rose von dir / Sag ist das die Liebe5/1961TelefunkenGondola d’amore / Südwind – Sonne – Meeresstrand7/1961TelefunkenKeiner weiß ob sie sich wiedersehn / Spiel nicht mit der Liebe10/1961TelefunkenEin Wiedersehn mit Jacky / Das Lexikon d’amour1/1962TelefunkenLaß mich nie wieder weinen / Gehn am Kai die Lichter aus3/1962TelefunkenJedes Glück auf der Welt / Laß mich wieder heim6/1962TelefunkenKomm doch wieder / Mein Reklame-Boy7/1962TelefunkenDas kann nur Liebe sein / Fremder Wind11/1962TelefunkenEin Tango in der Hafenbar / Don Carlos3/1963TelefunkenSilberweiße Wogen / Eine Träne fiel ins Meer6/1963TelefunkenSchiff ohne Hafen / Die Berge von Dakota11/1963TelefunkenBitte sag’s nicht weiter / Wenn es Abend wird12/1965Polydor

Filmografie (Auswahl) 1961: Schlagerparade 1961 1961: Davon träumen alle Mädchen 1961: Ramona 1961: Schlager-Revue 1962 1962: Café Oriental 1962: Wenn die Musik spielt am Wörthersee

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Quellen

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