mini|Heinrich Strack, 1907, Foto von Rudolf Dührkoop. Heinrich Strack der Jüngere, vollständiger Name Heinrich Conrad Wilhelm Peter Strack (* 4. Juni 1841 in Oldenburg; † 17. Februar 1912 in Berlin-Grunewald), war ein deutscher Architekt und Dozent.

Leben Heinrich Strack wurde als Sohn des Architekten Heinrich Strack d. Ä. (1801–1880) und dessen Ehefrau Susanne, geb. Tischbein (1812–1906),Evangelische Kirche Eutin, Taufregister 1798–1832, Seitennr. 14/15. In: Ancestry.com. Schleswig-Holstein, Dänemark, und Schleswig-Holstein, Preußen, Deutschland, evangelische Kirchenbücher, 1597–1959 [Datenbank online]Standesamt Grunewald, Sterberegister1901–1906, Urkunde Nr. 1. In: Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874–1986 [Datenbank online] einer Tochter des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829), des Goethe-Tischbein, in Oldenburg geboren. Er erhielt bei seinem Onkel, dem Architekten Johann Heinrich Strack (1805–1880) und an der Bauakademie in Berlin eine Ausbildung. 1872 wurde er Hilfslehrer, 1876 Lehrer an der Bauakademie, ab 1879 an der Königlichen Technischen Hochschule in Charlottenburg, zuerst als nicht etatmäßiger und ab 1891 als etatmäßiger Professor. In den Studienjahren 1892/1893 und 1901/02 war er Vorsteher (Dekan) der Abteilung I für Architektur. Von 1876 bis 1894 war er auch Lehrer an der Königlichen Kunstschule Berlin, ab 1885 als Professor. 1894–1896 war er Mitglied des Senats der Technischen Hochschule in Charlottenburg und wurde 1911 Dr. Ing. e. h. an der Technischen Hochschule in Danzig. Er wurde mit dem Titel Geheimer Regierungsrat ausgezeichnet. Er war wenig praktisch tätig, sondern vorwiegend Lehrer und Fachschriftsteller.

Bauten 1875–1879 Joachimsthalsches Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf (mit L. Giersberg) 1881/82 Grabmal für Johann Heinrich Strack auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin (nach einem Vorentwurf von Johann Heinrich Strack, unter Mitwirkung von Ludwig Persius und Julius Emmerich, mit einer marmornen Bildnisbüste auf dem Postament von Alexander Calandrelli)

Schriften 1882 Die Zentral- und Kuppelbauten der Renaissance in Italien 1889 Ziegelbauwerke des Mittelalters und der Renaissance in Italien 1891 Baudenkmäler des alten Rom

Weblinks Heinrich Strack. In: Catalogus Professorum der TU Berlin

Literatur Uwe Kieling: Berliner Baubeamte und Staatsarchitekten im 19. Jahrhundert, Berlin, 1986, S. 87

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Deutschland) Kategorie:Hochschullehrer (Berliner Bauakademie) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Berlin) Kategorie:Geheimer Regierungsrat Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1841 Kategorie:Gestorben 1912 Kategorie:Mann