mini|Maria Magdalena Z'Graggen in ihrem Atelier in Basel, 2023 Maria Magdalena Z’Graggen (* 19. April 1958 in Basel) ist eine schweizerisch-italienische Künstlerin. Sie arbeitet als Malerin in den Feldern Malerei, Zeichnung, Installation und Film.
Leben und berufliche Entwicklung mini|#1001217 TERRA (Monte Amiata) und #971117 TERRA (Alba Albula), Ausstellungsansicht, Anne Mosseri-Marlio Galerie, Basel, 2018 Maria Magdalena Z’Graggen wuchs in Basel in einer binationalen Familie auf (Mutter aus Triest, Vater aus Affoltern a. A.) und ist Bürgerin der Schweiz und Italiens. Sie besuchte die Handelsschule und reiste 1980 zum ersten Mal für längere Zeit nach Brasilien. Mit verschiedenen Jobs in den Bereichen Übersetzung und Administration finanzierte sie sich weitere Auslandsaufenthalte. Von 1992 bis 1996 besuchte sie die Fachklasse für Malerei an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel (heute Teil der FHNW HGK Institut Kunst) bei Werner von Mutzenbecher und Monika Dillier. 1994 bis 1995 ging sie in ein Austauschjahr an die Cooper Union School of Art, New York zu David Reed, Robert Breer und Hans Haacke. Dort wurde ihre in New York entstandene Arbeit bei der Abschlussausstellung von Augusto Arbizo und Gabriella Esser zum ersten Mal in USA gezeigt. So wurde sie von Jill Brienza zu ihrer ersten Einzelausstellung eingeladen, welche 1998 in der Roger Smith Gallery in New York stattfand. Von 2001 bis 2003 erhielt sie ein Stipendium für einen Aufenthalt in New Mexico. Von 2009 bis 2014 unterrichtete sie an der FHNW Hochschule für Kunst und Gestaltung Nordwestschweiz.
Werk Ihre erste Werkgruppe Friandises, brachte ihr institutionelle Sammlungsankäufe ein. Plan ausgestrichen, in Wulsten, Gittern oder Kringeln, schuf der pastose Auftrag von Farbe auf Holzklötzchen verführerische Objekte unterschiedlichen Formats. Die Kunstwissenschaftlerin Isabel Zürcher Isabel schreibt über Maria Magdalena Z’Ggraggen im Allgemeinen Künstlerlexikon das 2022 beim De Gruyter Verlag erschienen ist folgendes:
„Genauso wichtig wie Farbe im Sinne der Farbigkeit ist für Z’Graggen die materielle Eigenschaft von Pigmenten, Bindemitteln und deren Reaktion auf den jeweiligen Grund. In immer neuen Serien und auf unterschiedlichen Trägern (Holz, Papier, Leinwand) dominieren wechselweise Öl beziehungsweise Aquarell. Super-8 Film, Video und Fotografie schärfen die Aufmerksamkeit auf alltägliche Konstellationen und unterlegen das malerische Werk mit der kulturellen und klimatischen Umgebung von Z’Graggens Aufenthaltsorten.“
Zürcher charakterisiert in dem Beitrag Alles war immer schon da in der Monografie Luminous Flux Z’Graggens Arbeit als Erkundung der sinnlichen Substanz der Malerei. Z’Graggen setze sich in ihrem Schaffen sowohl mit Abstraktion als auch mit Erzählung auseinander und untersuche anhand von Serialität und Rhythmus Qualitäten von Malerei.
Auszeichnungen 2015: Anerkennungsbeitrag Bildende Kunst UBS Kulturstiftung, Zürich 2015: Werkbeitrag Kunstkredit Basel-Stadt 2013: Atelierstipendium Christoph Merian Stiftung/URRA, Buenos Aires 2009: Hauptförderpreis der Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth, Kanton Uri 2006: Preis der Urner Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth 2006: Atelierstipendium Christoph Merian Stiftung, Havanna 2001: The Roswell Artist-in-Residence Foundation, Roswell, New Mexico 2000: Preis der Urner Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth 1997: Stipendium Bildende Kunst, Kanton Baselland
Einzelausstellungen (Auswahl) 2023: Maria Magdalena Z'Graggen – RAW, Galerie Nicolas Krupp, Basel 2022: Maria Magdalena Z’Graggen — Un affare di famiglia, Kunsthaus Grenchen 2018: Alba Albula, Anne Mosseri-Marlio Galerie, Basel 2015: permeabel, Das Esszimmer – Raum für Kunst+, Bonn 2015: Manatee, Anne Mosseri-Marlio Galerie, Basel 2013: Home Away From Home mit Joseph Egan und Viktor Kolibal, Der Teufelhof, Basel 2006: Havanna, Galerie Martin Flaig, Basel 2006: Trabajos en Papel, Academia Nacional de Bellas Artes San Alejandro, Havanna 2005: Between the Devil and the Deep Blue Sea mit Joseph Egan und Tom Fellner, Kunstraum Baden und Galerie Ulrich Mueller, Köln 2004: Haus für Kunst Uri, Altdorf 2002: Galerie Ulrich Mueller, Köln 2002: Galerie Mesaoo Wrede, Hamburg 2002: Roswell Museum and Art Center, Roswell, New Mexico 2000: Roger Smith Gallery, New York 1999: Galerij S 65, Aalst 1999: The Nature of Sweetness, kuratiert von Simon Baur, Edinburgh College of Art 1998: Roger Smith Gallery, New York
Literatur (Auswahl) COLORSCAPE II,. Ausstellungskatalog der Städtischen Galerie im Park, Viersen, 2022, ISBN 978-3-9821465-7-7 Markus Stegmann (Hrsg.): Luminous Flux. Verlag für Moderne Kunst, Wien 2016. Melina Berkenwald (Hrsg.): URRA Intercambio Cultural Argentina Suiza: edicion 1, 2 y 3: 2013–2015. Buenos Aires. Sybille Feucht (Hrsg.): permeabel, Das Esszimmer – Raum für Kunst+, Bonn 2015. Melina Berkenwald (Hrsg.): Residencias de Arte en Buenos Aires – Octubre 2013. URRA, Buenos Aires. Nationale Suisse in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (Hrsg.): Schweizer Kunst im 21. Jahrhundert – Die Sammlung Nationale Suisse. Zürich 2012. Ann McGarrell, Sally Anderson: The Roswell Artist-in-Residence Program: An Anecdotal History. University of New Mexico Press, Albuquerque 2007. Maria Magdalena Z’Graggen – Arbeiten auf Papier. Havanna 2006, Galerie Martin Flaig, Basel. Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (Hrsg.): Schweizer Kunst im 20. Jahrhundert – Die Sammlung der National Versicherung. Zürich/Basel 2004. Cantrade Privatbank AG (Hrsg.): Die Sammlung – The Collection. Cantrade Privatbank, Zürich 2002.
Weblinks Website von Maria Magdalena Z’Graggen Isabel Zürcher: Maria Magdalena Z’Graggen: «Ich plane – und dann kommts anders». In: Aargauer Zeitung, 23. September 2016
Einzelnachweise
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